Tiberius Iulius Iulianus Alexander
Tiberius Iulius Iulianus Alexander (auch Tiberius Iulius Alexander Iulianus) war ein römischer Senator des frühen 2. Jahrhunderts n. Chr., der aus dem griechischen Osten des Reiches stammte und wahrscheinlich jüdische Wurzeln in Alexandria hatte. Er war vermutlich ein Nachkomme – möglicherweise Enkel – des Tiberius Iulius Alexander, der als praefectus Aegypti eine Schlüsselrolle bei der Proklamation Vespasians zum Kaiser spielte.
Seine Karriere begann unter Kaiser Trajan, der die Aufnahme östlicher Eliten in den Senat förderte. Er war langjähriges Mitglied des prestigeträchtigen Priesterkollegiums der Arvalbrüder, wo er zwischen 118 und mindestens 155 mehrfach bezeugt ist, zeitweise als promagister.[1]
Um 123 bis 126 amtierte er als Statthalter (legatus Augusti pro praetore) in der Provinz Arabia Petraea (belegt durch einen Papyrus vom 12. Oktober 125).[2] Diese Statthalterschaft in einer Provinz mit Legionsbesatzung führte typischerweise direkt zum Konsulat, den er daher wahrscheinlich im Jahr 126 als Suffektkonsul bekleidete. Kurz darauf, um 128, übernahm er als Konsular die Kuratel der aedium sacrarum et operum locorumque publicorum in Rom, eine wichtige Verwaltungsaufgabe für sakrale und öffentliche Bauten.[3]
Literatur
- Helmut Halfmann: Iulius Alexander und Iulius Iulianus. Zur Prosopographie des 2. Jahrhunderts. In: Arheoloski Vestnik. Band 28, 1977, S. 153–162.
- Maurice Satre: Ti. Iulius Iulianus Alexander, gouverneur d’Arabie. In: Annual of the Department of Antiquities of Jordan. Band 21, 1976, S. 105–108.
- Werner Eck: Ein Diplom für die Hilfstruppen der Provinz Arabia, ausgestellt unter Hadrian, wohl im Jahr 126. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik (ZPE). Band 197, 2016, S. 229.
- Edmund Groag: Iulius 61. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band X,1, Stuttgart 1918, Sp. 158 f.