Starkholzbacher See

Starkholzbacher See
GKZ 5841
Geographische Lage Baden-Württemberg
Zuflüsse
  • Brunnenwiesenbach
Abfluss Brunnenwiesenbach → Himmelreichsbach → Bibers → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Ufernaher Ort Starkholzbach
Daten
Koordinaten 49° 4′ 57″ N, 9° 39′ 52″ O
Fläche 6,207 4 ha[1]
Maximale Tiefe 2,4 m[2]

Der Starkholzbacher See (auch Starki) ist ein künstlich aufgestauter Badesee bei Starkholzbach in Bibersfeld, einem Stadtteil von Schwäbisch Hall im nordöstlichen Baden-Württemberg. Das Gewässer dient als Naherholungsgebiet mit Liegewiesen, Steganlagen und einem Rundweg. Es wird vom Brunnenwiesenbach durchflossen, der in die Bibers entwässert.[1][3]

Beschreibung

Der Starkholzbacher See wurde bereits im Mittelalter künstlich aufgestaut, wobei das Kloster Comburg Fischrechte besaß. 1702 erfolgte eine Vermessung. Im Jahr 1858 verkaufte das Königreich Württemberg den Weiher an örtliche Bauern. 1866 entstand an seinem Rand die Gipsmühle. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der See abgelassen, um die Fläche landwirtschaftlich zu nutzen.[4]

1972 wurde im Zuge einer Flurbereinigung die Wiederanlage des Sees als Naherholungsgebiet beschlossen. Nach einem Fischsterben im Jahr 2007 wurde zunächst ein Badeverbot ausgesprochen und ein Sanierungskonzept erarbeitet, woraufhin der See 2008 abgelassen und ab 2009 erneuert wurde. Im selben Jahr gründete sich der Förderverein Starkholzbacher See, der seitdem in Zusammenarbeit mit der Stadt Schwäbisch Hall Maßnahmen zur Pflege und Erhaltung des Gewässers koordiniert.[4]

Ein größerer Badesteg und eine Badeinsel wurde nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes 2020 zunächst gesperrt und spätestens 2022 vollständig entfernt.[5][6]

2024 wurde der See erneut abgelassen, um Schlamm am Grund durch neuen Kies zu ersetzen und um Muschelkalkblöcke im Bereich der Badestelle zur Fixierung einzusetzen.[7][8]

Galerie

Commons: Starkholzbacher See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Steckbrief Starkholzbacher See. In: badegewaesserkarte.landbw.de. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Landesgesundheitsamt, abgerufen am 30. September 2025.
  2. Starkholzbacher See. In: fzv-schwaebischhall.de. Fischzuchtverein Schwäbisch Hall e. V., abgerufen am 4. Oktober 2025.
  3. Andreas Scholz: Grüner Teppich im Starkholzbacher See sorgt für Unmut. In: stimme.de. Heilbronner Stimme, 26. August 2021, abgerufen am 30. September 2025.
  4. a b Alles rund um den Starkholzbacher See. In: starkholzbachersee.de. Förderverein Starkholzbacher See e. V., abgerufen am 30. September 2025.
  5. Starkholzbacher See Schwäbisch Hall: Nach BGH-Urteil: Steg am Starki vorerst gesperrt – Umbau steht an. In: swp.de. Südwest Presse, 18. August 2020, abgerufen am 30. September 2025.
  6. Thumilan Selvakumaran: Badesee Schwäbisch Hall: Im Starkholzbacher See bleibt das Schwimmen erlaubt. In: swp.de. Südwest Presse, 4. Dezember 2019, abgerufen am 30. September 2025.
  7. Andreas Scholz: Badesaison in Hall: Kein Wasser im Starkholzbacher See. In: swp.de. Südwest Presse, 17. Mai 2024, abgerufen am 30. September 2025.
  8. Thumilan Selvakumaran: Starkholzbacher See: Am Ende war nur sehr wenig Schlamm am Grund. In: swp.de. Südwest Presse, 28. September 2024, abgerufen am 30. September 2025.