Szymon Pawłowski (Politiker)

Szymon Jerzy Pawłowski (* 5. Dezember 1978 in Sanok) ist ein polnischer Politiker der LPR. Er gehörte von 2005 bis 2007 dem Sejm in der V. Wahlperiode an.

Leben und Beruf

Pawłowski hat 2002 ein Studium an der Wirtschaftsuniversität Krakau abgeschlossen. Von 2002 bis 2004 war er Vorstandsmitglied der Stiftung „Pomoc Polakom na Wschodzie“. 2004 wurde er Vizepräsident des Fonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in der Woiwodschaft Masowien. Von 2005 bis 2007 war Pawłowski Redakteur der Zeitung Racja Polska. Bis 2009 arbeitete er in der Telewizja Polska.

Pawłowski ist Wojciech Wierzejskis Schwager[1]. Er ist verheiratet[2] und hat eine Tochter und einen Sohn.

Politik

Er ist 1998 der Allpolnischen Jugend beigetreten. Dort war er stellvertretender Vorsitzender in der Woiwodschaft Kleinpolen und Schatzmeister des Hauptvorstandes.

Seit 2001 gehört er der der Liga Polskich Rodzin (LPR) an. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 wurde er Mitglied des Warschauer Stadtrats.[3] Bei der Europawahl 2004 kandidierte er erfolglos.[4] Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde Pawłowski mit 7984 Stimmen aus der Liste der LPR zum Abgeordneten im V. Sejm gewählt[5][2].

Vom 10. Juli bis zum 4. November 2007 war Pawłowski Vorsitzender der parlamentarischen Fraktion der LPR im Sejm. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2007 bekam er 1454 Stimmen. Da die LPR mit nur noch 1,3 % der Stimmen an der 5-%-Hürde scheiterte,[6] verfehlte er den erneuten Einzug in den Sejm.

Kontroverse

Die Zeitung Fakt, die der Axel Springer Polska (eine Tochtergesellschaft des deutschen Axel-Springer-Konzerns) gehört, hat Photos von Bogusław Sobczak und Szymon Pawłowski mit emporgehobenen Händen veröffentlicht und sie als Naziabgeordnete bezeichnet. In einer Mitteilung sah die Liga ein Gerichtsverfahren wegen Verleumdung gegen den Autor des Artikels in den nächsten Tagen vor. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten Pawłowski und Sobczak für inakzeptabel, wenn eine deutsche Boulevardzeitung auf eine so abscheuliche Weise polnische Abgeordnete in Verruf bringt, die der am entschlossensten das polnische nationale Interesse verteidigenden Formation entstammen[7].

Einzelnachweise

  1. Szymon Pawłowski (Memento vom 14. Januar 2008 im Internet Archive), gazeta.pl (22. Oktober 2007)
  2. a b Szymon Pawłowskis Lebenslauf auf der Webseite des Sejm
  3. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  4. Ergebnis in Dziennik Ustaw 2004, Nr. 137, S. 9582.
  5. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  6. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  7. Posłowie LPR zamierzają oskarżyć "Fakt"@1@2Vorlage:Toter Link/wiadomosci.wp.pl (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.