Stefanie Wermeling
Stefanie Antonia Wermeling (* 1988[1] in Münster) ist eine deutsche Schauspielerin, Sprecherin, Moderatorin sowie Motion‑Capture‑Darstellerin. Sie arbeitet für Film, Fernsehen, Theater, Synchron und Videospielproduktionen[2] und lebt in Berlin.[3]
Leben und Ausbildung
Stefanie Wermeling wurde 1988 in Münster geboren und lebt heute in Berlin.[1] Nach einem freiwilligen sozialen Jahr in einer psychiatrischen Einrichtung sowie einem Au-pair‑Jahr in London begann sie ihre professionelle Schauspielausbildung an der Transform Schauspielschule[4] in Berlin und am Teatr Studio der ITW Berlin.[3] Ergänzend absolvierte sie Weiterbildungen bei Heike Hanold-Lynch, die Nancy‑Bishop‑Masterclass für On‑Screen‑ und Self‑Tape‑Auditions, Kurse im Synchron‑ und Mikrofonsprechen am ISFF sowie Trainings bei Bettina Lohmeyer (Susan‑Batson‑Methode) und Beate Maes im Bereich emotionale Kommunikation und Stimmarbeit.[3]
Karriere
Theater
Ihre ersten Theaterarbeiten entstanden 2010, als Stefanie Wermeling in der Inszenierung Creeps von Janusz Cichocki auf der Bühne stand und anschließend in Tennessee Williams’ Die Glasmenagerie unter der Regie von Janina Szarek die Rolle der Laura übernahm. 2011 folgte die Darstellung der Lady Milford in Friedrich Schillers Kabale und Liebe in der Regie von Torsten Spohn am Teatr Studio am Salzufer.[3]
In den Jahren 2012 und 2013 wirkte sie in mehreren Produktionen des Teatr Studio mit, darunter als Titania in William Shakespeares Ein Sommernachtstraum (Regie: Gunda Aurich) sowie im Monolog der Valerie in V wie Vendetta (Regie: Janina Szarek). Ebenfalls in dieser Zeit spielte sie die Hauptrolle im Stück Fünf im gleichen Kleid unter der Regie von Stephan Baumecker.[3]
2013 übernahm sie weitere zentrale Rollen am Teatr Studio: als Kassandra in Der Untergang (Regie: Reiner Heise), als Holly in Frühstück bei Tiffany (Regie: Janina Szarek) sowie als Lulu in Frank Wedekinds Erdgeist bzw. Lulu (Wedekind) in der Regie von Stephan Baumecker.[3]
Film und Fernsehen
Wermeling arbeitet seit vielen Jahren in Film, Fernsehen, Theater und Synchron. Bekannt wurde sie unter anderem durch Produktionen wie Tender Hearts (Sky), Mutti, Nö und Heil.[3]
Im Fernsehen wird sie im Tatort: Murot und der Elefant im Raum[4], als Kriminalassistentin Lange[4] Ende 2025 zu sehen sein.[4] Die Premiere erfolgte am 1. September 2025 auf dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein.
