The Smashing Machine (2025)

Film
Titel The Smashing Machine
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Benny Safdie
Drehbuch Benny Safdie
Produktion Benny Safdie, Eli Bush, Dany Garcia, Hiram Garcia, Dwayne Johnson, David Koplan
Musik Nala Sinephro
Kamera Maceo Bishop
Schnitt Benny Safdie
Besetzung

The Smashing Machine ist ein Sportdrama von Benny Safdie. Die zwischen 1997 und 2000 spielende Filmbiografie erzählt die Geschichte des US-amerikanischen Ringers und Mixed-Martial-Arts-Kämpfers und UFC-Champions Mark Kerr, der mit seiner Drogenabhängigkeit und dem Drang nach sportlichen Erfolgen kämpft. Im Film wird er von Dwayne Johnson gespielt, seine Freundin Dawn Staples von Emily Blunt. The Smashing Machine feierte Anfang September 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Premiere, wo er im Hauptwettbewerb um den Goldenen Löwen gezeigt wurde. Im September 2025 wurde er beim Toronto International Film Festival vorgestellt und kam Anfang Oktober 2025 in die US-amerikanischen und deutschen Kinos.

Handlung

Ende der 1990er Jahre tritt der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Mark Kerr zwar schon in der UFC an, seine größten Fights jedoch absolviert er für den japanischen MMA-Veranstalter Pride Fighting Championships. Er ist opioidsüchtig, und im Gegensatz zu den USA werden harte Schmerzmittel in Fernost nicht einfach so verschrieben. Während ihn sein Mentor und bester Freund Mark Coleman konsequent unterstützt, ist seine Freundin Dawn Staples oft keine Hilfe, Kerr wieder auf den rechten Weg zurückzuführen.

Die beiden leben zusammen in Phoenix, in einem klobigen Fertighaus mit einem riesigen Tor. Sie lieben sich, streiten sich aber oft. Er ist ein Perfektionist und Kontroll-Freak. Mark erholt sich von seiner Sucht, doch seine Abstinenz verschärft die häuslichen Spannungen nur noch.[3][4]

Biografisches

Der Mixed-Martial-Arts- und UFC-Champion Mark Kerr begann im Alter von 15 Jahren an der High School mit dem Ringen. In seiner High-School-Zeit wurde er zweimal Jugendmeister von Ohio im Freistil. Daneben war er Angehöriger des Ringerclubs Toledo Waits und später des Foxcatcher Wrestling Clubs. Trainiert wurde er dabei von Ed Carlin. In den 1990er Jahren nahm Kerr an UFC-, Pride- und anderen MMA-Turnieren teil. Er hatte einen enorm kräftigen Körperbau und wurde daher des Missbrauchs von Steroiden beschuldigt. Im Jahr 2002 wurde ein Dokumentarfilm mit dem Titel The Smashing Machine über Kerr veröffentlicht, der ihn im Training und bei seinen Wettkämpfen zeigt, aber auch die Beziehung zu seiner damaligen Freundin beleuchtet.

Produktion

Filmstab, Besetzung und Stunts

Regie führte Benny Safdie. Es handelt sich dabei um sein Solo-Regiedebüt.[5] Er schrieb auch das Drehbuch für The Smashing Machine. Mit seinem Bruder Josh wurde er in der Vergangenheit mit Filmen wie Good Time von 2017 und Der schwarze Diamant von 2019 bekannt. Safdie übernahm bei The Smashing Machine auch den Filmschnitt. Als beratender Produzent war Gavin O’Connor beteiligt, der den MMA-Film Warrior verantwortet.[3]

Dwayne Johnson spielt in der Hauptrolle den Ringer und Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Mark Kerr. Er selbst war von 1996 bis 2004 professioneller Wrestler und ist mehrfacher World-Champion der WWF. Gemeinsam mit dem Regisseur Eli Bush, Dany Garcia, Hiram Garcia und David Koplan tritt Johnson auch als Produzent des Films in Erscheinung. Mit Emily Blunt, die Kerrs Ehefrau Dawn Staples spielt, stand der Regisseur in Christopher Nolans Oppenheimer Historiendrama noch selbst gemeinsam vor der Kamera und spielte in dem Film Edward Teller. Mit Johnson hatte Blunt für Jungle Cruise vor der Kamera gestanden.[5] Schwergewichts-Boxweltmeister Oleksandr Ussyk ist in der Rolle von Kerrs ukrainischem Gegner Igor Vovchanchyn zu sehen und gibt damit sein Schauspieldebüt.[6] Der niederländische Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Bas Rutten, der Mark Kerr in einigen seiner Kämpfe bei PRIDE in den frühen 2000ern tatsächlich betreut hat, spielt im Film sich selbst. Er war 2003 bereits in der Dokumentation The Smashing Machine: The Life and Times of Extreme Fighter Mark Kerr als Trainer zu sehen. Paul Cheng spielt den japanischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Masaaki Satake. Ryan Bader spielt Mark Coleman, einen engen Freund und den Mentor von Kerr. Der Mixed-Martial-Arts-Champion selbst ist im Film in einem Cameo-Auftritt zu sehen.[7] Das Casting übernahm Jennifer Venditti.

