Theodor Alexander Meyer

Theodor Alexander Meyer (* 21. Februar 1859 in Stuttgart-Berg; † 12. Oktober 1936 in Korntal) war ein deutscher Germanist und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Nach dem Besuch des Gymnasiums Illustre in Stuttgart studierte Theodor Alexander Meyer von 1877 bis 1881 Klassische Philologie an der Universität Tübingen, 1880/81 studierte er an der Universität Berlin. Seine Prüfungen für das Lehramt an höheren Schulen legte er 1881 bzw. 1882 in Stuttgart ab. Im Jahre 1884 promovierte er in Tübingen bei Erwin Rohde. Von 1881 bis 1889 unterrichtete er am Karls-Gymnasium Stuttgart, von 1889 bis 1903 als Gymnasiallehrer am Evangelisch-theologischen Seminar Schöntal. Bis 1912 unterrichtete der 1901 zum Gymnasialprofessor ernannte Meyer am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart. Weitere Lehraufträge hatte er zwischen 1904 und 1912 an einem Stuttgarter Mädchengymnasium und am Konservatorium in Stuttgart. Von 1912 bis 1914 war er Rektor eines Gymnasiums in Ulm.

Von 1914 bis zu seinem Ruhestand 1929 hatte er dann eine ordentliche Professur für Deutsche Sprache und Literatur an der Technischen Hochschule Stuttgart inne. Im Amtsjahr 1926/27 war Meyer Rektor dieser Hochschule.

Theodor Alexander Meyer veröffentlichte vor allem über Stilistik und Ästhetik in der Beziehung zwischen Literatur- und Kunstwissenschaft.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Das Kirchenlied. Eine ästhetische Untersuchung. Schell, Heilbronn 1892.
  • Das Stilgesetz der Poesie. Hirzel, Leipzig 1901 (Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1968); weitere Ausgabe, hrsg. von Wolfgang Iser: Suhrkamp, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-518-28390-1.
  • Kritik der Einfühlungstheorie. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bd. 7 (1912), S. 529–567 (Volltext).
  • Richard Wagner als Dichter. In: Neues Jahrbuch für das klassische Altertum, Bd. 16 (1913), S. 309–322.
  • Die Persönlichkeit des Künstlers im Kunstwerk und ihre ästhetische Bedeutung. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bd. 9 (1914), S. 47–65 (Volltext).
  • (Mitautor): Dichter und Schriftsteller in der Schule. Teubner, Leipzig/Berlin 1916.
  • Die ästhetische Erziehung in der Schule. Mohr, Tübingen 1919.
  • Erkenntnis und Poesie. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bd. 14 (1920), S. 113–129 (Volltext).
  • Das deutsche Drama und seine Form. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bd. 16 (1922), S. 368–382 (Volltext).
  • Ästhetik. Enke, Stuttgart 1923 (2. Aufl. 1925).
  • Form und Formlosigkeit. Betrachtungen aus Anlaß von Fr. Strichs "Deutsche Klassik und Romantik oder Vollendung und Unendlichkeit. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Bd. 3 (1925), H. 2, S. 231–272.
  • Friedrich Vischer und der zweite Teil von Goethes Faust (= Reden und Aufsätze / Technische Hochschule Stuttgart, Bd. 1). Bonz, Stuttgart 1927.
  • Das Gegenständliche in der Malerei. In: Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft, Bd. 22 (1928), S. 61–87 (Volltext).
  • Der Griechentraum Schillers und seine philosophische Begründung. In: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts, Jg. 1928, S. 125–153.
  • Friedrich Theodor Vischer als Dozent des Polytechnikums. In: Festschrift der Technischen Hochschule Stuttgart zur Vollendung ihres ersten Jahrhunderts 1829–1929. Springer, Berlin 1929, S. 250–260.

Literatur

  • Alexander Reck: Meyer, Theodor Alexander. In: Christoph König (Hrsg.): Internationales Germanistenlexikon 1800-1850. Bd. 2. De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 1220f. (mit allen biografischen Daten und weiteren Literaturangaben).