St. Trinitatis (Eichholz)
Die evangelische Kirche St. Trinitatis ist eine im Kern spätromanische, barock erweiterte Saalkirche im Ortsteil Eichholz von Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Evangelischen Regionalpfarramt Zerbst-Lindau im Kirchenkreis Zerbst der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
Geschichte und Architektur
Die Kirche ist ein spätromanisches Bauwerk aus rechteckigem Schiff und Westquerturm aus sorgfältig gequadertem und vermauertem Bruchstein aus dem 12. Jahrhundert. Der ursprünglich vermutlich eingezogene Chor wurde barock erweitert, wie eine Baunaht nahelegt. Eine Restaurierung wurde im Jahr 1886 vorgenommen. Das ursprüngliche Seitenportal und die romanischen Rundbogenfenster sind noch erkennbar. Der Westturm ist mit rundbogigen Schallöffnungen und einem Satteldach versehen, an der Südseite sind Schlitzfenster eingelassen.
Beim Wiederaufbau nach einem Einsturz des Ostgiebels im Jahr 1824 wurde der Altarraum erweitert und dabei mit einer Apsis ergänzt.[1] Im Innern ist das Bauwerk flach gedeckt und mit einer Westempore versehen.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 41432 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.[2]
Ausstattung
Von der schlichten Ausstattung ist ein achtseitiger frühgotischer Taufstein in Kelchform mit Blattfries hervorzuheben. An der Chorsüdseite befindet sich ein Familiengrabstein des Pastors Johannes Jakob aus der Zeit um das Ende des 17. Jahrhunderts. An der Nordseite, am Übergang vom Schiff zum Chor ist der Grabstein der Margaretha geborene Hernstein († 1716) aufgestellt. Eine Bronzeglocke des 14. Jahrhunderts ist erhalten. Außen sind zwei Grabsteine des 17. und 18. Jahrhunderts aufgestellt.
Die Kirche ist ein Teil des Projekts „Lichtungen“ des Künstlers Johannes Schreiter und wurde im Jahr 2019 mit Unterstützung der Stiftung KiBa wiederhergestellt.[1] Sie gehört zu den Entschlossenen Kirchen.[3]
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt II. Regierungsbezirke Dessau und Halle. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 1999, ISBN 3-422-03065-4, S. 173 (dehio.org).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Information auf der Website von KiBa.
- ↑ Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung. (PDF) 19. März 2015, abgerufen am 1. Dezember 2025 (9,9 MB; Anfrage der Abgeordneten Olaf Meister und Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) – Kleine Anfrage 6/8670; Drucksache 6/3905 – Antwort durch das Kultusministerium – betrifft: Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt – siehe PDF-Seite 188–189).
- ↑ Information auf der Website Entschlossene Kirchen.
Koordinaten: 51° 55′ 35,1″ N, 12° 1′ 49,3″ O