Stadtmuseum Heimathaus Traunstein

Das Stadtmuseum Heimathaus Traunstein ist ein Heimatmuseum der Stadt Traunstein in Oberbayern.

Betrieb

Das 1923 gegründete Stadtmuseum Heimathaus präsentiert zahlreiche Exponate zur Stadtgeschichte, zu Handwerk und Gewerbe, zu Handel und Wirtschaft. Die Bestände des Stadtmuseums Heimathaus Traunstein reichen dabei von der Vor- und Frühgeschichte über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis zur Stadtgeschichte der jüngsten Vergangenheit. Schwerpunkte liegen unter anderem bei der Abteilung über die bis 1912 bestehende Saline und der über Handwerk, Handel und Gewerbe. Zusätzlich stellt das Museum Gemälde, sakrale Kunst, vielfältige Zeugnisse des Volksglaubens und Brauchtums sowie der bürgerlichen und bäuerliche Kultur des Chiemgaus vor.

Sonderausstellungen gab es in den letzten Jahren z. B. zu folgenden Themen:

  • „VOM ANTLITZ ZUM SELFIE“ Städtische Galerie Traunstein zu Gast im Stadtmuseum, 26. Oktober bis 19. Dezember 2021
  • 100 Jahre Museum im Heimathaus Traunstein, 26. April 2023 bis 31. Oktober 2023.
  • „650 Jahre jüdisches Leben in Traunstein“, 12. März bis 27. April 2025
  • „Traunstein im Wandel - Mit Fug und Recht“ Von den Stadtrechten 1375 bis zur Vereinslizenz der amerikanischen Militärregierung 1946, 11. April 2025 bis 1. Juni 2025

Das angeschlossene Spielzeugmuseum der Sammlung von Heimendahl zeigte antikes Spielzeug, hauptsächlich aus den Jahren 1870 bis 1960, darunter Blechspielzeug, Puppenstuben, Puppen und Teddybären. Diese Sammlung wurde 2025 geschlossen.[1]

Geschichte

1873 stellt der Apotheker Joseph Pauer den Antrag an die Stadt Traunstein, ein Museum zu gründen. Die bei ihm vorhandenen Objekte zeigt er zunächst in Nebenräumen der Pauer'schen Apotheke. Spätestens ab August 1888 war die historische Sammlung im Rückgebäude des Traunsteiner Rathauses zu festen Öffnungszeiten gegen Eintritt zu besichtigen.[2]

Die Traunsteinerin Elise Angerer überschrieb 1919 ihr Wohn- und Geschäftshaus an der ehemaligen Stadtmauer der Stadt Traunstein „für Zwecke des städtischen historischen Museums“. Seit 1923 ist die wachsende Sammlung des Museums am Stadtplatz 2–3, dem Brothausturm und dem Ziegleranwesen zu sehen.[2]

Träger des Museums war bis 1951 die Stadt selbst. Seitdem wird das Museum von der Stiftung Heimathaus betrieben. Die Einrichtung der Museumsräume und die Pflege der Sammlung übernahmen anfangs ehrenamtliche Kräfte des Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein. Seit 1991 hat das Museum eine hauptamtliche Leitung. Seit 2025 ist dies Stefan Schuch, stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins für den Chiemgau.[3]

Gebäude

Die Gebäude werden in der Liste der Baudenkmäler in Traunstein folgendermaßen beschrieben:[4]

Torturm des ehemaligen Oberen oder Münchner Tores: sogenannter Brothausturm, 1541 erbaut, Ausbau Mitte 18. Jahrhundert, und ehemaliges Zieglerwirtshaus, jetzt Museum im Heimathaus, mit Erdgeschosslauben und Erker, spätes 17. Jahrhundert.

Bilder

Commons: Stadtmuseum Heimathaus Traunstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Stadt- und Spielzeugmuseum Traunstein. Abgerufen am 3. Januar 2026.
  2. a b Geschichte des Museums. In: heimathaus-traunstein.de. Abgerufen am 3. Januar 2026 (deutsch).
  3. Mit Wissen und Leidenschaft für Geschichte. In: Traunsteiner Tagblatt. 15. August 2025, abgerufen am 3. Januar 2026.
  4. Denkmalliste für Traunstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege

Koordinaten: 47° 52′ 9,9″ N, 12° 38′ 49,4″ O