Szklarki
| Szklarki | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Polkowicki | |
| Gmina: | Przemków | |
| Geographische Lage: | 51° 31′ N, 15° 45′ O | |
| Einwohner: | 142 (2011) | |
| Postleitzahl: | 59-170 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DPL | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DK12 | |
Szklarki (deutsch Klein Gläsersdorf) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Przemków im Powiat Polkowicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Geographie
Szklarki liegt im Przemkowski Park Krajobrazowy (Landschaftspark Przemków) an der Nationalstraße DK12 zwischen Piotrowice und rund drei Kilometer vor Przemków (Primkenau).
Geschichte
Klein Gläsersdorf hieß das heutige Szklarki seit dem 17. Jahrhundert, im 14. Jahrhundert wurde es als Gleserdorf urkundlich erwähnt, es zahlte eine Mark Kirchenzins. Es gehörte zum böhmischen Fürstentum Glogau.[1] Der Ort erhielt seinen Namen von einer ehemaligen Glashütte vor Ort, zahlreiche Glasschlackensteine zeugen in den alten Hausmauern von dem mittelalterlichen Gewerbe. Der Preußen König Friedrich II. zog mit seiner Militär-Kolonne am 10. Oktober 1760 nach der siegreichen Schlacht bei Liegnitz über die Österreicher auf dem Marsch nach Sagan durch Klein Gläsersdorf. Die übrigen drei Kolonnen der Preußischen Armee umgingen das Dorf, in den Marschberichten der Armee werden der Lärchenberg (poln. Slupiec) und die Hirschlaufhöhe genannt. 1835 kaufte der Herzog von Schleswig-Holstein das Rittergut Klein Gläsersdorf, zuvor gehörte das Dorf dem Freiherrn Hans Benedict von Block-Bibran auf Modlau.[2] 1898 bis 1921 wurde das Gut mit 348 ha in Parzellen verpachtet. Das Dorf besaß 1935 den Gasthof Zu den drei Linden, eine Schmiede, einen Gemischtwarenladen, eine Zimmermeisterei und eine Zementwarenfabrik. Ein Teil der Einwohner arbeitete als Hüttenarbeiter in Primkenau-Lauterbach. Bis 1945 gehörte der Ort zum Amtsbezirk Primkenau im Kreis Sprottau. In Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort 1945 an Polen und wurde in Szklarki umbenannt.
Dorfzählung von 1913
- Grundfläche: 479,7 ha
- Viehhalter: 27 mit der Haltung von 96 Rindvieh
- Pferde: 13
- Schafe: 386
- Schweine: 61
- Ziegen: 30
Bevölkerungsentwicklung
- 1885: 171 Einwohner
- 1913: 217 Einwohner
- 1944: 230 Einwohner
- 2011: 142 Einwohner[3]
Sehenswürdigkeiten
- Ehemaliger deutscher Friedhof
- Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs
Weblinks
Fußnoten
- ↑ Felix Matuszkiewicz: Sprottauer Gasthöfe und Schankstätten. In: Sprottauer Heimatbrief. Nr. 8, 1956, S. 4.
- ↑ E. Morgenstern: 1869 Jahrbuch des Schlesischen Forstvereins. Hrsg.: Schlesischer Forstverein. E. Morgenstern, Breslau 1870, S. 437.
- ↑ Główny Urząd Statystyczny, Ludność - struktura według ekonomicznych grup wieku. Stan w dniu 31.03.2011 r., abgerufen am 10. Dezember 2025 (xlsx-Datei)