Stabkirche Skaga

Die Stabkirche Staga ist der Nachbau einer Stabkirche in der Gemeinde Karlsborg in der schwedischen Provinz Västra Götalands län.

Geschichte

Der erste Vorgängerbau der Stabkirche entstand um 1130. Im Jahr 1826 wurde der Bau, trotz des Protestes der Einwohner, nachdem der Gottesdienst in der Kirche seit 1779 verboten worden war, abgerissen. Hauptgrund für den Abriss war, neben dem desolaten Zustand des Kirchengebäudes, die Bekämpfung von heidnischen Traditionen, die immer noch stark in der Gesellschaft verwurzelt waren. So wurden immer wieder Opfergaben an einem Brunnen nahe der Kirche niedergelegt, was noch auf die Zeit vor der Christianisierung zurückging. Nachdem im Jahr 1955 ein Verein zur Rekonstruktion der Kirche gegründet worden war, konnte die Kirche im Jahr 1960 eingeweiht werden. Beim Wiederaufbau konnte auf Zeichnungen aus der Zeit vor dem Abriss und die von den Gemeindemitgliedern geretteten Ausstattungsstücke zurückgegriffen werden. Im Januar 2000 brannte die Stabkirche bis auf das Fundament ab. Der heutige Bau wurde im Sommer 2001 vom damaligen Bischof von Skara Lars-Göran Lönnermark eingeweiht.[1][2]

Beschreibung

Die Stabkirche Skaga ist eine Stabkirche, die dem sogenannten Haltdalentyp, benannt nach der Stabkirche Haltdalen, zuzuordnen ist. Sie wurde ohne innere Stäbe errichtet und besteht aus einem rechteckigen Langschiff und einem kurzem Chor ohne Apsis. Beim Wiederaufbau im Jahr 2001 wurde zudem eine kleine Vorhalle errichtet. In den Außenwänden der Kirche befinden sich mehrere quadratische Fenster. Die Kanzel der Kirche wurde aus einem einzigen Baumstamm geschnitzt.[2]

Legende

Zu der Stabkirche Skaga existieren mehrere Legende. Einer Legende nach, wurde die Kirche an dem Ort errichtet, an dem dem Ramunder der Böse, der vor allem durch die schwedische Sage Ramunder hin Onde bekannt ist, seine schwangere Tochter Skaga im Wald aussetzte, um sie den Tieren zum Fraß vorzuwerfen, was diese überlebte. Anschließend habe sie, nach ihrer Taufe, die Stabkirche errichtet. Einer anderen Legende nach, sei die Stabkirche nach der Dezimierung der Bevölkerung durch die Pest in Vergessen geraten und anschließend durch einen Jäger wiederentdeckt worden und dabei kaum noch als solche wieder zu erkennen gewesen.[2]

Commons: Skaga stavkyrka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Skaga Stavkyrka. In: Skagagården. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. Juli 2009; abgerufen am 20. Oktober 2025.
  2. a b c Sture Karlsson: I Tiveden. Reflex, Mariestad 1970, S. 141–145.

Koordinaten: 58° 44′ 54″ N, 14° 25′ 24″ O