Suwon-ri

Suwon-ri
Koreanisches Alphabet: 수원리
Chinesische Schriftzeichen: 洙源里
Revidierte Romanisierung: Suwon-ri
McCune-Reischauer: Suwŏn-ri
Basisdaten
Provinz: Jeju-do
Koordinaten: 33° 26′ N, 126° 16′ O
Einwohner: 1042
Gliederung: 1 Haengjeong-ri
Karte
Suwon-ri
Suwon-ri auf der Karte von Südkorea

Suwon-ri (kor. 수원리, Hanja 洙源里; lokal als Jomulke kor. 조물케 bekannt)[1] ist ein Ri auf der südkoreanischen Insel Jejudo.

Geografie

Suwon-ri liegt auf einer Landzunge an der nördlichen Küste der Vulkaninsel Jejudo am Gelben Meer. Die Küste ist etwa 3 km lang.[2] Die Siedlung befindet sich hauptsächlich an der Küste des südwestlichen Endes des Gemeindegebiets. Der Weiler Yongun-dong liegt an der nordöstlichen Küste. 2006 wurden 72,4 % des Gebiets landwirtschaftlich genutzt.[2]

Auf dem Gemeindegebiet gibt es 11 natürliche Quellen, die früher zur Trink- und Nutzwasserversorgung gebraucht wurden. Die Quellen sind Keunmul, Saengimul, Donjimul, Gaemul, Solpaegimul, Eongmul, Eongmul in Yongun-dong, Soemul, Jungimul, Moshimul und Tongmul.[3]

Der Ort liegt in der Provinz Jeju und gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Jeju-si. Es ist Teil der Eup Hallim-eup und grenzt an die Dörfer Hansu-ri (Südwesten), Daerim-ri (Süden) und Gwideok-ri (Osten). Das Ri besteht aus einem einzigen administrativen Gebiet (Suwon-ri) mit 26 Ban. Folgende acht historischen Ortsbezeichnungen sind amtlich erfasst: Sang-dong, Jung-dong, Ha-dong, Daesu-dong, Jeon-dong, Sinseong-dong, Sujeon-dong und Yongun-dong.[4]

Namensherkunft

Das Gebiet hieß früher „Jomulke“ (kor. 조물케) und wird auch heute noch von Einheimischen so genannt. Der Name kann in etwa als „Tauch-Wasser-Ort“ übersetzt werden. Es wird davon ausgegangen, dass der Name entweder auf bei Flut überflutete Wasserquellen zurückgeht oder auf die große Zahl an Haenyeo, die dort tauchten. Auch der sino-koreanische Name Jamsupo (kor. 잠수포, Hanja 潛水浦, deutsch: ‚Tauchbucht‘) weist auf diese Namensherkunft hin. Im Jahr 1882 wurde das Gebiet zu „Suwon“ umbenannt. Durch die Verwaltungsgebietsreform von 1914 unter der japanischen Kolonialverwaltung entstand der heutige Name „Suwon-ri“.[2]

Geschichte

Etwa ab 1720 begannen sich Bewohner aus der umliegenden Gegend an drei verschiedenen Stellen anzusiedeln und ein Dorf bildete sich.[2]

Bis 1953 wurde das Gemeindegebiet durch zwei administrative Gebiete verwaltet: Suwon1-ri und Suwon2-ri. Suwon2-ri bestand aus dem Ort Mosal-dongne, der 1953 mit Biseok-dong aus Hallim-ri zum neu geschaffenen Hansu-ri zusammengelegt wurde.[5]

Anfang der 1970er-Jahre wurde ein großes Gebiet gerodet und als landwirtschaftliche Fläche neu organisiert, sodass es in mehr oder weniger gleich große, in einem Schachbrettmuster angeordnete Felder aufgeteilt wurde.[2][6]

Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Guryongseok (구룡석), ein runder Stein, der eng mit einer Sage verbunden ist: In Suwon-ri soll es den Teich Yonggumot gegeben haben, in dem neun Drachenjungen lebten. Diese kämpften jeden Tag um eine Perle, durch die eines von ihnen zu einem richtigen Drachen werden konnte. Diese Kämpfe lösten Stürme aus, weshalb die Dorfbewohner dafür baten, davon erlöst zu werden. Der Jadekaiser erhörte sie und ließ die Perle versteinern. Die Drachenjungen wurden zu Schlangen und verschwanden, während die steinerne Perle vor Suwon-ri ins Meer fiel.[7][8]

