Theodor Schulze (Archivar)

Theodor Schulze (* 10. Juli 1878 in Schlabendorf, Niederlausitz; † 14. Dezember 1926 in Zerbst/Anhalt) war ein deutscher Archivar. Er wirkte als Direktor des Anhaltischen Staatsarchivs in Zerbst und verfasste mehrere heimatgeschichtliche Werke.

Leben und Wirken

Er stammte aus der preußischen Provinz Brandenburg. Nach dem Schulbesuch studierte er Geschichte und Germanistik unter anderem an den Universitäten Leipzig, Bonn und Berlin und promovierte 1903 zum Dr. phil. Danach war er zunächst als Lehrer tätig, später übernahm er Archivtätigkeiten und wurde Direktor des Anhaltischen Staatsarchivs in Zerbst. In seiner wissenschaftlichen Arbeit widmete er sich besonders lokal- und heimatgeschichtlichen Themen, besonders dem Dorfleben in der Niederlausitz. Er wurde ordentliches Mitglied der Historischen Kommission für die Provinz Sachsen und Anhalt und Mitglied der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften.

Werke (Auswahl)

  • Alt‑Schlabendorf. Bilder aus dem Niederlausitzer Dorfleben. 1920.
  • (mit Fritz Richter): Hinter Klostermauern. Gast, Zerbst [1920].
  • Zerbst im 30jährigen Krieg. 1920.
  • Heimatklänge. Bilder aus dem Niederlausitzer Dorfleben. F. Gast, Zerbst 1924.
  • Bürgeraufnahmen in Zerbst in den Jahren 1651 bis 1700. F. Gast, Zerbst 1925.

Literatur

  • Schulze, Theodor. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 1925, Sp. 948.
  • Nekrolog. In: Neues lausitzisches Magazin. Bd. 103, Görlitz 1927, S. 277.