Thiochinox

Strukturformel
Allgemeines
Name Thiochinox
Andere Namen
  • S,S-Chinoxalin-2,3-diyltrithiocarbonat
  • Chinoxalin-2,3-thiocarbonat
  • 1,3-dithiolo[4,5-b]chinoxalin-2-thion (IUPAC)
  • Eradex neu
  • Chinothionat
  • Thioquinox
Summenformel C9H4N2S3
Kurzbeschreibung

geruchsloser, braun-gelber Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 93-75-4
EG-Nummer 202-272-8
ECHA-InfoCard 100.002.067
PubChem 7159
Wikidata Q15628428
Eigenschaften
Molare Masse 236,34 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,68 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

180 °C[2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: ?
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Thiochinox ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Trithiocarbonate und Chinoxalinderivate, die 1959 von Bayer patentiert wurde.[6] Thiochinox wird als Akarizid verwendet, es besitzt darüber hinaus eine schwache fungizide Wirkung.[3]

Der Wirkstoff Thiochinox steht nicht auf der Liste der in der EU zulässigen Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln. Es liegt keine Zulassung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz mehr vor.[7]

Gewinnung und Darstellung

Thiochinox kann aus Phosgen und 2,3-Dimercaptochinoxalin, oder aus Thiophosgen und Chinoxalin-2,3-dithiol gewonnen werden.[1]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Eintrag zu Thioquinox in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem), abgerufen am 21. Oktober 2013.
  2. ↑ a b c Eintrag zu Thiochinox in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016. (JavaScript erforderlich)
  3. ↑ a b Gy. Matolcsy, M. Nádasy, V. Andriska: Pesticide Chemistry. Elsevier, 1988, S. 441 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Eintrag zu Thioquinox in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. ↑ Edward W. Lawless, Thomas L. Ferguson, Alfred F. Meiners: Guidelines for the disposal of small quantities of unused pesticides. EPA, 1975, S. 37 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ Patent US3141886: 2,3-dimercaptoquinoxaline derivatives. Angemeldet am 12. Dezember 1962, veröffentlicht am 21. Juli 1964, Anmelder: Bayer AG, Erfinder: Günter Unterstenhöfer, Klaus Sasse, Richard Wegler.‌
  7. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 18. Februar 2016.