Stephan Spiewok
Stephan Spiewok (* 1947 in Berlin) ist ein deutscher Opernsänger (Tenor).
Leben
Er erhielt seine Ausbildung als Opernsänger an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar, wo er u. a. von Marianne Fischer-Kupfer unterrichtet wurde.[1] Nach Abschluss des Studiums trat er 1971 in das Opernstudio der Dresdner Staatsoper ein, debütierte als Fenton in den Lustigen Weibern von Windsor und avancierte bald zum festen Mitglied der Oper.[1] Für seine Ausbildung zum lyrisch-italienischen Tenor absolvierte er Sommerkurse in Moskau und in Italien bei Mario Del Monaco. Er wurde Preisträger im Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, im Mario-del-Monaco-Wettbewerb in Italien und beim Katja-Popowa-Festival in Bulgarien.
Bis 1980 blieb er an der Dresdner Staatsoper und wechselte dann an das Opernhaus von Leipzig, gleichzeitig hatte er ab 1980 einen Gastvertrag mit der Staatsoper Berlin.[1] Neben seiner Arbeit im Stammensemble entwickelte sich eine rege Gastspieltätigkeit, die ihn als Opern- und Konzertsänger in die meisten Länder Europas, nach Lateinamerika und Japan führte.[2] Schon zu dieser Zeit gestaltete er musikalische Gala-Abende im Fernsehen, die seinen Namen trugen.[3]
Im Jahre 1986 erfolgte seine Verpflichtung an die Komische Oper Berlin, zu deren Ensemble er seither gehört.[1] Auch dort verkörperte er Tenorpartien des lyrisch-italienischen Faches, so den „Rudolph“ aus La Bohème, den „Herzog“ aus Rigoletto, den „Don Carlos“, den „Turiddu“ aus Cavalleria rusticana, aber auch Partien wie den „Hans“ in der Verkauften Braut oder den „Henry“ in der Schweigsamen Frau. Auch im Operettenbereich war er tätig: so als „Caramello“ und „Herzog“ in der Nacht in Venedig, als „Barinkay“ und „Rossillon“ sowie als „Eisenstein“ in der Fledermaus.[2] Feste Gastspielverträge verbanden ihn neben seiner Arbeit in Berlin weiterhin mit anderen Opernhäusern, in Dresden, Leipzig und München.
Neben seiner Operntätigkeit war er als Konzertsänger tätig, so im Sendesaal des SFB bei Rundfunkproduktionen oder im Konzerthaus Berlin, bei Sommerkonzerten im Kloster Chorin oder in der Berliner Philharmonie.
Für seine künstlerische Arbeit wurde er 1985 mit dem Titel „Kammersänger“ geehrt.[4]
Weblinks
- Eintrag im Bayerischen Musiklexikon Online Ludwig Maximilians Universität, München
- Stephan Spiewok, Tenor; 13 Videos YouTube
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Geburtstage im Dezember 2017, Stephan Spiewok onlinemerk.ceom, abgerufen am 21. November 2025
- ↑ a b Stephan Spiewok, Aufführungen, ab 2004, Operabase, abgerufen am 21. November 2025
- ↑ Kevin Clarke: Operette und Musicals in der DDR: Ein Gespräch mit Werner P. Seiferth vom Metropoltheater, Operetten Resarch Center, abgerufen am 21. November 2025
- ↑ Personalia, Oper & Tanz, Juni 2007, abgerufen am 21. November 2025