The Dead Will Tell

Film
Titel The Dead Will Tell …Wenn die Toten zu dir sprechen!
Originaltitel The Dead Will Tell
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Stephen Kay
Drehbuch Nancy Fichman
  • Jennifer Hoppe
  • Mark Kruger
Produktion Anne Heche
Musik Tyler Bates
Kamera Michael Grady
Schnitt Lance Luckey
Besetzung

– im Abspann nicht genannt –

Synchronisation

The Dead Will Tell …Wenn die Toten zu Dir sprechen! (Verweistitel: Tödliche Liebe – Das Geheimnis von Avalon) ist ein US-amerikanischer Thriller von Stephen Kay aus dem Jahr 2004. Die Hauptrollen des Films sind besetzt mit Anne Heche, Kathleen Quinlan, Chris Sarandon und Eva Longoria.

Auf dem Cover zur DVD ist zu lesen: „Nervenkitzel pur und spannungsgeladene Atmosphäre. Hier kommen Sie nicht zur Ruhe“ sowie „So unheimlich wie Göthika, mysteriös wie Schatten der Wahrheit und überraschend wie The Sixth Sense.“[2]

Handlung

Die Anwältin Emily Parker aus New Orleans lernt den Künstler und Fotografen Billy Hytner kennen, mit dem sie sich sodann oft trifft. Bereits nach einem Monat macht ihr Hytner einen Heiratsantrag. Zu diesem Anlass schenkt er ihr einen alten Verlobungsring, den er in einem Antiquitätenladen erworben hat. Seltsamerweise leidet Emily ab diesem Zeitpunkt unter Visionen, in denen sie immer wieder dieselbe Frau sieht. Emilys Assistentin Jeanie spürt instinktiv, dass das etwas mit dem seltsamen Ring zu tun haben muss. Als Billy Emily seinen Eltern Beth und John vorstellt, bemerkt sie, dass Billys Mutter ihr sehr reserviert begegnet, auch trinkt sie ungewöhnlich viel Alkohol. Emily möchte Billy den Ring eigentlich zurückgeben, entschließt sich aber dann, erst einmal nachzuforschen, was es mit dem Ringa auf sich haben könnte, wichtig wäre es, den Vorbesitzer des Rings ermitteln zu können.

Von einem Besitzer des Antiquitätengeschäfts erfährt Emily, dass der Ring von einem Mann verkauft worden sein soll, der seit acht Jahren tot ist. Weitere Nachforschungen Emilys ergeben, dass der Ring von der Hand einer Frau namens Marie Salinger stammen soll, die seit 1969 als verschollen gilt. Man fand seinerzeit nur ihren abgetrennten Finger mit dem Ring daran und verdächtigte damals Salingers Verlobten Paul Hamlin, Marie ermordet zu haben. Er wurde zwar angeklagt, aber von einer Jury freigesprochen. Interessant ist auch, dass Billy Hytners Mutter Marie gekannt haben muss, da Emily ein Foto entdeckt hat, auf dem beide Frauen abgebildet sind. Wie sie etwas später herausfindet, lebten die Frauen seinerzeit in der Avalon-Künstlerkolonie. Inzwischen weiß Emily zudem, dass die nächtliche Gestalt, die sie immer wieder heimsucht, Maries Züge trägt. Emily, die bereits in jungen Jahren ihre Eltern durch einen tragischen Autounfall verloren hatte, und in eine Anstalt eingewiesen worden war, entwickelte aufgrund ihrer psychischen Erkrankung übersinnliche Fähigkeiten und kann seitdem Schwingungen und Bilder von Verstorbenen wahrnehmen.

Emily ist sich sicher, dass sie den Spuren, die ihr von der geisterhaften Marie gelegt werden, folgen muss, auch wenn sich ihre Angst verstärkt, dass ihre frühere psychische Instabilität zurückkehren könnte. Nichtsdestotrotz spürt sie den ehemaligen Geliebten Maries, den inzwischen über 60-jährigen Paul Hamlin auf, dem seinerzeit der Prozess gemacht worden war. Er wurde zwar freigesprochen, muss aber damit leben, dass weiterhin ein Verdacht auf ihm liegt und er nur Glück gehabt habe, dass Maries Leiche nie gefunden worden sei. Als Emily den sehr zurückgezogen lebenden und inzwischen schwerkranken Paul sieht, wird ihr klar, warum Maries Geist ausgerechnet sie aufgesucht hat. Ein von Marie gemaltes Bild, das von John Hytner übermalt worden ist, bringt Emily nicht nur auf die richtige Spur, sondern auch in Todesgefahr. Tatsächlich ist Billys Vater John am Tod der jungen Frau schuld. Er hatte sich Ende der 1960er-Jahre in die bildhübsche Frau verliebt, die ihn aber darauf hinwies, dass sie verlobt sei und ihm nicht mehr als Freundschaft schenken könne. John rastete daraufhin aus, was Maries Tod zur Folge hatte. Billys Mutter Beth wusste, dass er eigentlich Marie hatte haben wollen und nicht sie. Es war der Beginn ihrer Alkoholsucht.

