Tatort: Im Fadenkreuz
| Folge 130 der Reihe Tatort | |
| Titel | Im Fadenkreuz |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 87 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Bayerischer Rundfunk |
| Regie | Thomas Engel |
| Drehbuch | Peter Hemmer |
| Musik | Klaus Doldinger |
| Kamera | Peter Barthel |
| Schnitt |
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| Premiere | 15. Nov. 1981 auf ARD |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Im Fadenkreuz ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk produzierte Beitrag wurde am 15. November 1981 im Ersten Programm der ARD erstgesendet. Er ist der erste Einsatz von Kommissar Lenz, gespielt von Helmut Fischer.
Handlung
Bei einer Routinekontrolle auf dem Hauptbahnhof München trifft ein junger Mann im Restaurant auf eine Streife der Bahnpolizei. Er läuft weg und lässt unbemerkt einen Schließfach-Schlüssel unter einem Passbild-Automaten verschwinden. Um zu entkommen, steigt er in ein Taxi und bedroht den Fahrer mit einer Pistole. Andere Taxis folgen dem Wagen. Als sie ihn in Westend stellen, bedroht der Mann die Taxifahrer mit seiner Waffe. Er versucht zu fliehen, wird aber von einem Polizeibeamten der mittlerweile eingetroffenen Streife angeschossen. Da in solchen Fällen die Mordkommission auch gegen die eigenen Beamten ermitteln muss, wird Kommissar Ludwig Lenz verständigt. Bei der Überprüfung der Personalien des Angeschossenen stellt sich heraus, dass es sich um Theo Scholz handelt, der bei der Polizei kein Unbekannter ist. Einer zu verbüßenden Haftstrafe hatte er sich durch Flucht entzogen. Möglicherweise war das auch das Motiv seines Verhaltens.
Am nächsten Morgen beantragt Rechtsanwalt Overdiek, der Anwalt von Scholz, beim Staatsanwalt er Akteneinsicht und Besuchserlaubnis. Luigi Spagnola findet im Bahnhof den Schließfach-Schlüssel und öffnet das Fach. Darin befindet sich ein mit 1000-Mark-Scheinen gefüllter Aktenkoffer, den Spagnola in einem anderen Schließfach unterbringt. Den ursprünglich gefundenen Schlüssel legt er zurück, wo er ihn gefunden hatte.
Bei einer Kiesgrube wird der Fahrer des Taxis, das Scholz gekapert hatte, tot in seinem Wagen aufgefunden. Für Lenz hat es den Eindruck, dass es nach Raubmord aussehen soll, aber er vermutet einen Zusammenhang mit den Ereignissen am Vortag. Da Scholz noch nicht vernehmungsfähig ist, befragt Lenz dessen Rechtsanwalt Overdiek, da dieser als einziger Außenstehender Zugang zu den Ermittlungsakten hatte und nur dort der Name des Taxifahrers als Zeuge genannt wurde. Overdiek gibt sich Lenz gegenüber unwissend. Er werde aber von einem Unbekannten bedroht, der ihn beauftragt hat, mit Scholz Kontakt aufzunehmen. Scholz habe ihm gesagt, dass er etwas in einem Schließfach auf dem Bahnhof versteckt habe. Den Schlüssel habe er auf der Flucht bei einem Automaten versteckt.
Kriminalpolizist Faltermeier findet den Schlüssel beim Passbild-Automaten. Die Polizei sperrt den Schließfachraum und öffnet das Gepäckfach – es ist leer. Spagnola hat inzwischen dem gefundenen Koffer einen 1000-Mark-Schein entnommen und will damit für Freunde eine Kneipenrechnung bezahlen. Er fällt einer eintreffenden Polizeistreife auf und wird festgenommen. Dadurch kommen die Ermittler an den Schlüssel zum gesuchten Schließfach und beschlagnahmen den Koffer mit dem Geld. Es stammt offensichtlich aus einem Überfall. Anscheinend sollte Scholz das Geld in die Schweiz bringen. Dorthin war er wohl unterwegs, als er am Hauptbahnhof in die Polizeikontrolle geriet.
Damit kommt die Suche auf die Hintermänner des Überfalls in Gang. Der vermeintliche Mitwisser Rechtsanwalt Overdiek wird von der Bande durch Drohanrufe unter Druck gesetzt. Overdiek hat Angst um die Sicherheit seiner Familie. Die Polizei baut nun ein Täuschungsmanöver auf: Kommissar Lenz gibt sich als Taxifahrer aus, der den Geldkoffer hat und im Safe einer Bank deponiert hat. Bei dem Versuch, die Beute zurückzubekommen, gehen die Ganoven sehr geschickt vor. Trotzdem können sie am Ende festgenommen werden.
Hintergrund
Der Film wurde von Mai bis Juni 1981 in München und Umgebung gedreht.[2]
Kommissar Ludwig Lenz übernimmt in dieser Folge die Kommissarenstelle von Hauptkommissar Veigl (Gustl Bayrhammer), der sich im April 1981 mit dem München-Tatort Usambaraveilchen in den Ruhestand verabschiedet hatte. Bisher war er der Assistent, der dem Kriminalrat Schubert nun beweisen möchte, dass er der neuen Aufgabe gewachsen ist. Lenz ermittelte in den Jahren 1981 bis 1987 in insgesamt sieben Fällen.[3]
Ludwig Lenz hat in dieser Folge plötzlich den Dienstrang eines Kriminalhauptkommissar, dem zweithöchsten Rang im gehobenen Dienst, während er in der vorherigen Folge noch Kriminalhauptmeister gewesen war, der höchsten Rangstufe im mittleren Dienst. Mit dem Weggang des Kriminalhauptkommissars Veigl hat Lenz also nicht nur die Laufbahngruppe gewechselt, sondern sogleich auch noch zwei Dienstgrade übersprungen.
Rezeption
Einschaltquoten
Die Erstausstrahlung von Im Fadenkreuz am 15. November 1981 wurde in Deutschland von 22,22 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 57,0 Prozent für Das Erste.[2]
Kritik
Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm loben diesen Film: „Mit Schmäh und Charme löst Fischer seinen ersten Fall als Hauptkommissar.“ Fazit: „Routinekrimi mit bayrischer Urwüchsigkeit.“[4]
Weblinks
- Tatort: Im Fadenkreuz bei IMDb
- Im Fadenkreuz auf den Internetseiten der ARD
- Im Fadenkreuz bei Tatort-Fans.de
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Tatort: Im Fadenkreuz. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2009 (PDF; Prüfnummer: 118 989 V).
- ↑ a b Im Fadenkreuz bei tatort-fans.de, abgerufen am 26. März 2015.
- ↑ Tatort 161: Heißer Schnee bei tatort-fans.de, abgerufen am 26. März 2015.
- ↑ Tatort: Im Fadenkreuz. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 6. Januar 2022.