Infrastruktur

Verkehr

Am Grenzdreieck Suwon-ri/Gwideok-ri/Daerim-ri befindet sich eine Abfahrt von der Provinzstraße 1132, die bis 2006 die Nationalstraße 12 war.[7][9][10] Die Abfahrt führt als „Hallim-ro“ entlang der Gemeindegrenze zu Daerim-ri und begrenzt das Hauptsiedlungsgebiet von Suwon-ri nach Südosten. Entlang der Hallim-ro befinden sich die einzigen Bushaltestellen auf Gemeindegebiet. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen von Suwon-ri sind mit einem gleichmäßigen, schachbrettartigen Straßennetz erschlossen.

An der Küste befinden sich die Fischereihäfen Daesupogu und Pyeongsupogu im Südwesten sowie Yongundonghang bei Yonggun-dong im Nordosten.

Die 15. Etappe des Jejuolle-Wanderwegs führt durch Suwon-ri.[6] Auf der Hallim-ro teilt sich der Wanderweg in Richtung Osten in die zwei möglichen Routen A und B.[11][12]

Bildung

Auf dem Gemeindegebiet gibt es keine Schulen. Die Grundschule Suwon wurde 1980 direkt angrenzend auf dem Gebiet von Daerim-ri errichtet.[13]

Wirtschaft

Die Landwirtschaft und Fischerei sind die bedeutendsten Wirtschaftszweige. Im Jahr 2006 wurden hauptsächlich Kohl, Knoblauch, Lauchzwiebeln und Zierpflanzen angebaut.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner Haushalte Quelle
2006 1137 453 [2]
2014 1047 460 [7]
2023 1072 523 [14]
2024 1047 516 [14]
2025 (Oktober) 1042 508 [14]

Einzelnachweise

  1. Kim Hwan-cheol: '조물케'의 올레 돌담길 걸어봐요. In: mediajeju.com. Media Jeju Co., Ltd., 11. November 2009, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  2. a b c d e f g Kwon Sang-cheol: 수원리. In: jeju.grandculture.net. Digitale Jeju-Kulturenzyklopädie, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  3. Go Byeong-ryeon: 밀물 시 모두 바다 속에 잠기는 잠수포의 산물. In: jejusori.net. 6. März 2019, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  4. 부록2_자연마을현황_(2023.12.31.기준 수정 요청)_자치행정과. (Excel in ZIP-Ordner; 151 kB) In: jejusi.go.kr. Jeju-si, 31. Dezember 2023, S. 1, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  5. 제주 유일 오메기술점 보는 마을굿...“56년 만에 복원, 근본 충실”. In: jejusori.net. 18. Mai 2024, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  6. a b 우리나라 최초 경지정리 된 제주 한림 수원리 마을. In: blog.naver.com. Naver, 22. Juni 2020, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  7. a b c 비옥한 토지엔 채소, 바다선 테우로 고기잡고. In: jejunews.com. Jeju Ilbo, 16. Juni 2014, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  8. 수원리 구룡석. In: jejuhistory.co.kr. Go Yeong-cheol, 27. März 2016, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  9. 제주특별자치도 설치 및 국제자유도시 조성을 위한 특별법 제251조 (도로에 관한 특례). In: law.go.kr. Ministry of Government Legislation, 1. Juli 2006, abgerufen am 26. Oktober 2025 (koreanisch).
  10. Hong Sun-jae: 제주지방국토관리청 사무의 지방정부 이관에 따른 효과분석. (PDF; 1003 kB) In: jejumaeil.net. Universität Jeju, August 2012, S. 2, abgerufen am 26. Oktober 2025 (koreanisch).
  11. 올레길 15-A코스. In: jejuolle.org. Jeju Olle, abgerufen am 26. Oktober 2025 (koreanisch).
  12. 올레길 15-B코스. In: jejuolle.org. Jeju Olle, abgerufen am 26. Oktober 2025 (koreanisch).
  13. 학교연혁. In: suwon-e.goesw.kr. Grundschule Suwon, abgerufen am 9. Oktober 2025 (koreanisch).
  14. a b c 법정동별 주민등록 인구 및 세대현황. In: jumin.mois.go.kr. Ministry of the Interior and Safety, abgerufen am 8. November 2025 (koreanisch).