Als Emily und Billy Paul die Nachricht überbringen wollen, erhalten sie von seiner Ärztin die traurige Nachricht, dass er vor einer halben Stunde gestorben sei.

Produktion

Synchronisation

Der Film wurde durch die Synchronfirma MME Studios GmbH, Berlin, synchronisiert. Für das Dialogbuch trug Thomas Maria Lehmann die Verantwortung, für die Dialogregie zeichnete Clemens Frohmann verantwortlich.[3]

Figur Darsteller Deutscher Sprecher
Emily Parker Anne Heche Ulrike Stürzbecher
Beth Hytner Kathleen Quinlan Marianne Groß
Jeanie Eva Longoria Anna Carlsson
John Hytner David Andrews Erich Räuker
Liz Kate Jennings Grant Claudia Urbschat-Mingues
Billy Hytner Jonathan LaPaglia Boris Tessmann

Produktionsnotizen, Dreharbeiten

Produziert wurde der Film von Barbara Lieberman Productions, Granada Entertainment und Robert Greenwald Productions. In Deutschland wurde er von Euro-Video vertrieben.

Der Film wurde in New Orleans im Bundesstaat Louisiana gedreht.[4] Im Film erklingt der brasilianische Titel Quando os Mortos Falam (Wenn die Toten sprechen).

Veröffentlichung

Die Erstveröffentlichung des Films fand am 24. Oktober 2004 in den Vereinigten Staaten statt. In Spanien und in Italien wurde der Film erstmals 2005 veröffentlicht, in Japan 2006, in Ungarn und Finnland 2007 und in den Niederlanden und in Island 2008. Veröffentlicht wurde der Film zudem in Brasilien, Kanada, Frankreich, Griechenland, Polen und in Russland. In Deutschland wurde der Film auf DVD unter sowohl unter dem Titel The Dead Will Tell – Tödliche Liebe als auch unter dem Titel Tödliche Liebe – Das Geheimnis von Avalon. Am 24. November 2005 gab die EuroVideo Medien GmbH den Film mit einer deutschen Tonspur auf Video heraus.[2]

Rezeption

Kritik

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei ein „mysteriöser Geisterkrimi vor der reizvollen Kulisse von New Orleans mit etlichen Längen“. Die Handlung sei „leicht durchschaubar“; man würde sie „ohne sonderliche Überraschungen“ darbieten.[5]

Das Fernsehmagazin Prisma nennt das Werk einen „atmosphärischen Mystery-Thriller“.[6]

Tommy Söderberg schrieb auf der Seite Fanatisk, dieser Fernsehfilm sei qualitativ relativ hochwertig und nur wenige Details ließen seine weniger schmeichelhafte Entstehungsgeschichte erahnen. Dazu gehöre beispielsweise der häufige Einsatz von Ein- und Ausblendungen, was ein gängiges Mittel sei, um dieser Art von Produktion zwischen den Szenen zu wechseln. Auch die etwas schwache Umsetzung der Geschichte könne darauf zurückgeführt werden. Anne Heche spiele die Titelrolle hervorragend und agiere genau richtig: verzweifelt darauf bedacht, die Wahrheit herauszufinden. Es herrsche stets ein Gleichgewicht zwischen dem Wunsch, das Rätsel zu lösen, und der Beziehung Annes zu Billy. Der Film strotze zwar nicht vor Originalität, wirke aber definitiv frischer als das, womit viele andere Schauspieler arbeiten müssten. Eine Rolle spiele sicher auch, dass Anne Heche an der Produktion beteiligt sei. Erwähnenswert seien außerdem Kathleen Quinlan, Eva Longoria und Chris Sarandon. Der Film biete anderthalb Stunden gute Unterhaltung.[7]

