The Thing to Be Done

Film
Titel The Thing to Be Done
Produktionsland Kroatien
Originalsprache Slowenisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 88 Minuten
Stab
Regie Srdjan Kovacevic
Drehbuch Srdjan Kovacevic
Besetzung
  • Goran Lukic
  • Laura Orel
  • Goran Zrnic

The Thing to Be Done ist ein kroatisch-slowenisch-serbischer Dokumentarfilm von Srdjan Kovacevic aus dem Jahr 2025.

Inhalt

Goran, Laura und Goran leiten die Arbeitergewerkschaft Workers Advisory Office in Ljubljana in Slowenien. Dort unterstützen sie migrantische Arbeitskräfte, die vornehmlich aus Bosnien und Herzegowina kommen und zumeist im Niedriglohnsektor ausgebeutet werden. Die Männer und Frauen werden teils nicht bezahlt, arbeiten 60 Stunden pro Woche oder verlieren einen Teil ihres geringen Lohns durch Vertragsstrafen. Die Mitarbeiter um Goran versuchen den Arbeitskräften einzutrichtern, Verträge nicht einfach so zu unterschreiben.

Dabei geben sie zwischendurch dem Fernsehsender RZV SLO Interviews und erzählen von ihrem Kampf gegen ausbeuterische Arbeitgeber. Dabei erzählen sie aber auch von ihrem Glauben, die Situation der Arbeitskräfte verbessern zu können. Oft geht es um Personen, die eigentlich für den Hafen in Koper arbeiten, aber bereits vor Jahrzehnten outgesourct wurden. Die Gewerkschaftsmitglieder informieren bei einer Veranstaltung oder organisieren einen Demonstrationszug. Schließlich geben sie bei einer Pressekonferenz bekannt, dass der Oberste Gerichtshof Sloweniens das Outsourcing als rechtswidrig eingestuft hat. Zwei anwesende Arbeiter danken den Gewerkschaften und berichten gerührt von ihrem jahrzehntelangen harten Leben.

Produktion

Der Film feierte beim DOK Leipzig 2025 Premiere und wurde im internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm gezeigt.[1] Zusätzlich gewann er den Preis der Interreligiösen Jury.[2]

Rezeption

Lida Bach für moviebreak: „Den systempolitischen Rahmen der prekären Verhältnisse belässt Srđan Kovačević observatives Porträt außen vor. Ebenso unklar bleiben die Fallzahl, Reichweite und Erfolgsquote der Arbeitnehmer*innen-Lobby, deren Schreibtisch-Jobs der unruhige Schnitt Dramatik verleihen sollen. Monotonie, Erschöpfung und Zermürbung sind praktisch unsichtbar, wodurch die Härte und Hürden der professionellen Unterstützung kaum greifbar werden.“[3]

Markus Solty für film-rezensionen: „Ein eindringlicher, klug beobachteter Dokumentarfilm über Solidarität, Ausbeutung und den langen Atem sozialer Kämpfe. Trotz kleiner Leerstellen überzeugt The Thing to Be Done als kraftvolles Plädoyer für Beratung, Aktivismus und den Mut, Missstände nicht hinzunehmen.“[4]

Einzelnachweise

  1. The Thing to Be Done · DOK Leipzig. 28. Oktober 2025, abgerufen am 2. November 2025.
  2. Auszeichnungen & Jurys · DOK Leipzig. Abgerufen am 2. November 2025.
  3. Lida Bach: The Thing to Be Done. In: moviebreak.de. Abgerufen am 2. November 2025.
  4. Markus Solty: The Thing to Be Done | Film-Rezensionen.de. 1. November 2025, abgerufen am 2. November 2025.