TVV 4–6

TVV / TEVD 4–6
ČSD-Baureihe EMU 48.0
Einsatz im Jahr 1934 (Ort unbekannt)
Nummerierung: 4–6
EMU 48.0001-0003
Anzahl: 3
Hersteller: mech. Ganz & Co. Budapest
elektrisch SSW Budapest
Baujahr(e): 1911–12
Ausmusterung: 1972
Achsformel: Bo´Bo´
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Länge über Kupplung: 15.300 mm
Drehgestellachsstand: 2.000 mm
Gesamtradstand: 11.500 mm
Leermasse: 26 t
Dienstmasse: 29,3 t
Reibungsmasse: 29,3 t
Radsatzfahrmasse: etwa 8 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Stundenleistung: 180 kW
Dauerleistung: 160 kW
Treibraddurchmesser: 875 mm
Stromsystem: 1,5 kV Gleichspannung
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Sitzplätze: 48
Klassen: 2.
Besonderheiten: pneumatische Traktionsbremse

Die Fahrzeuge mit den Nummern 4–6 waren meterspurige elektrische Triebwagen der Tátrai helyiérdekű Villamos Vasútak (T.V.V.), slowakisch ab 1922: Tatranská elektrická vicinálna dráha (TEVD) für deren Streckennetz in der Hohen Tatra. Nach der Verstaatlichung der TEVD im 1948 kamen die drei Wagen noch zur ČSD. Bis 1972 wurden sie ausgemustert.

Geschichte

Zur Erstausstattung der Verlängerung der elektrischen Tatrabahn gehörten diese drei Fahrzeuge, die wie die EMU 25.0 bis EMU 28.0 von Ganz & Co. und den Siemens-Schuckertwerken in Budapest geliefert wurden.

Im Gegensatz zu den zweimotorigen Fahrzeugen waren sie auf der Strecke Starý Smokovec–Štrbské Pleso eingesetzt und versahen den Dienst über Jahrzehnte hinweg.

Die Lieferung der Reihe EMU 49.0 führte zur Modernisierung der Fahrzeuge, da gleichzeitig die Transportleistungen in den 1950er Jahren wieder stark anstiegen.

Erst durch die Lieferung der Reihe EMU 89.0 konnte auf die Fahrzeuge verzichtet werden. Sie wurden nach 1969 in die Reserve überführt. Die letzten Jahre waren sie speziell auf der Strecke Starý Smokovec–Tatranská Lomnica im Einsatz. Die Ausmusterungs der Fahrzeuge erfolgte am 27. Dezember 1972.

Museal blieb kein Wagen erhalten.

Technische Merkmale

Die Fahrzeuge waren vierachsig. Die Motoren hatten die gleiche Leistung wie die zweiachsigen Fahrzeuge. Die beiden Fahrmotoren im Drehgestell waren ständig in Reihe geschaltet. Bei Serienschaltung der Fahrmotorengruppen hatte das Fahrzeug fünf Fahrstufen (davon eine Sparstufe), bei der Parallelschaltung beider Motorgruppen ebenfalls fünf Fahrstufen.

Die Fahrzeuge waren mit einer selbsttätigen pneumatischen Traktionsbremse und einer elektrischen Widerstandsbremse ausgerüstet.

Siehe auch

Literatur

  • Jindřich Bek, Josef Janata, Jaroslav Veverka: Malý atlas lokomotiv 2. Elektrická a motorová trakce. Nadas-Verlag, Prag 1969.