Strauchiger Gamander
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Strauchiger Gamander (Teucrium fruticans) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Teucrium fruticans | ||||||||||||
| L. |
Der Strauchige Gamander (Teucrium fruticans) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gamander (Teucrium) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Beschreibung
Der Strauchige Gamander ist ein immergrüner Strauch mit einer Wuchshöhe von bis zu 2,5 m. Die Zweige sind vierkantig und weißfilzig behaart. Die Laubblätter sind lanzettlich bis eiförmig, ganzrandig, flach und kurz gestielt. Die Unterseite ist weiß oder rötlich filzig behaart, die Oberseite ist dünn filzig behaart und verkahlt oftmals und wird glänzend.
Der Blütenstand besteht aus Scheinquirlen aus zwei Blüten, die in der Achsel laubblattartiger Tragblätter sitzen. Der Kelch ist kurz glockenförmig, auf der Außenseite weißlich filzig behaart und auf der Innenseite unbehaart. Die Krone ist 15 bis 25 mm lang und blau oder lila gefärbt. Die Staubblätter ragen weit über aus der Krone hinaus.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.[1]
Vorkommen
Die Art ist im westlichen Mittelmeergebiet verbreitet und kommt auch in Portugal und auf den Adria-Inseln Dalmatiens vor. Sie wächst an trockenen, sonnigen Standorten. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Portugal, Spanien, Frankreich, Sardinien, Korsika, Italien, Sizilien und das frühere Jugoslawien.[2]
Taxonomie
Der Strauchige Gamander wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 2 Seite 563 als Teucrium fruticans erstbeschrieben. Das Epitheton "fruticans", das "strauchig" bedeutet, hatte Linné von Charles de l’Écluse (1526–1609) übernommen. Synonyme sind Teucrium latifolium L., Teucrium fruticans subsp. latifolium (L.) Arcang. und Teucrium fruticans subsp. prostratum Gattef. & Maire.[3]
Nutzung
Der Strauchige Gamander wird als Tierfutter, als Zierpflanze und auch als Heilpflanze genutzt.[3] Unter den Zierpflanzen gibt es die Sorten 'Azureum' und 'Compactum'.[4]
Literatur
- T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae. Cambridge University Press, Cambridge 1972, ISBN 0-521-08489-X, S. 130 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos Mittelmeerflora. Über 1600 Arten und 1600 Fotos (= KosmosNaturführer). Franckh-Kosmos, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, S. 266.
Einzelnachweise
- ↑ Teucrium fruticans bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
- ↑ Rafaël Govaerts (Hrsg.): Teucrium - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 20. Januar 2018.
- ↑ a b Teucrium fruticans. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 28. September 2025.
- ↑ Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7. S. 1776.
Weblinks
- Teucrium fruticans L. (Strauchiger Gamander) in: Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora. Photo-Bestimmungsschlüssel zur Bestimmung der höheren Pflanzen des Mittelmeer- und Alpenraumes.