Stein (Probstei)

Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Koordinaten: 54° 25′ N, 10° 16′ O
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Probstei
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 3,81 km²
Einwohner: 863 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 227 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24235
Vorwahl: 04343
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 079
Adresse der Amtsverwaltung: Knüll 4
24217 Schönberg (Holstein)
Website: www.gemeinde-stein.de
Bürgermeisterin: Annika Börnsen (SPD)
Lage der Gemeinde Stein im Kreis Plön

Stein ist eine Gemeinde in der Probstei im Kreis Plön in Schleswig-Holstein.

Geografie

Geografische Lage

Das Gemeindegebiet von Stein erstreckt sich auf dem Ostufer der Kieler Außenförde im Bereich des Naturraums Ostholsteinisches Hügel- und Seenland (Haupteinheit Nr. 702) ca. 20 km nördlich der Landeshauptstadt Kiel.[2][3]

Ortsteile

In der Gemeinde Stein liegen insgesamt fünf benannte Siedlungsplätze, im Fachjargon als Wohnplätze bezeichnet. Neben dem für die Gemeinde namenstiftenden Dorf sind es Ellernbrook und Feldscheide, beides kategorisierte Häusergruppen, die Wirtshaussiedlung Neustein und die Hofsiedlung Hohenstein.[4]

Nachbargemeinden

Direkt an das Gemeindegebiet von Stein grenzen:[2]

Laboe Lutterbek Wendtorf

Geschichte

Der Ort Stein besteht etwa seit dem Jahre 1240.

Die Gemeinde gehörte dem Amt Probstei-West an. Seit dessen Auflösung zum 1. Juni 1970 ist sie Teil des Amts Probstei.[5]

Ab dem Jahr 1888 sollte in Stein ein Fischereihafen gebaut werden, der aber wegen Versandung nie fertiggestellt und stattdessen zu einem begehbaren Steindamm mit wechselvoller Geschichte umgebaut wurde. Die mehrere hundert Meter lange Steiner Mole gilt heute als Wahrzeichen des Ortes. Die Mole wurde mehrfach verändert, als Bade-, Umschlag- und Anlegeort genutzt, litt jedoch immer wieder unter Versandung, Sturm- und Hochwasserschäden, und wird bis heute von der Gemeinde aktiv gepflegt.[6]

Politik

Gemeindevertretung

Wahlbeteiligung: 66,7 Prozent
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Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Von diesen erhielt die CDU sieben Sitze und die SPD vier Sitze.

Wappen

Blasonierung: „In Blau ein silberner Wellenbalken, darüber eine nach Art eines oben gekappten Stufengiebels gebaute silberne Steinbrücke, darunter ein goldener Plattfisch. In den Oberecken und in der Öffnung der Brücke je eine goldene Rapsblüte.“[8]

Wirtschaft und Verkehr

Die Gemeinde entwickelte sich in den letzten 30 Jahren verstärkt von einem Fischer- und Bauerndorf zu einem Ort, in dem der Tourismus inzwischen eine bedeutende Rolle spielt.

Die Gemeinde ist im motorisierten Individualverkehr durch die parallel zum Küstenstreifen in Ost-West-Richtung angelegte Plöner Kreisstraße 30 erschlossen. Die Straße endet an der entlang der östlichen Gemeindegrenze nach Wendtorf angelegten Kreisstraße 44.[2] Beide Verkehrswege haben Anschluss an die parallel weiter südlich verlaufenden Trasse der Bundesstraße 502.[2]

Im ÖPNV ist der Ort durch insgesamt drei Buslinien (Nrn. 120, 210 und 218) der Verkehrsbetriebe Kreis Plön u. a. ausgehend vom Bahnhof in Schönberg angebunden.[9]

Sehenswürdigkeiten

Der westliche Teil des Gemeindegebietes ist Teil des Landschaftsschutzgebietes (LSG) Hagener Au von Probsteierhagen bis zur Einmündung in die Ostsee und Umgebung sowie die Ostseeküste zwischen Laboe und Stein. Im Osten an der Hafeneinfahrt von Wendtorfer Strand ist ein kleiner Teil des Gemeindegebietes in das europäische NATURA-2000-Schutzgebiet FFH-Gebiet Küstenlandschaft Bottsand - Marzkamp und vorgelagerte Flachgründe einbezogen. Im Westen zieht sich das Gemeindegebiet grob bis in das Niederungsgebiet der Hagener Au. Der Flusslauf und der östliche Uferbereich im Gemeindegebiet sind Teil des FFH-Gebietes Hagener Au und Passader See.[10]

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Stein (Probstei)

Mit Stein verbunden

Nach ihrer Eheschließung mit dem Hufner Clemens Arp (1884–1914), lebte Lilli Arp, geborene Havemeister (1889–1965), auf Gut Hohenstein. Dort wurde die Tochter Käthe, verheiratete Bockelmann (1909–1989), – Mutter des späteren Sängers Udo Jürgens – geboren.

Commons: Stein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2024 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
  2. a b c d Relation: Stein (288258) bei OpenStreetMap (Version #7). Abgerufen am 4. März 2023.
  3. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 7, abgerufen am 4. März 2023.
  4. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Wohnplatzverzeichnis Schleswig-Holstein 1987. 1992, S. 67 (statistischebibliothek.de [PDF; 10,5 MB; abgerufen am 4. März 2023]).
  5. Amtsblatt für Schleswig-Holstein 1970. Nr. 31, 1970, S. 372 (schleswig-holstein.de [PDF]).
  6. Geschichte der Mole auf der Website der Gemeinde
  7. wahlen-sh.de
  8. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  9. NAH.SH. Abgerufen am 4. März 2023.
  10. Schutzgebiete in der Gemeinde Stein. In: DigitalerAtlasNord. Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein, abgerufen am 30. November 2022.