The Queen and I
| Film | |
| Titel | The Queen and I |
|---|---|
| Originaltitel | Drottningen och jag |
| Produktionsland | Iran, Schweden |
| Originalsprache | Persisch, Französisch, Schwedisch, Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2008 |
| Länge | 89 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Nahid Persson Sarvestani |
| Drehbuch | Nahid Persson Sarvestani, Zinat S. Lloyd |
| Produktion | Nahid Persson Sarvestanin |
| Kamera | Nahid Persson Sarvestani |
| Schnitt | Nahid Persson Sarvestani, Zinat S. Lloyd |
The Queen and I ist ein Dokumentarfilm der schwedisch-iranischen Regisseurin Nahid Persson Sarvestani aus dem Jahr 2008. Der Film begleitet die Begegnung zwischen der Exilmonarchin Farah Pahlavi, der letzten Kaiserin des Iran, und der Filmemacherin selbst, die als ehemalige linke Aktivistin einst gegen das Schah-Regime rebellierte.
Inhalt
Farah Pahlavis, gewährt Nahid Persson Sarvestani spontane und seltene Einblicke in ihr Leben. Persson Sarvestani begleitet die Exil-Kaiserin zu offiziellen Gedenkfeiern in Kairo und Paris, zu gesellschaftlichen Veranstaltungen monarchistischer Kreise sowie zu Treffen mit iranischen Exilgemeinschaften. Die privaten Gespräche der beiden Frauen an verschiedenen Orten, wie dem Garten der US-amerikanischen Residenz der Königin, während Spaziergängen oder beim Einkaufen in iranischen Läden, erzeugen eine ambivalente Vertrautheit. Sie sprechen über Exil, Verlust und die Unmöglichkeit einer Rückkehr in den Iran. Trotz ihrer gegensätzlichen Herkunft entdecken beide ein gemeinsames Gefühl von Entwurzelung. Gleichzeitig bleibt ein Spannungsfeld bestehen, etwa wenn Persson Sarvestani ihre politischen Fragen nicht konsequent stellt oder die Königin zugibt, an der Vision eines erneuerten monarchischen Irans festzuhalten.
Produktion und Hintergründe
Ursprünglich wollte Nahid Persson Sarvestani ein Filmessay über ihre linke Vergangenheit, den Tod ihres Bruders und die politischen Entwicklungen vor der iranischen Revolution drehen. Doch dieses Vorhaben verschiebt sich, als sie die Präsenz der früheren Königin und deren offizielles Selbstverständnis kennenlernt. Persson Sarvestani arbeitet mit Archivmaterialien aus der Pahlavi-Ära und zeigt somit Einblicke in prunkvolle königliche Zeiten und politische Reden des Schahs kurz vor der Revolution. Im Gegenschnitt erzählt sie von ihrer eigenen Jugend, die von politischem Aktivismus, Repression und Fluchterfahrungen geprägt sind. The Queen and I ist im Stil eines Essayfilms gestaltet, der Reflexion, persönliche Perspektive und dokumentarische Elemente miteinander verknüpft. Das filmische Ich tritt als zentrale Instanz auf.
Während der Dreharbeiten entwickelten beide Frauen eine dynamische Beziehung, die von verschiedenen Konflikten geprägt war. Zeitweilig mussten die Arbeiten am Film unterbrochen werden und erst nach einer Aussprache konnten die Dreharbeiten fortgeführt werden.[1]
Literatur
- Boel Ulfsdotter: Auteurism in accented cinema mode: The Queen and I (2008). In: Nahid Persson Sarvestani Towards A Liquid Authorship. Edinburgh University Press, 2025, ISBN 978-1-47447-988-2. S. 71–84
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Boel Ulfsdotter: Auteurism in accented cinema mode: The Queen and I (2008). In: Nahid Persson Sarvestani: Towards A Liquid Authorship. Edinburgh University Press, 2025, ISBN 978-1-4744-7988-2, S. 71–84.