Stefan Born (Schauspieler)

Stefan Born (* 29. März 1950 in München; † 15. Januar 2018[1] ebenda) war ein deutscher Theater- und Fernsehschauspieler.

Leben

Born absolvierte seine Schauspielausbildung am Schauspielstudio Zinner in München.[2] Theater spielte er hauptsächlich im süddeutschen Raum.

Er begann seine Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1972/73 am Fränkisch-Schwäbischen Städtetheater Dinkelsbühl.[3] In der Spielzeit 1973/74 war er am Theater in der Tonne in Reutlingen engagiert.[4] In der Spielzeit 1974/75 folgte ein Engagement am Landestheater Schwaben in Memmingen.[5] Ab der Spielzeit 1975/76 war er, zunächst als Gast, anschließend als Ensemblemitglied, für zwei Spielzeiten am Landestheater Württemberg-Hohenzollern in Tübingen engagiert.[6][7] Zur Spielzeit 1977/78 wechselte er für drei Spielzeiten an das Staatstheater Darmstadt.[8] Ab der Spielzeit 1980/81 war er am Staatstheater Kassel verpflichtet.[9]

1983 kehrte er nach München zurück und trat ab der Spielzeit 1983/84 bis in die 2000er Jahre viele Jahre am Münchner Volkstheater auf.[10][11] Dort spielte er 2001 gemeinsam mit Christine Neubauer in dem Schauspiel Der Marquis von Keith von Frank Wedekind; Regie führte Ruth Drexel.[12]

Er hatte außerdem Engagements u. a. im Theater rechts der Isar; dort trat er in der Spielzeit 1990/91 in ca. 120 Vorstellungen des Theaterstücks Die Nashörner auf.[13][14] 2001 trat er am Theater Blaue Maus in München in dem Theaterstück Die Froschkönigin von Kerstin Specht auf.[15] In der Spielzeit 2003/04 übernahm er am Bockshorn-Theater Würzburg die Rolle des Irrenarztes Dr. Alois Alzheimer in der deutschen Erstaufführung des Schauspiels Die Akte der Auguste D. von Konrad und Ulrike Maurer.[16] Die Frankfurter Rundschau schrieb in ihrer Kritik über Borns Darstellung: „Charaktervoll spielt Stefan Born die Rolle des humanen Mediziners, der aufgrund persönlicher Probleme zum vom Forschungsdrang getriebenen Workaholic wurde.“[16] Am Teamtheater München spielte er 2005 in der Farce Nathans Dackel von Franzobel.[2]

Im Fernsehen war er vornehmlich in Fernsehserien sowie in mehreren Fernsehfilmen zu sehen. Sehr häufig wurde er dabei in Serien mit süddeutschem, oberbayerischen oder österreichischem Hintergrund eingesetzt, wie z. B. Die Rosenheim-Cops, Forsthaus Falkenau und Der Bulle von Tölz. Eine wiederkehrende Serienrolle hatte er 1991/1992 als Kriminalbeamter Ametshuber in der Fernsehserie Löwengrube.

Zudem war er bei Naxos Sprecher von Hörbüchern und Hörspielen.[17] 1988 wirkte er beim Bayerischen Rundfunk in dem Hörspiel Judas von Marcel Pagnol in der Rolle des Zabulon mit.[18]

Im Sommer 2005 erlitt Born einen schweren Unfall; er lag seit Ende September 2005 in einem Wachkoma.[11] Die Grabstätte von Born befindet sich auf dem Nordfriedhof München.[1]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. a b Stefan Born. Traueranzeige. In: Süddeutsche Zeitung vom 20. Januar 2018. Abgerufen am 24. Januar 2018.
  2. a b Stefan Born (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) Kurzbiografie Teamtheater München. Abgerufen am 4. Januar 2014
  3. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 233 und S. 659 (Register).
  4. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1974. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 82. Jg., Hamburg 1974, S. 477 und S. 692 (Register).
  5. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1975. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 83. Jg., Hamburg 1975, S. 477 und S. 684 (Register).
  6. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1976. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 84. Jg., Hamburg 1976, S. 477 und S. 661 (Register).
  7. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1977. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 85. Jg., Hamburg 1977, S. 371 und S. 820 (Register).
  8. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1978. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 86. Jg., Hamburg 1978, S. 97 und S. 844 (Register).
  9. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1981. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 89. Jg., Hamburg 1981, S. 257 und S. 870 (Register).
  10. Stefan Born. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1984. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 92. Jg., Hamburg 1984, S. 363 und S. 922 (Register).
  11. a b THEATER HALLE 7 - Benefiz-Reihe für Stefan Born Abgerufen am 4. Januar 2014
  12. Der Marquis von Keith (Memento vom 5. Januar 2014 im Internet Archive) Offizielle Internetpräsenz der Schauspielerin Christine Neubauer. Abgerufen am 5. Januar 2014.
  13. 1990/91 "Die Nashörner" im Theater der Isar (Memento vom 3. Januar 2014 im Internet Archive) ionesco.org
  14. Die Nashörner Offizielle Internetpräsenz des Schauspielers und Regisseurs Heinz-Josef Braun. Abgerufen am 5. Januar 2014
  15. Arik Seils: Sigi Siegert - Archiv Seite 9. In: sigisiegert.de. 16. Februar 2002, abgerufen am 11. November 2020.
  16. a b Die Akte Auguste D. von Konrad und Ulrike Maurer (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) Pressekritiken. Abgerufen am 4. Januar 2014
  17. Die Sprecher von Naxos
  18. Judas. Besetzung. Abgerufen am 5. Januar 2014