Sunita Narain

Sunita Narain (* 1961 in Neu-Delhi[1]) ist eine indische Publizistin und Umweltschützerin.[2] Sie ist Leiterin des Centre for Science and Environment (CSE) und Herausgeberin des Zeitschrift Down To Earth.[3]

Leben und Wirken

Im Jahr 1982 kam Narain zum CSE.[3] Gemeinsam mit dessen Gründer Anil Agarwal recherchierte sie fortan den „Bürgerbericht zur Lage der Umwelt in Indien“, dessen eindringlichen Ergebnisse weltweit für Aufsehen sorgten.[2] Nach Agarwals Tod im Jahr 2002 folgte Narain ihm als Leiterin des CSE.[2] Narain war auch Mitglied des Rates für Klimawandel des indischen Premierministers.[4]

Narains Forschungsarbeit liegt an der Schnittstelle zwischen Nahrung und Umwelt.[5] Sie setzt sich weiterhin für Klimagerechtigkeit ein und argumentiert, dass die Welt ein ehrgeiziges und gerechtes Abkommen brauche.[4] In ihrer Arbeit befasst sie sich damit, wie die Umwelt zur Grundlage für die Sicherung des Lebensunterhalts der Menschen Indiens werden kann.[3] Dabei verknüpft sie die Fragen der lokalen Demokratie mit der globalen Demokratie und argumentiert, dass jeder Mensch einen Anspruch auf die gemeinsame weltweite Atmosphäre habe.[3] Sie setzt sich für die Vermeidung des Einsatzes von Chemikalien in der Landwirtschaft des globalen Südens ein.[5] Im Rahmen ihrer Arbeit zur Klimakrise engagiert sie sich für einen Green New Deal.[2]

Im Jahr 2005 wurde sie von der indischen Regierung mit dem Padma Shri ausgezeichnet und erhielt außerdem den Stockholm Water Prize.[4] Das US-amerikanische Time-Magazin führte sie 2019 im Artikel „Meet 15 Women Leading the Fight Against Climate Change“ als eine von 15 Frauen, die den Kampf gegen den Klimawandel anführen, auf.[5] Im Jahr 2020 wurde sie mit der Edinburgh Medal ausgezeichnet.[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Anil Agarwal und Sunita Narain (1997): Dying Wisdom: Rise, Fall and Potential of India's Traditional Water Harvesting Systems (State of India's Environment, Volume 4).
  • Sunita Narain (2017): Conflicts of Interest: My Journey through India’s Green Movement.

Auszeichnungen

  • Die Zeitschrift Foreign Policy zählte sie zu den 100 wichtigsten Intellektuellen der Welt[2]
  • Das Time Magazine zählte sie zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt (2016)[5]
  • Trägerin des indischen Ordens Padma Shri (2005)[3]
  • Preisträgerin des World Water Prize[3]

Einzelnachweise

  1. “We need to build ideas for how India can have affordable growth that is sustainable”: Sunita Narain. In: SocioStory. SocioStory Foundation, 26. Mai 2022, abgerufen am 30. September 2025 (englisch).
  2. a b c d e Christiane Grefe: Wachstum mit Natur. In: Die Zeit. 2. April 2009, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 30. September 2025]).
  3. a b c d e f Sunita Narain. Abgerufen am 27. September 2019 (englisch).
  4. a b c d Jury. In: Fundação Calouste Gulbenkian. Abgerufen am 30. September 2025 (amerikanisches Englisch).
  5. a b c d Tripartite Joint Secretariat on Antimicrobial Resistance (Hrsg.): Global Leader Group of Anitimicrobial Resistance.