Studierendenrat evangelische Religions-, Gemeindepädagogik und Diakonie

Der Studierendenrat Evangelische Religions-, Gemeindepädagogik und Diakonie (SERGuD) ist eine deutsche Interessenvertretung aller Studierenden im religions- und gemeindepädagogischen Bereich sowie im Bereich Diakonie. An vielen der Mitgliedshochschulen können diese Fächer in Kombination mit Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik studiert werden. Der SERGuD hat elf Mitgliedshochschulen und bildet das Pendant zum Studierendenrat Evangelische Theologie[1] und der BDK des Verbands Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften.

Entstehung

Der SERGuD wurde im Januar 2020 bei einer ersten, konstituierenden Sitzung in Hannover gegründet. Zu diesem Zeitpunkt waren acht Hochschulen vertreten,[2] zwei weitere (EH Darmstadt und EH Berlin) kamen im April 2021 dazu.[3] Im November 2024 kam schließlich die Theologische Hochschule Reutlingen als elfte Hochschule hinzu. Der SERGuD trifft sich seitdem zweimal im Jahr für eine Delegiertenversammlung und spricht über aktuelle Themen und Entwicklungen. Diese Versammlungen werden abwechselnd von den einzelnen Mitgliedshochschulen ausgetragen, während der Covid-19-Pandemie geschah dies im Onlineformat.

Vertretene Hochschulen mit ihren Bachelorstudiengängen

(Quelle: [2])

Ziele und Aufgaben

Vertretung

Der SERGuD übernimmt die Vertretung der Studierenden gegenüber kirchlichen und studentischen Gremien, Berufsverbänden sowie im Bereich der Hochschulpolitik. Belange und Wünsche sollen gebündelt an die genannten Gremien herangetragen werden.

Vergleichbarkeit

Der SERGuD setzt sich für eine Vergleichbarkeit der einzelnen religions- und gemeindepädagogischen sowie diakonischen Studiengängen ein. Im Gegensatz zu dem Fach der evangelischen Theologie gibt es in diesen Studiengängen deutschlandweit wenig Einheit, sodass sich das Vergleichen der Abschlüsse beispielsweise im Falle eine Wechsels der Landeskirche als schwierig gestaltet. Die Schwerpunkte, Elemente und Besonderheiten der einzelnen Ausbildungen an den Studienstandorten sollen für Studieninteressierte, mögliche Arbeitgeber und weitere Interessengruppen einfach und übersichtlich einsehbar sein.

Ein Schritt in Richtung dieses Ziels war die Erstellung einer Broschüre mit der Übersicht der Hochschulqualifikationen[4]. Diese basiert auf dem EKD-Text 137.1 zum Thema des Diakonisch-gemeindepädagogischen Dienstes. Erstellt wurde das Papier von der Gemischten Fachkonferenz 3 (GFK3), in welcher der SERGuD mit einem Sitz vertreten ist.

Außerdem arbeitet der SERGuD zurzeit an der Erstellung einer eigenen Website, informiert auf Instagram über aktuelle Themen und soll auch auf dem Kirchentag 2023 zu finden sein.

Vernetzung

Der SERGuD ist ein Vernetzungsgremium und möchte den Studierenden der Mitgliedshochschulen eine Plattform für fachlichen und freundschaftlichen Dialog bieten und bei aktuellen Themen Unterstützung bieten. Auch der Austausch mit anderen Ausbildungs- und Studiengremien der evangelischen Berufe soll vorangebracht werden. Dazu befindet sich der SERGuD im Austausch mit dem SeTh und der BDK.

Organisation

Der SERGuD setzt sich aus den Delegierten der Mitgliedshochschulen zusammen. Jede Mitgliedshochschule wählt durch die vor Ort studentische Interessensvertretung (wie den AStA oder die Fachschaft) zwei wahlberechtigte Delegierte und kann außerdem entscheiden Gäste mit zur Delegiertenversammlung zu bringen. Vorbereitet werden die zweimal im Jahr stattfindenden Delegiertenversammlungen von dem Leitenden Gremium des SERGuD. Das Leitende Gremium (LG) besteht aus mindestens zwei und höchstens fünf zum Zeitpunkt der Wahl delegierten Personen. Das LG ist dabei an Beschlüsse der Delegiertenversammlung gebunden und dazu aufgefordert im Sinne des SERGuD zu handeln.

Ämter

  • Das leitende Gremium
  • Referat für Finanzen
  • Rechnungsprüfende
  • Außenvertretung
  • Beauftragte für Inklusion, Diversität und Gender

Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen können nach Bedarf des SERGuD neu gegründet oder aufgelöst werden. Hierbei wird sich an aktuellen Themen und Aufgaben orientiert.

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Website
  • Kirchentag
  • Inklusion, Diversität und Gender

Austragungsorte der Delegiertenversammlungen

  1. DV – Hannover (Januar 2020)
  2. DV – digital (November 2020)
  3. DV – digital (April 2021)
  4. DV – Kassel (November 2021)
  5. DV – Nürnberg (Mai 2022)
  6. DV – Moritzburg (November 2022)
  7. DV – Hannover (April 2023)
  8. DV – Freiburg (November 2023)
  9. DV – Ludwigsburg (Mai 2024)
  10. DV – Kassel (November 2024)
  11. DV – Bochum (Juni 2025)
  12. DV – Reutlingen (November 2025)
  13. DV – Freiburg (Juni 2026)

Bisherige Errungenschaften

  • Diakonisch-gemeindepädagogischer Dienst: Vergleichende Übersicht der Hochschulqualifikationen (Flyer)
  • Die Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) des VEDD (Verband Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland e.V) unterstützt das Positionspapier des SERGuD, das sich mit der Praxisvergütung von Studierenden im Praxissemester auseinandersetzt. In dem Papier fordert der SERGuD unter anderem eine „angemessene und transparent geregelte Vergütung der Praxissemester“. Die BDK betont, dass sie diese Forderung teilt und als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen im diakonisch-gemeindepädagogischen Bereich sieht (5. November 2025).[5]

Belege

  1. SERGuD finden wir sehr gut! Abgerufen am 3. Februar 2023.
  2. a b Studierende evangelischer Hochschulen bilden neuen Bundes-Studierendenrat. Abgerufen am 3. Februar 2023.
  3. EHB | Vernetzung, Vertretung und Vergleichbarkeit. Abgerufen am 3. Februar 2023.
  4. Diakon*in werden in der evangelischen Kirche | EKD - EKD. Abgerufen am 3. Februar 2023.
  5. BDK des VEED: BDK unterstützt Positionspapier des SERGuD. Verband Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland e.V., 5. November 2025, abgerufen am 19. November 2025.