The Herd (Kurzfilm)
| Film | |
| Titel | The Herd |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2014 |
| Länge | 17 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Melanie Light |
| Drehbuch | Ed Pope |
| Produktion | Melanie Light |
| Musik | Laurent Barnard |
| Kamera | Bart Sienkiewicz |
| Schnitt | Sara Galvao |
| Besetzung | |
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The Herd ist ein britischer Horror-Kurzfilm aus dem Jahr 2014. Der Kurzfilm zeigt Frauen, die als menschliche Kühe gefangen gehalten und ihre Brüste gemolken werden, um aus der Milch eine Hautcreme herzustellen.
Der Film soll auf das Leid von Tieren in der Milch-Nutztierhaltung aufmerksam machen.
Handlung
Die junge Paula erwacht in einem verrotteten Fabrikgebäude, gefesselt an einen Gynäkologie-Stuhl. Eine Ärztin führt an ihr eine künstliche Befruchtung durch. Nach Abschluss des Vorgangs wird sie von einem Wärter an der Leine aus dem Raum geführt, direkt neben ihr sind Käfige voller Frauen, von deren Brüsten Milch abgepumpt wird. Sie wird in einen der Käfige gesperrt, wenig später wird eine weitere, hochschwangere Frau in den Käfig neben ihr gesperrt. Bald darauf setzen bei ihr die Wehen ein. Die Ärztin und das Personal helfen ihr beim Gebären. Enttäuscht, dass es ein Junge ist, wird der Säugling sofort in einer Tonne ertränkt. Die anderen Frauen beobachten fassungslos und panisch das Geschehen. Paula tröstet die junge Mutter und erklärt ihr, dass man ihr ihre Töchter auch weggenommen hat.
Eine weitere junge Frau wird mit Elektrostößen malträtiert und aus ihrem Käfig herausgeholt. Paula täuscht Unterleibsschmerzen vor, woraufhin einer der Wärter ihren Käfig öffnet. Sie greift ihn an und ersticht ihn mit einem Messer. Kurz darauf erwürgt sie einen zweiten Wärter und flieht.
Auf ihrer Flucht durch die Anlage wird Paula Zeugin mehrerer erschreckender Szenen. Eine junge Frau wird von einem Wärter mit einem Bolzenschussgerät getötet. Ein Raum erweist sich als Melkstand, in dem dutzende Frauen teilnahmslos stehen, während ihre Brüste gemolken werden. In einem weiteren Raum entdeckt Paula zwei Mädchen, von denen eine ihr so ähnlich sieht, dass sie ihre Tochter sein könnte. Paula wird von einem Wärter überrascht und überwältigt.
Als sie wieder erwacht, findet sie neben sich den Wärter niedergestochen liegen, getötet von einer anderen Gefangenen. Kurz darauf betritt die Ärztin den Raum. Sie greifen sie an, schneiden ihr die Zunge heraus und sperren sie in einen Käfig, wo sie aufgrund der entfernten Zunge nur noch „Muhen“ kann.
Ein Vertreter führt einen Kunden durch die Anlage. Sie sprechen über Werbemöglichkeiten. Ebenso wird erwähnt, dass es in der Anlage ein Zuchtprogramm gibt. Paula und ihre Kameradin fliehen aus dem Trakt. Der Film endet mit einem Werbevideo, wo vor einem hellen, weißen Hintergrund eine schöne Frau die mit Milch hergestellte Verjüngungscreme Lactis Vitae präsentiert, die „Milch des Lebens“.
Hintergrund
Nach Angaben der Regisseurin Melanie Light wurden in The Herd weibliche Kühe durch menschliche Frauen ersetzt, in der Hoffnung, ein größeres Verständnis zu fördern für das Leiden, das Kühen in der Milchindustrie zugefügt wird.[1]
Ähnliche Filme, die das Thema der Leid von Tieren in der Milch-Nutztierhaltung thematisieren, sind etwa The Factory (2020). Die Darstellung von Frauen als menschliche Kühe bedient den Hucow-Fetischismus.
Auszeichnungen
- 2015: London Independent Film Festival, Bester Horror-Kurzfilm, gewonnen[2]
- 2015: British Horror Film Festival, beste Kamera, für Bart Sienkiewicz, gewonnen[2]
- 2015: British Horror Film Festival, bester Kurzfilm, für Melanie Light, nominiert[2]
- 2015: Sunderland Shorts, bester Horror-/Sci-Fi-Film, Jury-Preis, gewommen[2]
- 2015: Celluloid Screams – Sheffield Horror Film Festival, bester Horrorkurzfilm, für Melanie Light, gewonnen[2]
- 2015: Festival Boca do Inferno, bester Kurzfilm, für Melanie Light, gewonnen[2]
- 2016: Catalonian International Film Festival, Kurzfilm, nominiert[2]
- 2019: Obscura Film Festival, Publikumspreis, bester Kurzfilm, für Melanie Light, gewonnen[2]