Sven-Georg Adenauer

Sven-Georg Adenauer (* 16. Oktober 1959 in Bonn) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er war von 1999 bis 2025 Landrat des Kreises Gütersloh.

Leben und Wirken

Herkunft und Familie

Sven-Georg Adenauer ist der älteste dreier Söhne des Notars Georg Adenauer (1931–2020), Sohn Konrad Adenauers und dessen Ehefrau Ulla-Britta. Seine Mutter ist Schwedin, weshalb er fließend Schwedisch spricht. Sven-Georg Adenauer ist in zweiter Ehe mit Carola geb. Kietzmann verheiratet. Das Paar hat ein gemeinsames Kind und wohnt in Rheda-Wiedenbrück. Außerdem hat Adenauer drei weitere Kinder aus erster Ehe.

Ausbildung und berufliche Laufbahn

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Abschluss als Volljurist wurde Adenauer 1991 Beamter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dort war er mit der Amtsbezeichnung eines Regierungsdirektors unter anderem Leiter des Referats für Bundesrat, Justiz, Innenpolitik und Verteidigung der Landesvertretung beim Bund tätig sowie als persönlicher Referent der jeweiligen Bevollmächtigten des Landes.

Von Januar bis September 1999 war Adenauer Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion Gütersloh und in beratender Funktion für eine Anwaltskanzlei tätig. Ab Oktober 1999 war er direkt gewählter Landrat des Kreises Gütersloh, im September 2004 mit 55,8 %, im August 2009 mit 56,7 %[1], im Mai 2014 mit 61,7 %[2] und im September 2020 mit 54,4 % der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.[3] Bei der Landratswahl 2025 trat er nicht mehr an.[4] Er schied Ende Oktober 2025 aus dem Amt. Zur seiner Nachfolgerin wurde Ina Laukötter (CDU) gewählt.[5]

Weitere Aktivitäten und Engagements

Adenauer ist Oberstleutnant der Reserve der Bundeswehr (Heer).

Am 28. Juni 2015 war Adenauer Kandidat in der NDR-Sendung Kaum zu glauben! Am 10. November 2018 trat er ebenfalls als Kandidat in der Quizsendung Ich weiß alles! auf und unterlag in der ersten Runde gegen Gloria von Thurn und Taxis in der Kategorie Die Windsors.

2025 kandidierte Adenauer erfolglos für den Vereinsvorstand des 1. FC Köln.[6]

Mitgliedschaften (Landrat)

  • Verwaltungsausschuss des Arbeitsamts Bielefeld
  • Verwaltungsrat und Kreditausschuss der Kreissparkassen Halle (Westf.) und Wiedenbrück
  • stellv. Beanstandungsbeamter im Verwaltungsrat der Sparkasse Gütersloh-Rietberg
  • Aufsichtsrat der Kreiswohnstättengenossenschaft (KWG) Halle (Westf.)
  • Aufsichtsrat der Kreisheimstätte Wiedenbrück
  • Aufsichtsrat des Flughafens Paderborn/Lippstadt
  • Regionalbeirat der RWE AG
  • Beirat der E.ON Westfalen Weser AG
  • Vereinigte Gas- und Wasserversorgung (VGW) GmbH

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. http://www.infokom-gt.de/wahlen/kw2009/05754000/index.htm
  2. Kreis Gütersloh – Gesamtergebnis
  3. Jan Focken: Landrat Adenauer zum fünften Mal gewählt. In: kreis-guetersloh.de. 14. September 2020, abgerufen am 22. Oktober 2025.
  4. 25 Jahre Landrat: Sven-Georg Adenauer hört auf. In: www1.wdr.de. 14. September 2025, abgerufen am 22. Oktober 2025.
  5. Jan Fokken: Ina Laukötter folgt auf Sven-Georg Adenauer. In: kreis-guetersloh.de. 14. September 2025, abgerufen am 22. Oktober 2025.
  6. Kampf um die FC-Macht: Adenauer-Enkel will Präsident werden, Bild.de, April 2025
  7. Neue Westfälische: Ehrendoktorwürde für Landrat Adenauer. Abgerufen am 17. Juni 2020.
  8. News – Güterslohtv das Internetfernsehen, Nachrichten, Infotainment und Imagefilme. Abgerufen am 17. Juni 2020.