Stefan Hübner

Stefan Hübner
Stefan Hübner beim Pokalfinale 2022
Porträt
Geburtsdatum 13. Juni 1975
Geburtsort Bielefeld, Deutschland
Größe 2,00 m
Position Mittelblock
Vereine
bis 1994
1994–1995
1995–1998
1998–2000
2000–2001
2001–2003
2003–2005
2005–2006
2006–2007
2007–2009
2009–2010
2010–2012
Eimsbütteler TV
1. SC Norderstedt
Moerser SC
SCC Berlin
Esse-Ti Carrilo Loreto
Bossini Sangenimi Montichiari
Itas Diatec Trentino
TuS Schladern
Itas Diatec Trentino
Sisley Treviso
Perugia Volley
evivo Düren
Nationalmannschaft

245 Einsätze in der
Jugend-Nationalmannschaft
A-Nationalmannschaft
Erfolge
1997
1999
2000
2006
2007
2008
2010
2025
EM-Neunter
Sieger Universiade
DVV-Pokalsieger
WM-Neunter
EM-Fünter
Olympia-Neunter
Sieger Challenge Cup
Trainer des Jahres
Stand: 30. Oktober 2025

Stefan Hübner (* 13. Juni 1975 in Bielefeld) ist ein ehemaliger deutscher Volleyball-Nationalspieler, vierfacher Volleyballer des Jahres und heutiger Volleyballtrainer.

Karriere als Spieler

Hübner begann mit dem Volleyballspiel als Neunjähriger in Hamburg beim 1. SC Norderstedt. Als Jugendlicher wechselte der gebürtige Bielefelder zum Eimsbütteler TV. Für diesen Verein spielte Hübner auch in der zweiten Liga. 1994 kehrte er zum 1. SC Norderstedt zurück.[1] Dort spielte er zum ersten Mal in der 1. Bundesliga[2]. In der folgenden Saison schlug der Mittelblocker für den Moerser SC auf. Zwei Jahre später nahm er mit der A-Nationalmannschaft an der EM in den Niederlanden teil. 1998 wechselte er zum SCC Berlin, mit dem er 2000 den DVV-Pokal gewann. Anschließend ging er nach Italien. In Loreto, Montichiari und schließlich Trentino entwickelte er sich zu einem der besten Mittelblocker in der starken italienischen Liga. Die deutschen Fans honorierten seine Leistungen, indem sie ihn 1998 und 1999 sowie 2001 und 2002 zum Volleyballer des Jahres wählten. 2005 musste er jedoch aufgrund mehrerer Verletzungen seine Karriere vorläufig beenden. Zusammen mit Thomas Kröger bildete er ein neues Duo im Beachvolleyball. Nebenbei arbeitete er beim deutschen Vizemeister evivo Düren als Co-Trainer und kommentierte bei Premiere die Champions-League-Spiele der deutschen Vereine. Im Frühjahr 2006 kehrte er in die Halle zurück und spielte eine Saison bei seinem vorherigen Verein Itas Diatec Trentino. Er wurde auch wieder in die Nationalmannschaft berufen, mit der er bei der WM in Japan sein nächstes großes Turnier absolvierte und den neunten Platz belegte. Bei der EM 2007 in Russland wurde das Team Fünfter. Von 2007 bis 2009 spielte Hübner bei Sisley Treviso. Mit der Nationalmannschaft erreichte er bei den Olympischen Spielen in Peking im August 2008 den neunten Platz. Mit der Saison 2009/10 in Perugia beendete Hübner als Challenge-Cup-Sieger seine italienische Auslandskarriere. Nach einer zweijährigen Pause gab er im September 2010 sein Comeback in der Nationalmannschaft, musste die WM in Italien aber verletzungsbedingt absagen.

Im Juni 2010 unterschrieb er einen Zweijahresvertrag beim deutschen Bundesligisten evivo Düren, bei dem er sich auch in der Sponsorenbetreuung und im Marketing einbringen sollte.[3] Durch seine Verletzung konnte er allerdings erst im März 2011, gegen Ende der Bundesligahauptrunde 2010/11, erstmals für Düren auf dem Spielfeld stehen. Im Januar 2012 gab Hübner wegen anhaltender Verletzungsprobleme seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport bekannt.[4]

Karriere als Trainer

Seit November 2011 ist Stefan Hübner Co-Trainer der deutschen Volleyballnationalmannschaft der Männer. Von April 2012 bis 2013 war er auch Co-Trainer beim belgischen Verein Noliko Maaseik. In der Saison 2013/14 war er Cheftrainer beim Zweitligisten TSG Solingen Volleys.

Seit 2014 trainiert Hübner den Erstligisten SVG Lüneburg. Direkt in der ersten Saison führte er den Verein ins DVV-Pokalfinale und ins Playoff-Halbfinale. Nach dem Halbfinale in beiden Wettbewerben 2015/16 schied Lüneburg 2016/17 und 2017/18 jeweils im Viertelfinale aus. 2018/19 stand die SVG wieder im Pokalfinale und im Playoff-Halbfinale. Die Corona-Saison 2019/20, die im Pokal-Achtelfinale und mit dem achten Platz in der Bundesliga war die schwächste Saison für Lüneburg mit Hübner. Auf eine Verbesserung mit dem Pokal-Viertelfinale und Playoff-Halbfinale 2020/21 erreichte Lüneburg im DVV-Pokal 2021/22 das dritte Pokalfinale unter Hübners Leistung. In den folgenden beiden Jahren gab es ein Pokal-Viertelfinale und Halbfinale sowie zweimal das Halbfinale der Playoffs. 2024/25 schied Lüneburg im Pokal-Viertelfinale aus, wurde aber anschließend erstmals deutscher Vizemeister.

Auch international war der Trainer mit Lüneburg in den vergangenen Jahren erfolgreich. Der Verein spielte 2021/22 und 2022/23 im CEV-Pokal. 2023/24 war die SVG erstmals in der Champions League vertreten und erreichte im Anschluss im CEV-Pokal das Finale. 2024/25 erreichte Lüneburg das Champions-League-Viertelfinale.

Im Oktober 2025 wurde Hübner bei den deutschen Volleyball Awards als Trainer des Jahres ausgezeichnet.[5] Auch 2025/26 trainiert er Lüneburg.

Privates

Stefan Hübner ist seit 2012 mit der Volleyballerin und langjährigen Lebensgefährtin Angelina Grün verheiratet. 2014 wurde ihr gemeinsamer Sohn Jakob geboren, 2017 kam der zweite Sohn Benjamin zur Welt.[6]

Einzelnachweise

  1. Stefan Hübner im Munzinger-Archiv, abgerufen am 23. März 2024 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Deutsche Volleyballzeitschrift - Ausgabe Oktober 1994 Seite 20
  3. Stefan Hübner will Evivo voranbringen. In: Aachener Zeitung. 24. Juni 2010, archiviert vom Original am 6. Dezember 2015; abgerufen am 23. März 2024.
  4. Evivo und Stefan Hübner lösen Vertrag auf. In: Aachener Zeitung. 17. Februar 2024, archiviert vom Original am 9. Januar 2016; abgerufen am 11. Januar 2012.
  5. Volleyball Awards 2025: Alsmeier, Röhrs, Grozer, Wehner und Hübner ausgezeichnet. DVV, 30. Oktober 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025.
  6. Andreas Lesch: Stefan und Angelina Hübner haben Zeit für Herzenssachen. In: Weser-Kurier. 6. März 2017, abgerufen am 13. April 2023.