Stuntkoordinatoren waren Greg Rementer und sein Team, die bereits für mehrere Avenger-Filme, Black Panther und Bad Boys: Ride or Die tätig waren.

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Steven Wosniack und der Dialogregie von Roman Wessel im Auftrag der Neue Tonfilm Film- und Synchronproduktion GmbH in München.[8]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Mark Kerr Dwayne Johnson Ingo Albrecht
Dawn Staples Emily Blunt Bianca Krahl
Bas Rutten Bas Rutten Michael Iwannek
Igor Vovchanchyn Oleksandr Ussyk Eugen Knecht
Mark Coleman Ryan Bader Björn Landberg
Varelans' Cornerman James McSweeney Sven Brieger

Dreharbeiten, Szenenbild und Filmmusik

Die Dreharbeiten fanden von Mai bis Anfang August 2024 im kanadischen Vancouver, in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico und in der japanischen Hauptstadt Tokio statt.[9] Das Pacific Coliseum in Vancouver diente dabei dem Tokyo Dome als Kulisse.[6] Als Kameramann fungierte Maceo Bishop, der mit Safdie bereits für die Fernsehserie The Curse zusammenarbeitete und The Smashing Machine auf 16-mm-Film drehte.[10] Das Szenenbild entwarf James Chinlund, bekannt für seine Arbeit an den Planet-der-Affen-Neuverfilmungen, König der Löwen und The Batman.

Die Filmmusik komponierte die belgische Jazzmusikerin Nala Sinephro.[11] Sie ist unter anderem für ihre stimmungsvolle Harfen-Musik bekannt und war erstmals für einen Film tätig.[3][12] Das Soundtrack-Album mit insgesamt acht Musikstücken soll am 3. Oktober 2025 von Warp Records und A24 Music als Download veröffentlicht werden. Vorab erschien mit Grand Prix ein erstes Stück.[12]

Marketing und Veröffentlichung

Der erste Trailer wurde Ende April 2025 vorgestellt.[13] Mitte Juni 2025 folgte ein erster deutscher Trailer.[14] Die Premiere des Films war am 1. September 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig, wo er im Hauptwettbewerb um den Goldenen Löwen gezeigt wird. Im September 2025 wurde er beim Toronto International Film Festival vorgestellt und hiernach beim Zurich Film Festival.[15][16] Der Kinostart in Deutschland war am 2. Oktober 2025.[17] Am darauffolgenden Tag kam der Film in die US-Kinos.[18] Dort erhielt der Film ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht. Ebenfalls im Oktober 2025 wird The Smashing Machine beim Internationalen Filmfestival Warschau gezeigt und hiernach beim Savannah Film Festival.[19]

Rezeption

Kritiken

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 73 Prozent positiv.[20] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 70 von 100 möglichen Punkten.[21]

Christoph Petersen schreibt in seiner Kritik für Filmstarts, Dwayne Johnson sei zwar fast doppelt so alt wie der von ihm porträtierte Protagonist Mark Kerr im Jahr 1997, aber in seine Rolle trotzdem grandios. Als philosophierender Kampfkoloss erforsche er eine ganz andere Art von Maskulinität, als man es bislang vom dem Jumanji-Star gewohnt war. Als Mark Kerr sei der in seiner Maske oft kaum zu erkennende Johnson nicht wütend oder brachial, sondern mild, melancholisch, sanftmütig. The Smashing Machine sei genau das, was man sich vom neuen Film des Regisseurs Benny Safdie und überhaupt nicht das, was sich ein unvorbereitetes Mainstream-Publikum womöglich unter einem UFC-Film mit Dwayne Johnson vorstellen würde.[3]

Emily Blunt spielt Mark Kerrs Freundin Dawn

Owen Gleiberman bemerkt in seiner Kritik für Variety, The Smashing Machine fühle sich weniger wie ein Film der Safdie-Brüder an als vielmehr wie The Wrestler von Darren Aronofsky mit Mickey Rourke als alternder Profi-Wrestler in der Titelrolle, vielleicht habe der Film auch einer Prise von Wie ein wilder Stier. Safdie habe mit The Smashing Machine ein Drama geschaffen, das weniger ein „mitreißendes“ Sport-Biopic ist als vielmehr ein intimer, explorativer, dokumentarisch anmutender Ausschnitt aus dem Leben. Johnson verleihe der stillen, launischen, verborgenen Seite Marks eine geheimnisvolle Note und liefere eine außergewöhnliche Leistung ab. Er spiele Mark Kerr als sanften Riesen mit Dämonen, und als Zuschauer wolle man sehen, wie diese Dämonen verschwinden. Gleiberman beschreibt Mark als einen Mann, der seine Gewalttätigkeit zügelt, indem er sein gesamtes Selbst, seinen Körper und seine Persönlichkeit, als kontrollierte Zerstörungsmaschine konstruiert, und der Film handele davon, wie diese Mensch-Maschine zum Menschen wird. Am Ende des Films habe Mark, der sich so sehr ans Siegen gewöhnt hatte, auf eine völlig neue Art und Weise gewonnen: "Er hat den Mann gefunden, der in der Maschine verborgen lag." Emily Blunt verleihe seiner Freundin Dawn eine atemberaubende Spontaneität und spiele sie mit einer bittersüßen Mischung aus Mitgefühl und Arroganz, die sie zu einer authentischen und berührenden Figur mache.[4]

