Susanne Kubelka

Susanne Kubelka (* 3. September 1970 in Klagenfurt, Kärnten[1][2]) ist eine österreichische Schauspielerin, Musikerin und bildende Künstlerin.

Leben

Susanne Kubelka legte 1988 am musisch-pädagogischen Gymnasium Viktring ihre Matura ab.[3] Ihr Schauspielstudium absolvierte sie von 1989 bis 1993 am Max Reinhardt Seminar in Wien.[1][2][3][4] Sie erhielt außerdem Gesangsunterricht bei Dorothea Hackenberg in Wuppertal, Stimm- und Gesangstraining bei Margaret Pikes in Köln und Schauspiel-Training bei Gerhard Roiß (actors place Köln).[3]

Erste Engagements hatte sie, teilweise bereits noch in ihrer Ausbildung, an den Münchner Hammerspielen (Tournee 1990; als Natalja Stepanowna in Der Heiratsantrag), am Landestheater Coburg (1992; als „Kleine Hexe“), bei den Festspielen Hellbrunn (1992; als Belisa in dem Lorca-Stück In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa), am Theater beim Auersperg, Wien (1993) und am Teamtheater München (1993–1994).

Ihr erstes Festengagement trat sie am Hans Otto Theater in Potsdam an, wo sie von 1994 bis 1996 zum Ensemble gehörte.[3] Sie spielte dort u. a. den „Kleinen Prinzen“, Margarethe in Faust von Werner Schwab, die Titelrolle in Maria Stuart (Regie: Robert Hunger-Bühler, mit Sylvia Rieger als Partnerin), die Recha in Nathan der Weise (Regie: Roland Bertschi) und die Helena in Ein Sommernachtstraum (Regie: Jochen Schölch). Ab 1996 folgten mehrere Gastverträge, u. a. am Renaissancetheater Wien (1996), am Stadttheater Klagenfurt (1998; als Wendla in Frühlings Erwachen, Regie: Alexander Kubelka) und beim Theater auf der Heunburg (1998; als Gretchen in Goethes Urfaust, Regie: Hans Escher). 1998 gastierte am Renaissancetheater Wien als Katharina in der Shakespeare-Komödie Der Widerspenstigen Zähmung (Regie: Georg Schmiedleitner). Von 1999 bis 2001 war sie anschließend festes Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt in Wien, wo sie mit Regisseuren wie David Mouchtar-Samorai, Thomas Birkmeir, Janusz Kica und Peter Gruber zusammenarbeitete.[2][3]

Seit 2002 arbeitet Kubelka als freie Schauspielerin, Musikerin und bildende Künstlerin. 2005 gründete sie zusammen mit Gerhard Roiß den Theaterverein „Coop 05“, mit dem sie bis 2021 verschiedene freie Theaterprojekte im deutschsprachigen Raum realisierte.[4]

Weitere Theaterengagements hatte sie u. a. an den Vereinigten Bühnen Bozen (2007), am Freien Werkstatt Theater Köln (Spielzeit 2007/08 und 2011), bei der Studiobühne Köln (Spielzeit 2012/13), beim Theater im Bauturm Köln (Spielzeit 2013/14) und beim Klagenfurter Ensemble (2014).[2][3][4]

Am Westfälischen Landestheater spielte sie von 2014 bis 2016 die Adile Şimşek in dem Stück Schmerzliche Heimat.[5] Mit dieser Produktion gastierte sie in der Spielzeit 2014/15 auch am Städtebundtheater Hof.[6][7]

In der Spielzeit 2014/15 war sie außerdem als Gast am Vorarlberger Landestheater engagiert; sie spielte dort die Gaby in Acht Frauen.[4] 2015 brachte sie ihr erstes eigenes Bühnenprogramm heraus, ein „Musikalisches Atelier“ über das Leben von Camille Claudel.[8][9][10] 2017 wurde im Museum Moderner Kunst in Klagenfurt die „musikalisch-szenische Schichtung“ Absent Faces, eine Kooperation mit der Malerin Leiko Ikemura und Yoshie Shibahara, ihrer engsten Kollegin, Tänzerin, Choreographin und Bühnenkünstlerin, uraufgeführt.[11][12] Von 2018 bis 2022 spielte sie am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel die Rolle der Dilek Dündar in Produktion Verräter nach dem Buch des Journalisten Can Dündar.[13][14] Im August 2023 hatte die szenisch-musikalische Produktion „Undine – Das Bachmannprojekt“, in dem Kubelka mit Schauspiel, Performance und Gesang auf der Bühne stand, im Heunburg Theater seine Uraufführung.[15]

Kubelka arbeitete auch für das Kino, den Film und das Fernsehen. Sie übernahm Episodenrollen in mehreren Fernsehserien, u. a. in Der Bergdoktor (1994), Die Wache (1998), Alarm für Cobra 11 – Einsatz für Team 2 (2005), Der Winzerkönig (2006), Schnell ermittelt (2010) und Das Glück dieser Erde (2011).

