Strategische Ellipse
Die Bezeichnung strategische Ellipse ist ein Begriff aus der Zeitschrift Osteuropa.[1] Sie bezeichnet ein Gebiet, das sich „vom Nahen Osten über den Kaspischen Raum bis in den Hohen Norden Russlands erstreckt“.[2] Darin befinden sich etwa 70 % der weltweit bekannten konventionellen Erdöl- und Erdgasreserven. Die Staaten in dieser Ellipse sind mehrheitlich politisch instabil, wodurch sich große geostrategische Risiken und Unsicherheiten im Hinblick auf sichere Energieimporte und stabile Preise ergeben. Mit den Golfkriegen sowie den Kriegen am Kaspischen Meer gab es mehrere Kriege in der Region, die nicht zuletzt um die Energierohstoffe geführt wurden. Mit weiterer Steigerung der globalen Nachfrage nach fossilen Energieträgern wird mit einer Verschärfung der geostrategischen Lage in der strategischen Ellipse gerechnet.[3]
Namentlich betrifft dies, in Reihenfolge der Größe der Reserven, folgende Länder:
Siehe auch
Literatur
- Rempel, Schmidt, Schwarz-Schampera u. a.: Kurzstudie Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2006. Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, 2006, S. 29.
- mare, Nr. 43: Funken im Tanklager
Weblinks
- Kai Ehlers: Domino im Kaukasus – über Filetstücke auf dem eurasischen Schachbrett. In: eurasischesmagazin.de. Eurasisches Magazin, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 26. Februar 2005.
- Peak-Oil-Studie der Bundeswehr ( vom 19. Dezember 2018 im Internet Archive; PDF)
- Nick Reimer: Für Energie mit Krieg oder Nabucco. In: taz.de. 4. Januar 2006.
- Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe – Erdöl ( vom 19. Dezember 2018 im Internet Archive)
Einzelnachweise
- ↑ Osteuropa, Heft 9/10, 2004
- ↑ Kurzstudie Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen. (PDF, 1,29 MB) BGR, 31. Dezember 2006, S. 29, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 21. September 2015.
- ↑ Ulrich Bartosch, Peter Hennicke, Hubert Weiger (Hrsg.): Gemeinschaftsprojekt Energiewende: Der Fahrplan zum Erfolg. München 2014, S. 52f.