Stena Nordica (Schiff, 1974)
| Als Stena Danica in Göteborg (1976)
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Die Stena Nordica war ein 1974 in Dienst gestelltes Fährschiff der schwedischen Stena Line. Sie blieb für die Reederei unter verschiedenen Namen bis 1986 im Einsatz und fuhr danach unter anderem für SeaFrance sowie zuletzt seit 2000 als Volcan de Tacande für Naviera Armas. 2005 wurde das Schiff nach einer Grundberührung mit Wassereinbruch als Totalschaden abgeschrieben und abgewrackt.
Geschichte
Die Stena Nordica entstand unter der Baunummer 163 in der Werft von Brodogradiliste Jozo Lozovina Mosor in Trogir und lief am 17. Juni 1973 vom Stapel. Nach ihrer Ablieferung an die Stena Line im Juni 1974 erhielt sie noch vor Indienststellung den Namen Stena Danica und nahm am 28. Juni den Fährdienst von Göteborg nach Frederikshavn auf. Ihr älteres Schwesterschiff war die 1973 in Dienst gestellte Stena Jutlandica.[2]
Von Januar bis April 1977 wurde die Stena Nordica in Rotterdam umgebaut und um mehr als zwei Meter erhöht, um den Transport von Lastwagen auf dem Fahrzeugdeck zu erleichtern. Im Dezember 1981 erhielt das Schiff wieder seinen ursprünglichen Namen Stena Nordica zurück und diente fortan unter anderem unter Charter der belgischen Regie voor Maritiem Transport zwischen Ostende und Dover. Im März 1984 erfolgte eine weitere Umbenennung in Stena Nautica.[3]
Im Mai 1986 beendete die Stena Nautica ihren Dienst für die Stena Line. Nach fast einem Jahr Liegezeit ging sie im April 1987 als Versailles an die französische Eisenbahngesellschaft SNCF für den Dienst zwischen Newhaven und Dieppe. Seit Mai 1992 fuhr sie als Stena Londoner unter Charter der Stena-Tochtergesellschaft Sealink Stena Line auf verschiedenen Routen.[3]
Im Juni 1996 ging die Fähre an die französische Reederei SeaFrance und erhielt den Namen Seafrance Monet. Fortan wurde sie auf der Strecke Dover-Calais eingesetzt, aber ab 1997 als Reserveschiff nur spontan genutzt. Am 29. März 2000 erlitt das Schiff Beschädigungen an den Stabilisatoren, als es bei schwerer See mit einem Wellenbrecher in Calais kollidierte.[4]
Es kehrte nicht wieder in den Dienst für SeaFrance zurück, sondern wurde im beschädigten Zustand an die spanische Reederei Naviera Armas verkauft. Nach Reparaturarbeiten in Vigo nahm es im September 2000 als Volcan de Tacande den Dienst zwischen den Kanarischen Inseln auf. Am 30. Januar 2005 lief das Schiff während einer Überfahrt auf Grund und erlitt Wassereinbruch im Maschinenraum. Die Volcan de Tacande wurde als Totalschaden abgeschrieben und im September 2005 zum Abbruch ins türkische Aliağa geschleppt.[4]
Weblinks
- Eintrag zum Schiff auf Fakta om Fartyg (schwedisch)
- Eintrag zum Schiff auf ferry-site.dk (englisch)
- Geschichte des Schiffes auf doverferryphotosforums.co.uk (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Reinhard Hannemann: STENA DANICA. In: Ship-DB. Abgerufen am 29. Oktober 2025.
- ↑ Micke Asklander: M/S STENA JUTLANDICA. In: Fakta om Fartyg. Abgerufen am 29. Oktober 2025.
- ↑ a b Micke Asklander: M/S STENA NORDICA. In: Fakta om Fartyg. Abgerufen am 29. Oktober 2025.
- ↑ a b Nigel Thornton, Ray Goodfellow: MS Seafrance Monet (Ex Stena Nordica (1974)/Stena Londoner) – Past and Present. In: Dover Ferry Photos. Abgerufen am 29. Oktober 2025.