Sprechertätigkeit
Im Bereich Motion‑ und Facial‑Capture übernahm sie 2024 die Rolle „Ruth Tallant“[2] im Remake des Videospiels Alone in the Dark[2] für PS5, Xbox und PC, wurde sie international bekannt.[3] Als Sprecherin ist sie u. a. in Voice‑over‑Arbeiten für Afghan Dreamers (Paramount+), Hells Kitchen (Prime Video) und Captain Laserhawk (Netflix) zu hören.[3][5]
Synchronarbeiten (Auswahl)
Filme
- 2013: More than Words – Die Macht der Liebe – als Amy (Madison Beer)
- 2018: The Guardian Angel – als Krankenschwester (Andjela Ramljak)
- 2019: Virus – Unsichtbarer Tod – als Anjali Vasudevan (Darshana Rajendran)
- 2021: The Retaliators – Auge um Auge – als Sharon (Gemma McIlhenny)
- 2022: Destined at Christmas – Für Weihnachten bestimmt – als Vickie Fenech (Weixin Le)
- 2022: Escape Room – The Game – als Nicole (Menik Gooneratne)
- 2023: Alien Apocalypse – als Celeste Daniels (Christina Rose)
- 2023: Destined at Christmas 2: Christmas Once More – als Vickie Fenech (Weixin Le)
- 2023: Diamond Heist – Ein unmöglicher Auftrag – als Ashley (Kelly Lynn Reiter)
- 2023: Mein Fake Date 2 – Verkuppelt an Weihnachten – als Frau
- 2023: Nightman – als Frau am Telefon
- 2023: Ein Schritt zu Dir – als Reporterin (Valentina Izarra)
- 2024: Dark Game – Wer stirbt, verliert – als Agent Derbez (Georgina Strawson)
- 2024: Herzklopfen in der Karibik – als Podcasterin #2 (Rachel Flynn)
Serien
- 2000– : Don Matteo (2. dt. Synchro ab 2022) – diverse Rollen:
- als Marisa Morante (Sydne Rome)
- als Cinzia Pancrazi (Giada Desideri)
- als Nikki (Barbara Snellenburg)
- als Clarissa Rasotti (Federica Marradi)
- als Gloria Pardi (Eleonora Di Miele)
- als Susanna Corini (Sara D’Amario)
- als Signora Buonconte
- als Krankenschwester #3
- als Carmela
- 2012– : MrBeast (dt. ab 2023) – diverse Rollen:
- als Suzie Taylor
- als Alex’ Frau
- als Blaze Regan
- 2010: Ein Koch für alle Fälle – als Luisa Finardi (Manuela Ungaro)
Videospiele
- 2024: Alone in the Dark – Motion Capture / Rolle: Ruth Tallant[2]
Synchronisation / Voiceover
- Alone in the Dark (Videospiel, PS5/Xbox/PC) – als Ruth (Motion Capture & Facial Capture)[2]
- Captain Laserhawk (Netflix, Synchron)
- Afghan Dreamers (Paramount+, Voiceover)
- Hell’s Kitchen (Prime Video, Voiceover)
Filmografie (Auswahl)
- 2013: Seegrund. Ein Kluftingerkrimi
- 2015: 3 Türken und ein Baby
- 2015: Hubert ohne Staller (Fernsehserie, 1 Folge)
- 2015: Heil
- 2016: Wer aufgibt ist tot
- 2017: Schloss Einstein (Fernsehserie, 1 Folge)
- 2017: Berlin Virgin (Kurzfilm)
- 2018: Am Ruder
- 2018: Mutti (Kurzfilm)
- 2021: Nö
- 2022: The Skeleton Crew (Kurzfilm)
- 2023: Tender Hearts (Sky-Serie) – Nebenrolle
- 2023: Young Crime (ZDFmediathek) – als Sandra Giovanotti
- 2023: Tender Hearts (Fernsehserie, 1 Folge)
- 2024: Alone in the Dark – als Ruth (Motion Capture & Facial Capture)
- 2025: Tatort: Murot und der Elefant im Raum
Weblinks
- Stefanie Wermeling bei IMDb
- Stefanie Wermeling bei Filmmakers
- Stefanie Wermeling bei Crew United
- Stefanie Wermeling in der Deutschen Synchronkartei
Einzelnachweise
- ↑ a b Jennifer Harre ZAV: ZAV-Künstlervermittlung Stefanie Wermeling Biografie. In: ZAV-Künstlervermittlung. 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.
- ↑ a b c d e Stefanie Wermeling Alone in the dark: Ruth full introduction. In: schauspielervideos.de. Abgerufen am 19. Dezember 2025.
- ↑ a b c d e f g h i Jennifer Harre ZAV: Stefanie Wermeling Biografie. In: Filmcommission BerlinBrandenburg. 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.
- ↑ a b c d Janina Szarek: Stefanie Wermeling im nächsten Tukur-Tatort zu sehen. In: transform-schauspielschule.de. 12. Juni 2024, abgerufen am 19. Dezember 2025.
- ↑ Agentur office of arts Thomas Frenz: Stefanie Wermeling Stimmproben. In: .officeofarts.de. 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.