Theatre of Pain

Theatre of Pain
Studioalbum von Mötley Crüe

Veröffent-
lichung

21. Juni 1985

Label(s) Elektra Records

Format(e)

CD, LP, MC

Genre(s)

Glam Metal, Hard Rock

Titel (Anzahl)

10

Länge

35:16

Besetzung

Produktion

Tom Werman

Studio(s)

Cherokee Studios

Chronologie
Shout at the Devil
(1983)
Theatre of Pain Girls, Girls, Girls
(1987)

Theatre of Pain (englisch für „Theater des Schmerzes“) ist das dritte Studioalbum der US-amerikanischen Metalband Mötley Crüe, das im Juni 1985 erschien.

Entstehung und Veröffentlichung

Die Erstveröffentlichung von Theatre of Pain erfolgte am 21. Juni 1985 bei Elektra Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD mit zehn Titeln (Katalognummer: 960 418-2). Im Jahr 1999 erschien über das eigene Musiklabel eine Wiederveröffentlichung auf CD, die um drei Demoaufnahmen und zwei Remixe erweitert wurde (Katalognummer: 63985-78009-2). Ein Jahr später erschien die Neuauflage nochmals neu bei Eleven Seven Music, mit dem weiteren Bonustitel Tommy’s Drum Piece from Cherokee Studios (Katalognummer: ESM 321). Am 11. November 2011 erschien das Album als LP-Ausführung bei Real World Records (Katalognummer: 7009552).[1]

Geschrieben wurden die Lieder gemeinsam von den Mötley-Crüe-Mitgliedern Tommy Lee, Mick Mars, Vince Neil sowie Nikki Sixx, in verschiedenen Konstellationen, lediglich die Coverversion zu Smokin’ in the Boys Room (Brownsville Station) stammt nicht von der Band. Die meisten Titel schrieb Bassist Sixx, der an allen Neukompositionen beteiligt war, drei Lieder sogar alleine schreib. Für die Produktion aller Lieder zeichnete alleine Tom Werman verantwortlich.[1]

Hintergrund

1984 luden Mötley Crüe die Vorband Hanoi Rocks ein, nach dem Auftritt feiern zu gehen. Doch dies endete in einer Katastrophe. Vince Neil fuhr im Drogenrausch Auto, verursachte einen Unfall und der Schlagzeuger von Hanoi Rocks, Razzle, starb, und ihm wurde dieses Album gewidmet.[2]

Nach Aussage von Bassist Nikki Sixx geht der Titel des Albums sowohl auf den Essay Theater der Grausamkeit des Schauspielers Antonin Artaud als auch auf eine Anregung der Sängerin Dinah Cancer von der Horrorpunk-Band 45 Grave zurück.[2]

Titelliste

  1. City Boy Blues (Nikki Sixx, Mick Mars, Vince Neil) – 4:10
  2. Smokin’ in the Boys’ Room (Cub Koda, Michael Lutz) – 3:27
  3. Louder Than Hell (Sixx) – 2:32
  4. Keep Your Eye on the Money (Sixx) – 4:40
  5. Home Sweet Home (Sixx, Neil, Tommy Lee) – 3:59
  6. Tonight (We Need a Lover) (Sixx, Neil) – 3:37
  7. Use It or Lose It (Sixx, Mars, Neil, Lee) – 2:39
  8. Save Our Souls (Sixx, Neil) – 4:13
  9. Raise Your Hands to Rock (Sixx) – 2:48
  10. Fight For Your Rights (Sixx, Mars) – 3:50

Singleauskopplungen

Für die Single Home Sweet Home drehte die Band im Rahmen der Theatre of Pain Tour ein Musikvideo an einem konzertfreien Tag im Bundesstaat Texas. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Bassist Sixx aufgrund seiner schweren Drogensucht in schlechter gesundheitlicher Verfassung, was man im Video an seinem starren Gesichtsausdruck erkennen kann. Das Musikvideo von Home Sweet Home besteht aus Einstellungen in einem Tourbus und Szenen auf einem Garderoben-Flur sowie Liveszenen von Mötley Crüe auf einer Bühne. Während seine drei Bandkollegen im Clip ausgelassen performen, trägt Sixx eine schwarze Sonnenbrille, um dahinter seine durch Alkohol und Drogen verdrehten Augen zu verbergen.[3] Das Video entstand unter der Regie von Wayne Isham.[4]

Singles in den Charts

Jahr Titel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen [↑]: gemeinsam behandelt mit vorhergehendem Eintrag;
[←]: in beiden Charts platziert
 UK  US
1985 Keep Your Eye on the Money
Erstveröffentlichung: 1985
Smokin’ in the Boys’ Room UK37
(9 Wo.)UK
US16
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. Juni 1985
Original: Brownsville Station
Home Sweet Home[UK: ↑] US37
(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 1985
Neuauflage: 27. September 2005; mit C. Bennington

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[6]44 (9 Wo.)9
 Schweiz (IFPI)[1]25 (3 Wo.)3
 Vereinigte Staaten (Billboard)[7]6 (72 Wo.)72
 Vereinigtes Königreich (OCC)[8]36 (3 Wo.)3

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Kanada (MC)[9] 3× Platin300.000
 Vereinigte Staaten (RIAA)[10] 4× Platin4.000.000
Insgesamt 7× Platin
4.300.000

Einzelnachweise

  1. a b c Mötley Crüe – Theatre of Pain. In: hitparade.ch. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
  2. a b Mötley Crüe: The Dirt. Autobiographie der Glam-Metal-Band Mötley Crüe verfasst mit Koautor Neil Strauss, aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt, Hannibal Verlag, Höfen, 2nd edition, 2002. S. 156
  3. Mötley Crüe: The Dirt. Autobiographie der Glam-Metal-Band Mötley Crüe verfasst mit Co-Autor Neil Strauss, aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt, Hannibal Verlag, Höfen, 2nd edition, 2002. S. 158 f.
  4. Mötley Crüe: Home Sweet Home. Internet Movie Database, abgerufen am 9. Januar 2026.
  5. Chartquellen (Singles): UK US
  6. Mötley Crüe – Theatre of Pain. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
  7. Mötley Crüe. In: billboard.com. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
  8. Mötley Crüe – Theatre of Pain. In: officialcharts.com. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
  9. Gold/Platinum. In: musiccanada.com. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).
  10. Gold & Platinum. In: riaa.com. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).