Tatjana Leonidowna Weschkurowa (russisch Татьяна Леонидовна Вешкурова; * 23. September 1981 in Perm) ist eine russische Leichtathletin. Sie war Staffeleuropameisterin 2006.
Leben
Tatjana Weschkurowa hatte bei den russischen Meisterschaften 2006 im 400-Meter-Lauf gegen Swetlana Pospelowa verloren. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg war Weschkurowa die stärkste Russin und gewann in 50,15 s die Silbermedaille hinter der Bulgarin Wanja Stambolowa, die in diesem Rennen in 49,85 s als einzige unter der 50-Sekunden-Grenze blieb. Die russische 4-mal-400-Meter-Staffel in der Besetzung Swetlana Pospelowa, Natalja Iwanowa, Olga Saizewa und Tatjana Weschkurowa siegte in 3:25,12 min vor den Staffeln aus Belarus und Polen.
2007 lief Weschkurowa bei den Halleneuropameisterschaften in Birmingham in 51,96 s auf den fünften Platz. In der Freiluftsaison verpasste sie bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka in 50,71 s den Finaleinzug im Einzelwettbewerb. Im Staffelwettbewerb gewann die Mannschaft aus den USA vor den jeweils Landesrekord laufenden Staffeln aus Jamaika und dem Vereinigten Königreich. In 3:20,25 min belegte die russische Staffel mit Ljudmila Litwinowa, Natalja Nasarowa, Tatjana Weschkurowa und Natalja Antjuch den vierten Platz.
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann Weschkurowa mit der russischen Staffel in 3:23,71 min den ersten Vorlauf. Im Finale wurde sie nicht eingesetzt; da ihre Mannschaftskameradinnen im Finale den zweiten Platz hinter der US-Staffel belegten, erhielt auch Weschkurowa für ihren Vorlaufeinsatz die olympische Silbermedaille, welche nachträglich annulert wurde.
Im März 2013 gewann sie bei den Halleneuropameisterschaften im schwedischen Göteborg die Silbermedaille in der 4-mal-400-Meter-Staffel.
Bei einer Körpergröße von 1,75 m beträgt ihr Wettkampfgewicht 64 kg.
Bestzeiten
- Freiluft
- 200 Meter: 22,92 s (2. August 2008 in Irkutsk)
- 400 Meter: 49,99 s (16. Juli 2006 in Tula)
- Halle
- 200 Meter: 23,58 s (24. Januar 2006 in Moskau)
- 400 Meter: 51,07 s (27. Februar 2006 in Moskau)
Weblinks
1991: Deutschland GER Seuser, Schreiter, Hesselbarth, Breuer
1993: Jamaika JAM Hemmings, Grant, Rattray-Williams, Richards
1995: Russland RUS Tschebykina, Rusina, Kulikowa, Gontscharenko
1997: Russland RUS Tschebykina, Gontscharenko, Kotljarowa, Alexejewa, Scharowa*, Bachwalowa*
1999: Russland RUS Tschebykina, Gontscharenko, Kotljarowa, Nasarowa
2001: Russland RUS Julija Nossowa, Sykina, Sotnikowa, Kotljarowa
2003: Russland RUS Antjuch, Petschonkina, Sykina, Nasarowa
2004: Russland RUS Forschewa, Kotljarowa, Lewina, Nasarowa, Sykina*, Antjuch*
2006: Russland RUS Lewina, Nasarowa, Forschewa, Antjuch, Guschtschina*, Weschkurowa*
2008: Russland RUS Guschtschina, Lewina, Nasarowa, Sykina
2010: Vereinigte Staaten USA Dunn, Trotter, Hastings, Felix
2012: Vereinigtes Konigreich GBR Cox, Sanders, Ohuruogu, Shakes-Drayton
2014: Vereinigte Staaten USA Hastings, Atkins, McCorory, Tate, Hayes*, Hargrove*
2016: Vereinigte Staaten USA Hastings, Hayes, Okolo, Spencer
2018: Vereinigte Staaten USA Hayes, Moline, Wimbley, Okolo, Atkins*, Rogers*
2022: Jamaika JAM Bromfield, Russell, McGregor, McPherson, James*
2024: Niederlande NED Klaver, Peeters, de Witte, Bol, van der Schoot*, Saalberg*
2025: Vereinigte Staaten USA Hayes, Lear, Effiong, Holmes
* Einsatz im Vorlauf
1969: Vereinigtes Konigreich GBR Stirling, Lowe, Simpson, Board
1971: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Kühne, Lohse, Seidler, Zehrt
1974: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Rohde, Dietsch, Handt, Streidt
1978: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Marquardt, Krug, Brehmer, Koch
1982: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Emmelmann, Busch, Rübsam, Koch
1986: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Emmelmann, Busch, Müller, Koch
1990: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Derr, Hesselbarth, Schersing, Breuer
1994: Frankreich FRA Landre, Dorsile, Élien, Pérec, Scholent*
1998: Deutschland GER Feller, Rohländer, Rieger, Breuer, Knippel*, Breu*
2002: Deutschland GER Ekpo-Umoh, Rockmeier, Marx, Breuer, Kette*
2006: Russland RUS Pospelowa, Iwanowa, Saizewa, Weschkurowa, Migunowa*, Firowa*
2010: Deutschland GER Kohlmann, Cremer, Lindenberg, Hoffmann, Richards*
2012: Ukraine UKR Olischewska, Semljak, Pyhyda, Lohwynenko, Prystupa*
2014: Frankreich FRA Gayot, Hurtis, Raharolahy, Gueï, Perrossier*, Anacharsis*
2016: Vereinigtes Konigreich GBR Diamond, Onuora, Doyle, Bundy-Davies, Adeoye*, Massey*
2018: Polen POL Hołub-Kowalik, Baumgart-Witan, Wyciszkiewicz, Święty-Ersetic, Kaczmarek*, Dąbrowska*
2022: Niederlande NED Saalberg, Klaver, de Witte, Bol, Bouma*, de Witte*
2024: Niederlande NED Klaver, Peeters, de Witte, Bol, Saalberg*, van de Wiel*, van der Schoot*
* Einsatz im Vorlauf