Thomas Hauschild (Hornist)

Thomas Hauschild (* 4. Juli 1964 in Greiz) ist ein deutscher Hornist, Dirigent, Pianist und Hochschulprofessor.

Werdegang

Nach dem Hornstudium bei Erich Penzel in Köln war er Mitglied im Orchester des Schleswig-Holstein Musikfestivals, in der Rheinischen Philharmonie Koblenz, und im Staatsorchester Stuttgart. Dort erhielt er auch einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Stuttgart bevor er 2001 als Hornprofessor an die Hochschule für Musik und Theater ‚Felix Mendelssohn-Bartholdy‘ Leipzig berufen wurde. Als Solist und Dozent ist er international tätig.[1]

Als Dirigent wirkte er als künstlerischer Leiter des Landesjugendorchesters Thüringen und der Studentenphilharmonie Tübingen, seit 2023 leitet er das Akademische Orchester Leipzig.[2] Zudem war er Gastdirigent bei Orchestern wie dem Philharmonischen Staatsorchester Halle, der Vogtland-Philharmonie und dem Philharmonischen Orchester Szeged (Ungarn).[1]

Leben

Kindheit und Jugend

Thomas Hauschild wurde am 4. Juli 1964 als Sohn des Dirigenten Wolf-Dieter Hauschild und der Sängerin Christine Hauschild (geb. Schneider) geboren. Ab 1970 erhielt er zunächst Klavierunterricht. Von 1974 bis 1983 war Mitglied des Leipziger Thomanerchores und legte das Abitur an der Thomasschule ab. Auf einer Konzertreise mit dem Thomanerchor nach Parma fasste er den Entschluss Horn zu lernen, ab 1976 erhielt er Hornunterricht bei Herrmann Märker, sowie später bei Günther Opitz. Von 1978 bis 1983 war er Mitglied des Rundfunkmusikschulorchesters der DDR.[1]

Studium und berufliche Anfänge

1988 begann er das Hornstudium bei Erich Penzel an der Musikhochschule Köln. Während des Studiums war er unter anderem Klavierbegleiter der Hornklasse Prof. Penzels, zudem war er als Pianist kammermusikalisch tätig. Bereits 1989 und 1990 nahm er am Schleswig-Holstein Musikfestivals als Hornist und Pianist teil. Dort spielte er unter Dirigenten wie Leonard Bernstein, Georg Solti und Christoph Eschenbach.

Tätigkeit als Hornist

1989 wurde er Hornist bei der Rheinischen Philharmonie Koblenz, bevor er 1990 zum Staatsorchester Stuttgart wechselte. In beiden Orchestern spielte er Klavier auch in kammermusikalischen Besetzungen. Als Gast spielte er regelmäßig beim Sinfonieorchester des hessischen Rundfunks sowie dem Ensemble HR-Brass mit Reinhold Friedrich. Neben dem ‚modernen‘ Ventilhorn ist Hauschild auch als Naturhornist. Unter anderem spielte er im Barockorchester Stuttgart und mit den Bläsersolisten der Bachakademie Stuttgart.[1]

Derzeit tritt er als Hornist mit dem Ventil- und Naturhorn in Ensembles wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Barockorchester Stuttgart und als Solist mit verschiedenen Orchestern auf.[2]

Pädagogische Tätigkeit

Seit 1992 war Thomas Hauschild Lehrbeauftragter und Leiter einer Hornklasse an der staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart. 2001 wurde er als Professor für Horn an die Hochschule für Musik und Theater ‚Felix Mendelssohn-Bartholdy‘ Leipzig berufen.[1] In diesem Rahmen entstanden mehrere CDs mit dem Oktett der Hornklasse.[3]

Hauschild ist zudem als Dozent für Horn und Kammermusik und als Juror in Europa tätig.[2]

Tätigkeit als Dirigent

Thomas Hauschild leitete ab 1996 das Landesjugendorchester Thüringen sowie von 1998 bis 2014 die Studentenphilharmonie Tübingen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden CD-Aufnahmen und Rundfunkmitschnitte.[1][4]

Gastdirigent war er bei der Vogtland-Philharmonie, beim Philharmonischen Staatsorchester Halle, bei dem Philharmonischen Orchester Szeged (Ungarn) und dem Sinfonieorchester der ESMAE Porto (Portugal). Seit 2023 ist er künstlerischer Leiter des akademischen Orchesters Leipzig.[2]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f HMT Leipzig: Prof. Thomas Hauschild. In: hmt-leipzig.de. Hochschule für Musik und Theater 'Felix Mendelssohn-Bartholdy' Leipzig, 2025, abgerufen am 28. September 2025.
  2. a b c d Chefdirigent - Akademisches Orchester Leipzig. 17. August 2024, abgerufen am 28. September 2025.
  3. Hornklasse Prof. Thomas Hauschild. In: Auris Subtilis. Abgerufen am 28. September 2025.
  4. Über uns - Studentenphilharmonie Tübingen. 13. August 2022, abgerufen am 28. September 2025.