Takada Nahoko

Takada Nahoko (japanisch 高田 なほ子, bürgerlicher Name: Watanabe Nahoko 渡辺なほ子; geboren 18. Januar 1905 in Fukushima-chō (heute: Fukushima Präfektur Fukushima); gestorben 19. Mai 1991) war eine japanische Politikerin, Gewerkschafterin, Friedensaktivistin und Pädagogin. Sie saß für die Sozialistische Partei Japans (SPJ) von 1950 bis 1964 im japanischen Parlament.[1]

Leben und Wirken

Nahoko wurde 1905 als dritte Tochter des Richters Akira Watanabe und dessen Frau Toyo in Fukushima geboren. Sie besuchte die Mädchenoberschule Fukushima, schloss danach 1922 die Pädagogische Hochschule Fukushima (福島師範学校) ab und begann als Volksschullehrerin zu arbeiten.[1] 1924 wechselte sie zu einer Grundschule in Tokio.

Unmittelbar nach der Gründung 1945 tritt Nahoko der der Sozialistische Partei bei und einen Monat später auch der „Gewerkschaft für Erziehung und Bildung Tokio“ (東京都教育労働組合). 1947 wurde sie in die Kommunalversammlung Shinagawa gewählt[1], trat der neu gegründeten Japanischen Lehrergewerkschaft bei und wurde dort Leiterin der Frauenabteilung. Im Mai 1950 wurde Nahoko bei der Sangiin-Wahl 1950 gewählt und bei der Sangiin-Wahl 1956 wiedergewählt.[2] In dieser Zeit war sie Vorsitzende des Rechtsausschusses (法務委員会) und setzte sich für das Anti-Prostitutionsgesetz ein. 1956 formierte sich nach dem Besuch einer russischen Delegation „Russisch-japanische Seminar“ (日ソ連人セミナー) ein Austausch, der von Nahoko geleitet wurde.[1]

Nach ihrer Tätigkeit im Sangiin war Nahoko als Vorsitzende des „Japan Woman's Council“ (heute: „I-Frauenkonferenz“ I女性会議), außerdem war sie als Vorsitzende des Exekutivkommitees der SDJ, als Vorsitzende des Rats für die Pension von weiblichen Lehrkräften und dem Bildungsausschuss Shinagawa tätig. Sie engagierte sich zeilebens in verschiedenen Frauenorganisationen für ein Verbot von Nuklearwaffen.[1] Sie war eine der Repräsentantinnen des Japanischen Mütterkongresses, bei der Internationalen Demokratischen Frauenföderation 1955.[1] Für ihrer vielfältigen Leistungen und Verdienste wurde Nahoko 1975 mit dem Orden des Heiligen Schatzes 2. Verdienstklasse ausgezeichnet. Nahoko starb 1991 im Alter von 86 Jahren. Am Todestag wurde sie mit dem 4. Hofrang geehrt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • 高田なほ子. In: 新訂 政治家人名事典 明治~昭和 bei kotobank.jp. Abgerufen am 9. Januar 2026 (japanisch).

Einzelnachweise

  1. a b c d e f 高田なほ子. In: 新訂 政治家人名事典 明治~昭和 bei kotobank.jp. Abgerufen am 9. Januar 2026 (japanisch).
  2. 高田なほ子 参議院議員 基本情報と活動実績. 国会議員白書 International, abgerufen am 9. Januar 2026 (japanisch).