In dem Fernsehfilm Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist aus der österreichischen Landkrimi-Reihe, der im März 2015 auf der Diagonale seine Premiere hatte, verkörperte Kubelka die Mutter des weiblichen Mordopfers und die Ehefrau eines Kärntner Landtagsabgeordneten. In der 10. Staffel der österreichischen Fernsehserie SOKO Donau (2015) war Kubelka in einer Episodennebenrolle als Halbschwester eines ermordeten Bestattungsunternehmers zu sehen.[16][17] In der 15. Staffel der österreichischen Fernsehserie SOKO Kitzbühel (2016) war Kubelka ebenfalls in einer Episodenrolle als Schauspielerin und Regisseurin zu sehen, die Teil eines Mordkomplotts wird.[18]

Im Münsteraner Tatort: Gott ist auch nur ein Mensch (Erstausstrahlung: November 2017) hatte sie eine Nebenrolle als Elvira Eigenstein, die Schwester des ermordeten, ehemaligen Münsteraner Stadtrats für Bildung, Paul Eigenstein.

Kubelka ist außerdem regelmäßig als Sprecherin für den ORF, den WDR und Deutschlandradio tätig.[3]

Susanne Kubelka ist die jüngere Schwester des österreichischen Intendanten, Theater- und Opernregisseurs Alexander Kubelka. Sie war mit dem österreichischen Schauspieler und Regisseur Gerhard Roiß verheiratet. Sie lebt mittlerweile mit dem Musiker Dirk Schilling in Bad Eisenkappel im Südosten Österreichs, wo auch ihr Atelier und das gemeinsame Musik-Studio sind.

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. a b Susanne Kubelka. In: schauspielervideos.de. Abgerufen am 20. November 2017.
  2. a b c d Susanne Kubelka. Profil und Vita bei CAST FORWARD. Abgerufen am 20. November 2017.
  3. a b c d e f g Susanne Katharina Kubelka (Memento des Originals vom 28. Juli 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.susannekubelka.com. Vita. Abgerufen am 20. November 2017.
  4. a b c d SUSANNE KUBELKA (Memento des Originals vom 1. Dezember 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/landestheater.org. Vita. Offizielle Internetpräsenz Landestheater Vorarlberg. Abgerufen am 20. November 2017.
  5. „Schmerzliche Heimat“ am WLT erzählt von den Angehörigen des ersten NSU-Opfers: Die Träume der Familie Simsek. Aufführungskritik. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 19. Oktober 2014. Abgerufen am 20. November 2017.
  6. Theater Hof zeigt NSU-Morde als Drama. In: Nordbayerischer Kurier vom 2. Oktober 2014. Abgerufen am 20. November 2017.
  7. Susanne Kubelka. Vita. Offizielle Internetpräsenz Städtebundtheater Hof. Abgerufen am 20. November 2017.
  8. Camille Claudel – atelier musical. Offizielle Internetpräsenz Klagenfurter Ensemble. Abgerufen am 20. November 2017.
  9. Material der Seele. Aufführungskritik. In: Süddeutsche Zeitung vom 14. März 2016. Abgerufen am 20. November 2017.
  10. Camille Claudel - atelier musical. Ausschnitt. Abgerufen am 20. November 2017.
  11. Absent Faces. Abgerufen am 8. Jänner 2026
  12. Uraufführung absent faces im MMKK. Presseaussendung vom 5. September 2017. Abgerufen am 8. Jänner 2026
  13. „Verräter“ im Kulturzentrum. Abgerufen am 8. Jänner 2026
  14. Susanne Marie Kubelka | Verräter | 2018 – 2022 | Rolle: Dilek Dündar | Regie: Christian Scholze. Abgerufen am 8. Jänner 2026
  15. – Das Bachmannprojekt“ Susanne Kubelka/Dirk Schilling _Begeisternde Uraufführung _ Heunburgtheater/Kärnten. Abgerufen am 8. Jänner 2026
  16. Michou Friesz, Simon Hatzl und Alexander Jagsch im Visier der ORF-„Sokos“ (Memento des Originals vom 22. Oktober 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tv.orf.at. Handlung und Besetzung. orf.at. Abgerufen am 20. November 2017.
  17. Asche zu Asche. Handlung und Besetzung. Fernsehserien.de. Abgerufen am 20. November 2017.
  18. Susanne Marie Kubelka. In: Filmmakers. Abgerufen am 20. November 2017.