Theobald Hürth

Theobald Hürth, auch Thiébaud de Hürth,[1] (* 5. Dezember 1795[2] in Landau an der Isar;[3]3. März 1858 in Wien) war ein deutscher Musiker und Musikpädagoge.

Hürth bekam zuerst Flötenunterricht. Später wurde er zum Fagottisten ausgebildet und wurde 1. Fagottist der großherzoglichen hessischen Hoftheater-Kapelle in Darmstadt[4] und Mainz. Ab 1818 ging er europaweit auf Konzertreisen und wurde dadurch in Europa bekannt. Im Jahr 1824 übernahm Hürth die Solofagottstelle im Orchester des Kärntnertortheaters[5] und war an der Uraufführung von Beethovens Sinfonie Nr. 9 im Mai desselben Jahres beteiligt. Ab 1838 unterrichtete Hürth als Professor für Fagott am Wiener Konservatorium. 1842 war er Gründungsmitglied der Wiener Philharmoniker.[6]

Mit seiner handschriftlich überlieferten "Fagottschule von Theobald Hürth"[7] prägte er Mitte des 19. Jahrhunderts die Ausbildung der Fagottisten am Wiener Konservatorium mit.

Franz Lachner widmete ihm sein Concertino Es-Dur für Fagott und Orchester.[1]

Commons: Theobald Hürth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Theobald Hürth – Quellen und Volltexte (deutsch)

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Concertino Es-Dur Schott Music
  2. Eduard Maria Oettinger: Moniteur des Dates, contenant un million de renseignements biographiques, généalogiques et historiques Seite 12, Dresden, 1867
  3. Hürth, Theobald (1795-1858) Répertoire International des Sources Musicales
  4. Hürth, Theobald Oesterreichisches Musiklexikon
  5. Die Uraufführungen von Beethovens Sinfonie Nr. 9 wieneroboe.at
  6. Christian Merlin: Die Wiener Philharmoniker Seite 34, Amalthea, 2012
  7. Musizierpraxis im Biedermeier Seite 146, Mille Tre, Wien, 2004, ISBN 9783900198015