Strinzer Markt
Der Strinzer Markt ist ursprünglich ein jährlich im hessischen Markt Strinz-Trinitatis stattfindender Kram- und Viehmarkt. Der heutige Hünstetter Markt dagegen hat eher den Charakter eines Jahrmarktes oder Volksfestes.
Geschichte
Ersterwähnung
Strinz-Trinitatis erhielt als erster Ort im Einflussbereich des Klosters Bleidenstadt das Marktrecht. Urkundlich erwähnt wird dies zum ersten Mal 1481.
Der Marktplatz
Der Strinzer Marktplatz fand seinen Weg in die auf Geheiß Napoleons zu fertigende Tranchotkarte[1]. Ein Beweis für die zentrale Rolle, die der Strinzer Markt in der Vergangenheit spielte.
Der Strinzer Schweinemarkt
1896 genehmigte der zuständige Provinzialrat die dauernde Abhaltung eines Viehmarktes, welcher jeweils am ersten Donnerstag im September stattfinden sollte. Dieser wurde Anfang des 20. Jahrhunderts noch im Mittelrheinischen Verbands-Kalender für Landwirte als Schweinemarkt ausgewiesen, sodass dreimal im Jahr ein Markt in Strinz gehalten wurde.
Der Hünstetter Markt
Nach bald 500 Jahren Markttradition fand der Strinzer Markt 1965 ein jähes Ende. 1974 wurde durch die neue Großgemeinde Hünstetten der Hünstetter Markt ins Leben gerufen. Bis 2012 war Hünstetten auch Träger und Schirmherr der Veranstaltung, dann wurde aus Kostengründen jedoch die Trägerschaft zurück nach Strinz, an den Förderverein Strinz-Trinitatis e. V., gegeben. Die Gemeinde Hünstetten vergibt nur noch die Standplätze.
In den Jahren 2020 und 2021 fand aufgrund der Corona-Pandemie kein Markt statt.
Trivia
Zur Unterscheidung der Ortschaften Strinz-Margarethä und Strinz-Trinitatis, die umgangssprachlich beide oft nur Strinz genannt werden, entstanden im Laufe der Jahrhunderte viele verschiedene Namen. Neben Vorder- und Hinterstrinz, Klein und Groß Strinz, während des 2. Weltkrieges auch Hitler-Strinz[2], hat sich der Name Markt Strinz für Strinz-Trinitatis etabliert.
Einzelnachweise
- ↑ Jörn Schultheiß: Ortsteil Strinz-Trinitatis (Hünstetten). In: KuLaDig. 2017, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Anke Brühl, Michaela Enders, Hartmut Heilhecker, Christine Jäger, Ottmar Meuser, Frank Müller, Ute Oetken, Hans-Jürgen Presber, Michael Schollar, Uwe Schollar, Achim Schröder, Alexandra Streck: Spurensicherung in Strinz-Trinitatis - Jugendliche untersuchen ihr Dorf. 1982, S. 39.