Thomas Becker (Biochemiker)

Thomas Becker (* 4. Oktober 1977 in Osnabrück) ist ein deutscher Biologe mit den Schwerpunkten Biochemie und Zellbiologie. Er ist Professor für Biochemie und Direktor des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie an der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Leben

Nach dem Abitur an der Ursulaschule in Osnabrück studierte Becker von 1997 bis 2002 Biologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er 2002 sein Diplom erwarb. Er promovierte von 2002 bis 2005 in der Arbeitsgruppe von Jürgen Soll und Enrico Schleiff am Botanischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München und blieb bis 2006 als Postdoktorand dort. Anschließend war er bis 2009 als Postdoktorand in der Arbeitsgruppe von Nikolaus Pfanner am Institut für Biochemie und Molekularbiologie an der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig. 2008 wurde Becker von der Baden-Württemberg Stiftung durch die Aufnahme in das Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden gefördert.[1] Von 2009 bis 2020 leitete er eine Arbeitsgruppe am Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Freiburg, wo er sich 2013 für das Fach Biochemie und Molekularbiologie habilitierte. Seit 2020 ist Becker W3-Professor für Biochemie und Direktor des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie der Universität Bonn.

Auszeichnungen

Für seine Doktorarbeit wurde Becker 2006 von der Münchener Universitätsgesellschaft mit einem Promotionsförderpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2014 erhielt er von der Wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg den Helmut-Holzer-Forschungspreis.[2] Becker wurde im Jahr 2025 in der Sektion Biochemie und Molekularbiologie als Mitglied in die Academia Europaea aufgenommen.[3]

Forschung

Schwerpunkte seiner Forschungsarbeiten sind der Proteintransport in die Mitochondrien und Qualitätskontrollmechanismen, die nicht-importierte Proteine entfernen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeitsgruppe ist der Zusammenhang zwischen dem Proteintransport zu anderen mitochondrialen Funktionen wie dem Energiestoffwechsel. Das übergeordnete Ziel seiner Forschung ist das Verständnis, wie Mitochondrien in die zelluläre Umgebung integriert sind.

Einzelnachweise

  1. Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden – Laufzeit 2002 bis 2024 der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH (PDF; 1,2 MB), abgerufen am 5. November 2025.
  2. Förderpreise und Preisträger der Wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg im Breisgau, abgerufen am 5. November 2025.
  3. Mitgliedseintrag Thomas Becker bei der Academia Europaea, abgerufen am 5. November 2025.