Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
| Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe | |
|---|---|
| Rechtsform | selbständige Stiftung des privaten Rechts |
| Bestehen | 17. November 1992 (Gründung) 29. Januar 1993 (Genehmigung) |
| Stifter | Liz Mohn |
| Sitz | Gütersloh |
| Zweck | Aufklärung, Verbesserung der Versorgung und Unterstützung von Betroffenen |
| Vorsitz | Liz Mohn |
| Kuratorium | Brigitte Mohn (Vorsitzende)
Darius Günther Nabavi (stellv. Vorsitzender) |
| Geschäftsführung | Michael Brinkmeier (Vorstandsvorsitzender)
Sylvia Strothotte (stellv. Vorstandsvorsitzende) |
| Stiftungskapital | 53.666.563 Euro (2018) |
| Bilanzsumme | 69.163.415 Euro (2018) |
| Mitarbeiterzahl | 44 |
| Website | www.schlaganfall-hilfe.de |
Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe mit Sitz in Gütersloh beschäftigt sich mit der Prävention, Früherkennung und Nachsorge von Schlaganfällen sowie der Behandlung und Rehabilitation Betroffener durch Aufklärung und Verbesserung diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten. Schlaganfälle verhindern, die Versorgung verbessern und den Betroffenen helfen sind die drei wichtigsten Aufgaben der Stiftung.
Geschichte
Liz Mohn, die gemeinsam mit ihrem verstorbenen Ehemann Reinhard Mohn die Eigentümerfamilien von Bertelsmann repräsentiert, gründete die Stiftung im November 1992. Im Januar 1993 erhielt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe die offizielle Anerkennung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Liz Mohn steht der Stiftung bis heute als Präsidentin vor. Ihre Tochter Brigitte ist seit März 2013 Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Den Vorstand leitet seit dem Juli 2013 Michael Brinkmeier.
Arbeit der Stiftung
Die Stiftung betreut ein deutschlandweites Netz von etwa 350 Selbsthilfegruppen und wird in ihrer Arbeit ehrenamtlich unterstützt durch rund 200 Neurologinnen und Neurologen, den sogenannten Regionalbeauftragten.
Die Stiftung hat gemeinsam mit der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft bis heute mehr als 350 Stroke Units zertifiziert. Das Service- und Beratungszentrum bietet Betroffenen und Angehörigen Halt und Hilfe. Spezielle Programme unterstützen betroffene Kinder mit ihren Familien und junge Schlaganfall-Betroffene. Ein Förderfonds für Selbsthilfegruppen ermöglicht therapeutische Programme und Gemeinschaftsaktivitäten. Seit einigen Jahren setzt sich die Stiftung verstärkt für die Nachsorge von Schlaganfall-Betroffenen ein – mit ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfern und professionellen Schlaganfall-Lotsen. Mit dem Projekt LEX LOTSEN OWL will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in ihrer Heimatregion Ostwestfalen-Lippe zeigen, wie sich ein Case-Management-System mit Patientenlotsen in einer Region organisieren lässt. Ziel der Stiftung ist es, Patientenlotsen für komplexe, chronische Erkrankungen zu einer Regelleistung im deutschen Gesundheitssystem zu machen. Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Bundes finanziert.
Transparenter Umgang mit Spendengeldern
Seit Juli 2006 verfügt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe über das DZI-Spendensiegel für transparenten Umgang mit Spendengeldern.
Tag gegen den Schlaganfall
Der Tag gegen den Schlaganfall wurde im Jahr 1999 in Deutschland durch die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ins Leben gerufen. Am und rund um den 10. Mai eines jeden Jahres finden bundesweit Informationsveranstaltungen und Aktionen zum Thema Schlaganfall statt. Dabei engagiert sich das Netzwerk der Schlaganfall-Hilfe[1] und mehr als 350 Stroke Units (Schlaganfall-Spezialstationen[2]).
Schriften
- Gerhard Igl: Regulatorische Möglichkeiten einer Installierung von Patientenlotsen im Sozialleistungssystem und Einschätzungen zur gesetzgeberischen Umsetzung; Reihe Schriften zum Sozialrecht, Band 70, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2023, ISBN 978-3-7560-1307-4
Weblinks
- Offizielle Website der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
- Kampagne zu 30 Jahre Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Einzelnachweise
- ↑ Die Partner der Initiative. In: /www.schlaganfall-verhindern.de. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juli 2019; abgerufen am 29. Juli 2019.
- ↑ Deutschland verfügt über 300 zertifizierte Stroke Units. In: www.aerzteblatt.de. Abgerufen am 29. Juli 2019.
Koordinaten: 51° 54′ 40,7″ N, 8° 25′ 12,9″ O