Stechinelli-Tor
Das Stechinelli-Tor (auch Junkerntor genannt), Am Junkernhof 6, in der niedersächsischen Gemeinde Winsen (Aller), im Landkreis Celle, wurde zum Ende des 17. Jahrhunderts gebaut.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Winsen (Aller)).
Geschichte und Beschreibung
Die Familie Stechinelli war von 1691 bis 1729 Lehensträger eines Rittergutes in Winsen. Francesco Maria Capellini, genannt Stechinelli (1640–1694 in Celle), war ein Landdrost und Hofbankier der Welfenherzöge des 17. Jahrhunderts. Er besaß in der Region mehrere Liegenschaften, so auch dieses Gut. Dessen Gebäude brannten 1882 ab und wurden nicht wieder aufgebaut. Lediglich ein Wohnhaus als ehemalige Remise von 1715 ist noch vorhanden.
Die Toranlage des Gutes von 1693 mit der mittigen Durchfahrt wird von zwei etwa 4 m langen, mit Sandstein verkleideten Mauerstücken flankiert, die von je zwei Obelisken und Voluten bekrönt sind. Drei vorstehende Quaderbänder verbinden die Mauerstücke und Torpfosten, die das Wappen und eine Inschrift für Francesco Maria Capellini (genannt Stechinelli) tragen. Das Tor ist eines der ältesten noch erhaltenen Baudenkmäler in Winsen.[1]
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… beispielhafte Ausprägung eines barocken Hoftores ….“
Einzelnachweise
Koordinaten: 52° 40′ 54,8″ N, 9° 54′ 29,2″ O