Takasakigarten

Der Takasakigarten ist ein etwa 600 Quadratmeter großer japanischer Garten im Kurpark Oberlaa.

Geschichte

Der japanische Garten wurde anlässlich der Internationalen Gartenschau 1974 nach Plänen des japanischen Gartenarchitekten Kunsaku Nakame[1] errichtet. Nach Umwandlung der Gartenschau in einen Kurpark verschwand der Garten jedoch.[2][3] 1992 wurde der Garten „als Beitrag des kulturellen Austausches zwischen Japan und Österreich nach Plänen von Ikeda Tadashi[1] wiederhergestellt“ und ist somit einer der letzten erhaltenen Nationalbeiträge der WiG 74.

Elemente des Gartens

Wasser

Im Park befindet sich ein etwa 100 m² großer Teich. Er bildet die Form einer Schlange und wird durch eine von Bäumen und Büschen verdeckte Pumpe gespeist. Über den Teich führt eine kleine, begehbare Steinbrücke. In der Nähe der ersten Steinlaterne gibt es einen Brunnen. Dieser ist Dekoration; er eignet sich nicht zum Trinken.

Wege

Im japanischen Garten befindet sich ein etwa 100 Meter langes Wegenetz, welches aus Steinplatten besteht. Die Form des Wegenetzes erinnert an eine Schleife. Von dieser Schleife zweigen zwei kleinere Wege ab: Einerseits ein etwa drei Meter langer zu einer Steinlaterne und ein zweiter, ein Meter langer Weg zu einem Punkt, wo man den nicht begehbaren versteckten Teil des Teiches sehen kann.

Obwohl das Verlassen der Wege verboten ist, gibt es einen dritten von der Schleife abzweigenden Trampelpfad. Dieser führt zur zweiten Steinlaterne und zur Pumpe. Dieser Trampelpfad ermöglicht auch das Umrunden des Parks sowie das Betreten des nicht offiziell zugänglichen Teils des Parks.

Steinlaternen

Im Garten gibt es zwei Steinlaternen: eine erreicht man, wenn man beim Eingang geradeaus geht; die zweite ist nur über einen Trampelpfad zugänglich. Die erste Laterne ist eher hoch und schmal, die zweite eher breit und geräumig.

Pflanzen

Die Bepflanzung soll typischen japanischen Gärten entsprechen. So gibt es neben zahlreichen Arten von Rhododendron, Zwergbambus, Koniferen, immergrünen Sträuchern auch Hartriegel und unter anderem Japanischen Ahorn und Japanische Kirschen sowie Binsen, Farne und schattenliebende immergrüne Bodendecker. Blütenpflanzen wie Hortensien oder Funkien sind, wie in allen japanischen Gärten, eher spärlich vertreten.

Commons: Takasakigarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Verena Kaufmann: Fernöstliche Gartenkunst mitten in Wien, vienna.at, abgerufen am 29. November 2025
  2. Luisa Lutter: Japanische Gärten in Wien, die du besuchen solltest. In: 1000things. 3. Juli 2022, abgerufen am 29. November 2025 (deutsch).
  3. Wien - Takasakipark. Abgerufen am 29. November 2025.

Koordinaten: 48° 8′ 44″ N, 16° 24′ 20″ O