Taurus-Weißzahnspitzmaus
| Taurus-Spitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crocidura arispa | ||||||||||||
| Spitzenberger, 1971 |
Die Taurus-Weißzahnspitzmaus (Crocidura arispa) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen in Vorderasien verbreitetes Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse. Die Populationen galten zeitweilig als Unterart der Hellgrauen Weißzahnspitzmaus (Crocidura pergrisea) oder als Synonym der Kleinen Felsen-Weißzahnspitzmaus (Crocidura serezkyensis).[1][2] Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung des Ortes Madenköy in der türkischen Provinz Niğde im Taurusgebirge.[3]
Merkmale
Die grazile Taurus-Weißzahnspitzmaus ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 57 bis 75 mm und einer Schwanzlänge von 43 bis 54 mm für ihre Gattung mittelgroß. Ein Exemplar wog 9 g. Die Grenze zwischen dem graubraunen Fell der Oberseite und dem hellgrauen Fell der Flanken und der Unterseite ist recht deutlich. Zusätzlich ist bei erwachsenen Tieren eine deutliche gelbe Tönung unterseits vorhanden. Bei den meisten Populationen ist der Schwanz weißlich und selten oberseits dunkel und unterseits hell. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 22 Chromosomen. Auch bezüglich der Autosomen gab es bei den untersuchten Weibchen Unterschiede zu anderen Gattungsmitgliedern.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Neben der schon genannten Population lebt eine weitere auf der Halbinsel westlich von Antalya. Kurz vor 2018 wurden Exemplare der Art in der Autonomen Republik Nachitschewan in Aserbaidschan entdeckt. In der Region könnte sie auch Armenien erreichen. Als Habitat dienen felsige Landschaften an der Baumgrenze, wo Felsspalten Schutz vor der Sonneneinstrahlung bieten. Diese Spitzmaus hält sich auf dem Boden auf.[2][1]
Zu Aktivitätszeiten, zur Nahrung, zum sozialen Verhalten und zur Fortpflanzung ist nichts bekannt.[2]
Gefährdung
Für die Art sind keine Bedrohungen erkennbar. Mindestens eine Population lebt in einem Schutzgebiet. Die IUCN listet die Taurus-Weißzahnspitzmaus als nicht gefährdet (least concern).[1] Das Vorkommen in Aserbaidschan war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Crocidura arispa in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2019. Eingestellt von: Hutterer, R., Amori, G. & Kryštufek, B., 2016. Abgerufen am 24. Dezember 2025.
- ↑ a b c d Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8 - Insectivores. Lynx Edicions, 2018, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 505–506 (englisch, Crocidura arispa).
- ↑ Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Crocidura arispa).