Robert Hood befasste sich auf seiner Seite mit dem Film und meinte, es sei eine unprätentiöse Geistergeschichte, die zwar keine neuen Wege beschreite, aber dank Heches exzellenter Leistung, eines straffen, zurückhaltenden Drehbuchs und einer Kameraführung, die eine markante Farbpalette und kontrastreiche Beleuchtung gekonnt einsetze (ganz zu schweigen von den wunderschönen Schauplätzen in New Orleans) überzeuge. Ein Ensemble mit Schauspielern wie Chris Sarandon, Jonathan LaPaglia und Kathleen Quinlan – die allesamt gute Arbeit leisten würden – verleihe dem Film beachtliche Glaubwürdigkeit; und Kays Regie erzeuge trotz des Fokus der Geschichte auf Dramatik statt auf Nervenkitzel wirkungsvolle Gänsehautmomente. Obwohl der Film fürs Fernsehen produziert worden sei, wirke er nie unangenehm eingeschränkt oder billig und binde sein Publikum mühelos in die eigentlich alltäglichen Ereignisse ein, sodass diese frisch wirkten.[8]

Auf der Seite Nightmare Horrormovies hieß es, dieser Film von Regisseur Stephen T. Kay sei ein „Riesenlangweiler“ für das Fernsehprogramm, wobei man vielleicht „vom Ablauf her einen mäßigen Thriller gesehen haben könnte“, ein „paar wenige menschliche Geistererscheinungen, die an The Ring“ erinnern, ließen den Film dann doch „eher in die Gruselecke driften“, in diesem Genre versage das Werk aber komplett. Zum einen seien dafür die Dialoge „unter den blass spielenden Darstellern wie Anne Heche viel zu ausgeprägt“ und die drei Gruselszenen verteilten sich „zu breit gefächert“ und seien „recht kurz“. Anne Heche als Emily Parks sei „nervig“ und wirke „unnahbar“. Am unpassendsten sei allerdings die sehr helle und saubere Kulisse, in der „von Finsternis nicht einmal ansatzweise eine Spur“ vorhanden sei. Somit sei dieser Thriller mit Geistererscheinungen „ein totaler Flop“, über den man „nichts Positives“ sagen könne.[9]

TV Spielfilm gab dem Film für Action und Erotik einen und für Spannung zwei von drei möglichen Punkten und stellte fest: „Regisseur Stephen T. Kay (‚Get Carter – Die Wahrheit tut weh‘) setzt die verhuscht spielende Anne Heche als klassisches ‚Fräulein in Nöten‘ in Szene. Streckenweise erinnert der putzig-altmodische New-Orleans-Grusler an ‚Der verbotene Schlüssel‘ mit Kate Hudson. TV-Grusel mit Anne Heche.“ Fazit: „Stilvoll gefilmtes Südstaaten-Schauerstück.“[10]

Auszeichnungen

  • Der Film selbst wurde 2005 in der Kategorie „Beste Fernsehpräsentation“ für den Saturn Award nominiert.
  • Anne Heche wurde 2005 für und mit dem Film in der Kategorie „Bester Fernsehfilm“ für den Saturn Award nominiert.[11]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für The Dead Will Tell. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, September 2005 (PDF; Prüf­nummer: 103 693 DVD).
  2. a b The Dead Will Tell …Wenn die Toten zu Dir sprechen! Abb. DVD-Hülle EuroVideo.
  3. Tödliche Liebe – Das Geheimnis von Avalon in der Deutschen Synchronkartei
  4. Filming locations für The Dead Will Tell in der IMDb (englisch). Abgerufen am 24. Juli 2007.
  5. The Dead Will Tell. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 23. November 2025.
  6. The Dead Will Tell. In: prisma. Abgerufen am 23. November 2025.
  7. Tommy Söderberg: The Dead Will Tell – 2004 – Den övergår aldrig till att bli riktigt övernaturlig! fanatiskfilm.blogspot.com (schwedisch). Abgerufen am 23. November 2025.
  8. Robert Hood: The Dead Will Tell roberthood.net (englisch), 21. Oktober 2007. Abgerufen am 23. November 2025.
  9. The Dead Will Tell …Wenn die Toten zu dir sprechen nightmare-horrormovies.de, 19. April 2009. Abgerufen am 23. November 2025.
  10. The Dead Will Tell. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 23. November 2025.
  11. The Dead Will Tell – Tödliche Liebe – Awards. Internet Movie Database, abgerufen am 1. Juni 2016.