Teodossi Daskalow

Teodossi Petrow Daskalow (bulgarisch Теодоси Петров Даскалов; * 2. September 1888 in Gorsko Slivovo, Letniza, Fürstentum Bulgarien; † 1. Februar 1945 in Sofia, Volksrepublik Bulgarien) war ein Offizier im Königreich Bulgarien, der unter anderem zwischen 1936 und 1941 Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte und 1941 kurzzeitig Chef des Generalstabes der Streitkräfte war und 1942 zum General der Infanterie befördert wurde.

Leben

Teodossi Petrow Daskalow war ein Enkel des Schriftstellers und Revolutionärs Batscho Kiro[1] und absolvierte eine Offiziersausbildung an der Militärschule Seiner Majästet. Er wurde nach deren Abschluss am 15. August 1907 zum Leutnant sowie am 4. August 1910 zum Oberleutnant befördert und diente in verschiedenen Einheiten der Artillerie. Er nahm 1912 und 1913 an den Balkankriegen sowie am Ersten Weltkrieg teil, in deren Verlauf am 1. November 1918 seine Beförderung zum Hauptmann sowie 1918 zum Major erfolgte. Nach Kriegsende fand er in der Zwischenkriegszeit zahlreiche Verwendungen als Offizier und Stabsoffizier, wurde am 3. Oktober 1928 zum Oberstleutnant befördert und war 1929 Chef des Stabes der 4. Division. Während er zwischen 1929 und 1930 Kommandeur des 5. Artillerieregiments war, wurde er am 30. Januar 1930 zum Oberst befördert und unterrichtete zwischen 1930 und 1931 als Ausbilder an der Militärschule Seiner Majästet, an der er von 1931 und 1932 als Klasseninspektor fungierte. Er war zwischen 1932 und 1934 als Militärattaché an der Botschaft im Königreich Italien sowie im Anschluss von 1934 bis 1935 Chef des Stabes des 3. Armeebezirks.

Daskalow fungierte zwischen 1935 und 1936 als Kommandeur der 5. Division und war nach seiner Beförderung zum Generalmajor am 6. Mai 1936 zwischen 1936 und dem 24. Januar 1938 Kommandeur des 4. Armeebezirks. Am 24. Januar 1938 wurde er als Nachfolger von Christo Lukow als Kriegsminister in das Kabinett von Ministerpräsident Georgi Kjosseiwanow[2] berufen und bekleidete dieses Ministeramt vom 16. Februar 1940 bis zum 11. April 1942 auch im Kabinett von Ministerpräsident Bogdan Filow,[3] woraufhin Generalleutnant Nikola Mihow[4] seine Nachfolge antrat. Während seiner Amtszeit als Minister wurde er am 6. Mai 1939 zum Generalleutnant sowie bei seinem Eintritt in den Ruhestand am 11. April 1942 zum General der Infanterie befördert. Er wurde am 1. Februar 1945 vom kommunistischen Regime hingerichtet, nachdem ein Todesurteil vom sogenannten Volksgerichtshof verhängt worden war.

Einzelnachweise

  1. Bacho Kiro. Prabook, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
  2. Kyoseivanov, Georgi (Ivanov). rulers.org, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
  3. Filov, Bogdan (Dimitrov). rulers.org, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
  4. The Generals of WWII: Mihov, Nikola Mihailov. generals.dk, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).