Suzuki RGV 250 Gamma

Suzuki

Suzuki RGV 250
RGV 250
Hersteller Suzuki Motor Corporation
Produktionszeitraum 1988 bis 1997
Klasse Motorrad
Bauart Supersportler
Motordaten
Wassergekühlter V2-Zweitaktmotor im 90°-Winkel (später 70°)
Hubraum 249 cm³
Leistung 41/56 bei 11.000 min−1 (Baujahr '91 - '93) kW/PS
Drehmoment 35 bei 11.000 min−1 (Baujahr '91 - '93) N m
Getriebe 6-Gang
Antrieb Kette
Bremsen Doppelscheibe Ø 300 mm mit 4-Kolben (vorne), Einzelscheibe Ø 210 mm mit 2-Kolben (hinten) (Baujahr '91 - '93)
Radstand 1330 bis 1385 mm
Sitzhöhe 766 mm (Baujahr '91 - '93) cm
Leergewicht 169 kg (Baujahr '91 - '93) kg
Vorgängermodell RG 250 Gamma
Nachfolgemodell -

Die Suzuki RGV 250 Gamma ist ein Motorrad der Kategorie Supersportler, welches von 1988 bis 1997 von der Suzuki Motor Corporation hergestellt wurde.

Baureihen

Es gibt über alle Märkte hinweg insgesamt drei Baureihen, die VJ21 (1988–1990), die VJ22 (1990–1996) und die VJ23 (1996–1997), letztere wurde allerdings offiziell nur noch in Japan angeboten. In Deutschland waren nur die VJ21A (1989) und die VJ22B (1991–1993) erhältlich. Die VJ21 und VJ22 sind antriebstechnisch nahezu gleich (90°-V-Motor), während das Fahrwerk erhebliche Unterschiede aufweist. So hat die VJ22 eine Upside-Down-Gabel vorne und hinten eine sog. Bananenschwinge, die der nun einseitigen Anordnung der beiden Auspuffrohre Rechnung trägt. Die VJ23 war auf Basis eines 70°-V-Motors auch antriebstechnisch komplett neu entwickelt.

Von Ende 1994 bis 2003 wurde der Suzuki-Motor der VJ22 auch in der Aprilia RS 250 verbaut, obwohl es sich hierbei um ein direktes Konkurrenzprodukt handelte.

Das Vorgängermodell RG 250 Gamma wurde 1983 in Japan 52.523 mal verkauft.

Technik

Das Fahrzeug wird von einem wassergekühlten V2-Zweitaktmotor angetrieben. Der Motor verbraucht bleifreies Benzin und zusätzlich Zweitaktöl für die Getrenntschmierung. Der Tank fasst 17 (VJ21) bzw. 16 (VJ22) Liter, davon 5,5 / 3,5 Liter als Reserve. Motorradonline.de ermittelte einen Verbrauch zwischen 6,9 und 11,1 Liter Normalbenzin. Eine Kette überträgt die Kraft auf das Hinterrad.

Die Leistung des Kraftrades beträgt 43 kW (58 PS) bzw. 41 kW (56 PS) bei 11.000 min−1 und das maximale Drehmoment 37,3 Nm bei 10.800 min−1 bzw. 35,2 Nm bei 11.000 min−1 (erster Wert jeweils VJ1A, zweiter Wert VJ22B).

Außerhalb Deutschlands wurde von 1991 bis 1996 die Variante VJ22A mit 46 kW (63 PS) und 39 Nm jeweils bei 11.000 min−1 verkauft. Im Gegensatz zur VJ22B für den deutschen Markt hat die VJ22A keine Katalysatoren und hält damit die Abgasnorm ECE R40 nicht ein.

Probleme gab es speziell bei der VJ22 häufiger bei den Auslassschiebern, die für mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich sorgen. Eine modifizierte Version wurde zwar angeboten, jedoch nur nach einer Reklamation des Kunden eingebaut.

Literatur

  • Frank O. Hrachowy: Japanische Zweitakt-Motorräder. Die Straßenmodelle ab 250 ccm Hubraum. 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-613-03539-3, Seiten 122–123. (Reihe Typenkompass)