Stefanie von Turetzki

Stefanie von Turetzki (* 27. November 1868 in Czernowitz; † 20. November 1929 ebenda) war die Begründerin und Direktorin des ersten Mädchenlyzeums (Gymnasium) der österreichisch-ungarischen k.u.k.-Monarchie in Czernowitz in der im Osten Österreich-Ungarns gelegenen Provinz Bukowina.

Leben und Wirken

Stefanie von Turetzki wurde Ende November 1868 in Czernowitz geboren. Sie studierte von 1887 bis 1892 in Wien und erwarb dort das Doktorat der Philosophie. Anschließend war sie Lehrerin an der Czernowitzer griechisch-orientalischen höheren Töchterschule, der sie ab etwa 1900 als Leiterin vorstand. Unterrichtssprachen waren hier Rumänisch, Deutsch und Ruthenisch.

Nach ihrer Heirat am 16. November 1902 führte sie den Familiennamen Jemna.

In den Jahren vor 1914 gründete sie das griechisch-orthodoxe Mädchenlyzeum in der Czernowitzer Cheresculgasse (heute Вул. Щепкіна) und war dessen Direktorin.[1]

Stefanie von Tureztki-Jemna starb am 20. November 1929 – wenige Tage vor Vollendung ihres 61. Lebensjahres – in ihrer Geburtsstadt Czernowitz.

Gedenken

Die ebenfalls in Czernowitz geborene Autorin Genunea Musculus (1921–2009) widmete einige Kapitel in ihrem 2011 im Verlag des Berliner Osteuropa Zentrums erschienenen Roman Genunea. Czernowitz liegt nicht nur in der Bukowina (Stefanie de Turetzki, S. 12; Stefanies Tod, S. 51).

Literatur

  • Genunea Musculus: Genunea. Czernowitz liegt nicht nur in der Bukowina. Roman. Osteuropa-Zentrum-Berlin Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-942437-03-5.

Einzelnachweise

  1. Stefanie von Turetzki. In: bukowina-institut.de. Abgerufen am 26. November 2025.