Starship Troopers 3: Marauder

Film
Titel Starship Troopers 3: Marauder
Produktionsland Vereinigte Staaten, Südafrika[1]
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Edward Neumeier
Drehbuch Edward Neumeier
Produktion David Lancaster
Musik Klaus Badelt,
Ian Honeyman,
Andrew Raiher
Kamera Lorenzo Senatore
Schnitt Michael John Bateman
Besetzung und Synchronisation
Chronologie
Starship Troopers: Invasion →

Starship Troopers 3: Marauder (englisch marauder: Marodeur, Plünderer) ist ein US-amerikanisch-südafrikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2008. Es ist der dritte Film der Starship Troopers-Reihe. Der Protagonist Rico des ersten Films taucht im Gegensatz zum zweiten Teil wieder im Handlungsverlauf auf.[3]

Handlung

Im Krieg gegen die Menschheit bringen die Bugs durch Mutation und Evolution neue, tödliche und schwer zu erkennende Arten hervor. Gleichzeitig haben die Menschen die sogenannte Q-Bombe entwickelt, die ganze Planeten sprengen kann.

Der Sky Marshal Omar Anoke strandet nach seiner Flucht von einem vernichteten Außenposten auf dem von den Bugs kontrollierten Planeten OM-1. Teil der gestrandeten Truppe sind auch der Koch, der Arzt, eine Stewardess, ein Soldat und die Pilotin Lola Beck. Diese ist eine Vertraute von Col. Rico und aktuelle Freundin von General Dix Hauser, der rechten Hand des Sky Marshals. Der Sky Marshal zeigt sich plötzlich gläubig, obwohl Religion durch die Föderationsregierung geächtet wird, und macht die Suche nach einem ebenfalls notgelandeten Transportschiff zu seiner persönlichen Suche nach Gott. Überraschenderweise wird die Gruppe nicht von umherstreifenden Bugs angegriffen, was der Sky Marshal als Bestimmung deutet.

Johnny Rico, der das Kommando über den verlorenen Außenposten hatte, wird wegen einer Befehlsverweigerung zum Tode verurteilt. Bei seiner Exekution durch Hängen reißt das Seil scheinbar aus der Verankerung, jedoch stellt sich heraus, dass Dix Hauser, der nun behauptet, eine leitende Position beim Geheimdienst zu bekleiden, seine Finger im Spiel hat. Hauser berichtet Rico, dass dieser in einer geheimen Mission den Sky Marshal finden und retten soll. Als technische Unterstützung stehen dem Team die neuentwickelten „Marauder“-Kampfanzüge mit einem vielfältigen Waffenarsenal zur Verfügung. Nicht nur der Sky Marshal wird dringend gesucht, sondern auch seine Pilotin, da sie den geheimen Standort des Flottenhauptquartiers „Sanctuary“ kennt. Diese Informationen in „Bug-Händen“ würde den Untergang der Menschheit bedeuten.

Während der Suche nach dem Sky Marshal treffen sie auf den Gott der Bugs „Behemecoatyl“, der den Sky Marshal schon seit längerem über den gefangengehaltenen Brain-Bug (aus Teil 1) kontrolliert, indem er ihm vortäuscht, Frieden mit der Menschheit schließen zu wollen. Der Sky Marshal wird von Behemecoatyl verschlungen. Die Spezialeinheit unter Johnnys Führung kann Lola Beck und die Stewardess retten, und durch die Q-Bombe wird der „Mega-Bug“ zusammen mit dem Planeten vernichtet.

Zum Abschluss wird in einem Spot der Föderation erklärt, dass Gott doch existiere und dass er auf der Seite der Menschen stehe. Dix Hauser und Lola Beck heiraten, und Col. Jonny Rico wird eine Beförderung zum General angeboten. Er soll das Kommando über das Marauder-Programm übernehmen.