Auszeichnungen

Im Rahmen der Critics’ Choice Movie Awards 2026 wurde The Smashing Machine in die Shortlists für die Kategorien „Hair and Makeup“ und „Stunt Design“ aufgenommen.[22] Im Folgenden eine Auswahl von Auszeichnungen und Nominierungen.

Astra Film Awards 2025

Critics’ Choice Movie Awards 2026

Golden Globe Awards 2026

Internationale Filmfestspiele von Venedig 2025

Internationales Filmfestival Warschau 2025

  • Nominierung für den Publikumspreis – Encounters[25]

Movies for Grownups Awards 2025

  • Nominierung als Bester Schauspieler (Dwayne Johnson)[26]
Commons: The Smashing Machine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für The Smashing Machine. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 272668/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für The Smashing Machine. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c d Christoph Petersen: The Smashing Machine. In: filmstarts.de. Abgerufen am 1. September 2025.
  4. a b Owen Gleiberman: 'The Smashing Machine' Review: Dwayne Johnson Is a Revelation in Benny Safdie’s Laceratingly Humane Sports Biopic. In: Variety, 1. September 2025.
  5. a b Jochen Müller: Emily Blunt für Rolle in Ben Safdies „The Smashing Machine“ im Gespräch. In: Blickpunkt:Film, 1. März 2024.
  6. a b Susan Gittins: The Rock’s „The Smashing Machine“ Turns Vancouver’s Pacific Coliseum into Tokyo Dome. In: hollywoodnorthbuzz.com, 27. Juni 2024.
  7. The Smashing Machine. In: tiff.net. Abgerufen am 1. September 2025.
  8. https://www.synchronkartei.de/film/61332
  9. Ilija Glavas: Der MMA-Film The Smashing Machine mit Dwayne Johnson ist abgedreht. In: kinomeister.de, 12. August 2024.
  10. Björn Becher: So haben wir Dwayne Johnson noch nie gesehen: Der erste Trailer zu "The Smashing Machine" ist da! In: filmstarts.de, 29. April 2025.
  11. Nala Sinephro Scoring Benny Safdie’s 'The Smashing Machine'. In: filmmusicreporter.com, 29. April 2025.
  12. a b 'The Smashing Machine' Soundtrack Album Details. In: filmmusicreporter.com, 29. September 2025.
  13. Jordan Ruimy: 'The Smashing Machine' Trailer ... In: worldofreel.com, 29. April 2025.
  14. Damian Sprenger: Leonine veröffentlicht Trailer zu „The Smashing Machine“. In: Blickpunkt:Film, 17. Juni 2025.
  15. https://deadline.com/2025/07/tiff-lineup-sydney-sweeny-dwayne-johnson-nuremberg-1236463346/
  16. The Smashing Machine. In: zff.com. Abgerufen am 12. September 2025.
  17. Damian Sprenger: Leonine holt "The Smashing Machine" nach Deutschland. In: Blickpunkt:Film, 3. Juni 2025.
  18. Jordan Ruimy: 'The Smashing Machine' Sets October 3 Release Date. In: worldofreel.com, 2. April 2025.
  19. Jazz Tangcay: 'Frankenstein', 'Hamnet' and 'Bugonia' Added to SCAD Savannah Film Festival Lineup. In: Variety, 3. Oktober 2025.
  20. The Smashing Machine. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
  21. The Smashing Machine. In: Metacritic. Abgerufen am 24. September 2025.
  22. Clayton Davis: Critics Choice Awards Unveil First Below-the-Line Shortlists in 11 Categories: ‘Sinners,’ ‘Frankenstein,’ ‘Wicked: For Good’ and ‘F1’ Lead Craft Contenders. In: Variety, 24. November 2025.
  23. Steven Prusakowski: The 2025 Astra Film Awards Nominations Have Been Announced. In: awardsradar.com, 25. November 2025. Abgerufen am 25. November 2025.
  24. https://goldenglobes.com/nominations/2026
  25. The Smashing Machine. In: wff.pl. Abgerufen am 24. September 2025.
  26. Hilary Lewis: Movies for Grownups Awards Nominations: 'One Battle After Another' Leads With 8 Nods. In: The Hollywood Reporter, 19. November 2025.