Thorvald Aadahl
Thorvald Aadahl (* 23. Juli 1882 in Rødenes, Østfold, Norwegen; † 26. März 1962 in Oslo, Norwegen) war ein norwegischer Schriftsteller und Journalist.
Leben
Thorvald Aadahl wuchs in Rødenes in Østfold auf, wo seine Eltern als Landwirte tätig waren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er die Landwirtschaftsschule Kalnes. Bereits in jungen Jahren begann er literarisch zu publizieren und veröffentlichte zunächst humoristische Erzählungen und Lieder. „Daraus entwickelte sich eine schriftstellerische Tätigkeit mit Romanen, Theaterstücken und kürzeren satirischen Texten. Zwischen 1913 und 1935 wurden vier seiner Bühnenwerke am Nationaltheatret in Oslo aufgeführt, ein weiteres am Centralteatret. Mehrere seiner Bücher erschienen zudem in Übersetzungen, unter anderem ins Dänische, Niederländische und Französische. Parallel zu seiner literarischen Arbeit war Aadahl journalistisch tätig. 1906 wurde er Redakteur der Zeitung Østlandet in Mysen, 1908 wechselte er zur Landmandsposten. Ab 1913 war er deren alleiniger Chefredakteur. 1918 wurde die Zeitung unter dem Namen Nationen als Tageszeitung weitergeführt und entwickelte sich zum zentralen Organ des Norsk Landmandsforbund.[1] Von 1931 bis 1934 war Aadahl Vorsitzender des Norsk Presseforbund.[2] Während der deutschen Besatzung Norwegens erschien Nationen zunächst weiter. Aadahl schied 1942 aus dem Amt des Chefredakteurs aus. Nach dem Krieg wurde gegen ihn wegen seiner journalistischen Tätigkeit während der Besatzungszeit ermittelt; das Verfahren endete 1948 mit einem Freispruch durch den Obersten Gerichtshof. In späteren Jahren war er unter anderem für das Norges Industriforbund tätig.[1]
Aadahl wurde auf dem Friedhof von Rødenes in Østfold bestattet.[3]
Werke (Auswahl)
Thorvald Aadahl veröffentlichte im frühen 20. Jahrhundert literarische Werke, darunter Dramen und Prosatexte.
Dramen und Bühnenwerke
- Frieri aa saant'no. Træk fraa ongdomstiæ aa den gamle striæ (1904)
- Det store fund. Skuespill (1913)
- Kristine fra landet. Skuespill (1913)
- Anklagede. Skuespill i tre akter (1920)
- Millionen. Skuespill (1928)
- Den store skilsmissen. Lystspill (1935)
- Barnedåp i Orestupet. Hørespøk i Østfold-drakt
Prosa
- Skumring over Makrellbekken (1953)
- Gårdsklokken (1941)
- Efterklangen (1945)
- Basar
Erzählende und dokumentarische Texte
- Kjære Bolette. Av stortingsmand Alexanders etterlatte papirer fra siste session (1919)
Biografische Darstellung
- P. M. Røwde. En mann og hans verk (1951)
Übersetzungen und fremdsprachige Ausgaben
- Alles voor elkander
- Voûte. Roman de mœurs norvégiennes
Weblinks
- Thorvald Aadahl in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 7. Januar 2026.
Einzelnachweise
- ↑ a b Olav Rovde: Thorvald Aadahl. In: Norsk biografisk leksikon. 12. August 2025 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 7. Januar 2026]).
- ↑ Thorvald Aadahl. In: Store norske leksikon. 25. März 2025 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 7. Januar 2026]).
- ↑ Thorvald Aadahl (1882-1962). In: Find a Grave. 13. August 2017, abgerufen am 7. Januar 2026 (englisch).