Besetzung und Synchronisation

Die deutschsprachige Synchronisation erfolgte bei der Scalamedia GmbH in München. Das Dialogbuch schrieb Ekkehardt Belle, der auch die Dialogregie übernahm.[4]

Rolle Darsteller Deutscher Synchronsprecher
Johnny Rico Casper Van Dien Peter Flechtner
Lola Beck Jolene Blalock Susanne von Medvey
Dix Hauser Boris Kodjoe Manfred Trilling
Holly Marnette Patterson Shandra Schadt
Admiral Enolo Phid Amanda Donohoe Dagmar Dempe
Link Manion Cécile Breccia Stephanie Kellner
Slug Skinner Garth Breytenbach Niko Macoulis
Bull Brittles Stelio Savante Oliver Mink
Sky Marshal Anoke Stephen Hogan Crock Krumbiegel
Jingo (Jon Falkow) Cokey Falkow Benedikt Gutjan
Sunday Tanya van Graan
Elmo Goniff Joe Vaz Gudo Hoegel
Sergeant Rye Anthony Bishop
Puppateer Magic J. Ellingson
Techniker 1 Catherine Oxenberg
Admiral a. D. Peter Krummeck Dieter Memel
attraktive Pilotin Jenna Saras Andrea Wick
Dr. Wiggs Danny Keogh Norbert Gastell
Farmer 2 Richard Thomson Ekkehardt Belle
FedNet-Stimme Corey Burton Michael Brennicke
junge Mutter Lauren McGregor Marieke Oeffinger
Lt. Lamb Jenny Stead Andrea Wick
Richter Ari Fred Abrahamse Dieter Memel
Trooper Wolfgang Schatz
Trooper ('Mehr Munition!') Marieke Oeffinger

Hintergrund

  • Das Budget des Filmes betrug 20 Mio. US-Dollar.
  • Wie der zweite Teil ist auch Starship Troopers 3 eine Direct-to-DVD-Produktion. Der Film erschien in Deutschland am 16. Oktober 2008 auf Blu-ray Disc und DVD
  • Die gepanzerten Kampfanzüge sind in der Romanvorlage Starship Troopers eigentlich künstliche Exoskelette und keine meterhohen Mechs. In dieser ist Sanctuary auch keine Flottenstützpunkt-Raumbasis, sondern ein urzeitlicher, erdähnlicher von Menschen kolonisierter Planet
  • Der Kampfanzug Marauder ist gleichnamig mit dem Titel und mit dem Namen der Spielerfigur im Videospiel Starship Troopers
  • An der Stelle am Anfang des Films, in der SM Anoke verwundet aufgefunden wird, nennt ein Offizier in der deutschen Version (Austria) die Trooper „Marines“

Kritiken

Joe Leydon von Variety urteilte, Fans von Paul Verhoevens kultigem Original von 1997 würden feststellen, dass diese Fortsetzung mutig den übertriebenen Stil und den selbstsatirischen Ton des Originalfilms nachbilde. Anders als Starship Troopers 2, der ein relativ geradliniger Actionfilm gewesen sei, greife der neueste Teil wieder Verhoevens Mischung aus grausamem Chaos, übertriebenem Melodram, Guck-Guck-Nacktheit und ironischer, faschistischer Ästhetik auf, die man entweder liebe oder hasse.[5]

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 43 %[6]

„Fortsetzungsfilm als blutiges Kampfgetümmel. Der ausgefeilte ‚Look‘ sowie einige satirische Seitenhiebe lassen nicht übersehen, dass es dem Film durch das geringe Budget an allen Ecken und Enden mangelt.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Sci-Fi-Action[?] Faschismus-Glorifizierung? Gewaltverherrlichung? Was sich Paul Verhoeven 1997 bei seiner Adaption des Sci-Fi-Romans „Sternenkrieger“ anhören musste, grenzte an eine Farce – schließlich war die Story um den totalen Krieg der Menschen gegen eine Insektenrasse nichts anderes als eine Satire auf soldatisches Heldentum und reaktionäre Weltanschauungen. Von einer hintergründigen Parabel ist in Teil drei leider wenig zu spüren. Fazit: Mäßig getrickster Weltraumactioner für Fans.“

Einzelnachweise

  1. a b Starship Troopers 3: Marauder im Lexikon des internationalen Films
  2. Freigabebescheinigung für Starship Troopers 3: Marauder. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2008 (PDF; Prüf­nummer: 114 326 DVD).
  3. Cast and crew. www.starshiptroopers3.net, archiviert vom Original am 23. August 2008; abgerufen am 14. Februar 2010 (englisch).
  4. Starship Troopers 3 - Marauder. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 28. November 2025.
  5. Joe Leydon: Starship Troopers 3: Marauder. In: Variety. 13. August 2008, abgerufen am 28. November 2025 (englisch).
  6. Starship Troopers 3: Marauder. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 7 Kritiken).
  7. Starship Troopers 3: Marauder. In: cinema. Abgerufen am 18. März 2022.