St. Petri (Hohenerxleben)

St. Petri ist eine Kirche der Evangelischen Landeskirche Anhalts im zur Stadt Staßfurt in Sachsen-Anhalt gehörenden Ortsteil Hohenerxleben.

Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Bernburg.

Lage

Die Kirche befindet sich am nördlichen Rand des Dorfes, hoch am rechten Ufer der nördlich vorbeifließenden Bode. Etwas weiter östlich liegt das Schloss Hohenerxleben.

Architektur und Geschichte

Die schlicht gestaltete Kirche entstand unter dem Gutsherrn Gebhard Anton von Krosigk nach einer Bauinschrift im Jahr 1802. Westlich des auf rechteckigem Grundriss errichteten Kirchenschiffs befindet sich der bereits 1718 auf quadratischem Grundriss gebaute Kirchturm.

Das Innere der Kirche wird von einer flachen Decke überspannt. Im Schiff befindet sich eine dreiseitige Empore sowie an der Südseite eine Patronatsloge. Die Sandsteintaufe mit sechseckigem Becken stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Als Verzierungen finden sich Engelsfiguren und szenische Reliefs am Becken.

Bemerkenswert sind die figürlichen, sehr plastisch gestalteten Grabsteine für die 1620 verstorbene Catharina von Krosigk und ihren 1630 verstorbenen Ehemann Gebhard Friedrich von Krosigk. An der Südseite der Kirche befindet sich ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Daneben wird mit einem Kreuz und dem Schriftzug Treue um Treue des Zweiten Weltkriegs gedacht.

Im örtlichen Denkmalverzeichnis ist die Kirche unter der Erfassungsnummer 094 10123 als Baudenkmal verzeichnet.[1]

Literatur

  • Hohenerxleben-Kirche und Schloss: In: Franz Büttner Pfänner zu Thal: Anhalts Bau- und Kunstdenkmäler nebst Wüstungen. Rich. Kahle`s Verlag-Inh. Hermann Oesterwitz, Dessau 1894, S. 166 f.
  • St. Petri Hohenerleben, In: Friedrich Winfrid Schubart: Die Glocken im Herzogthum Anhalt. Ein Beitrag zur Geschichte und Altertumskunde Anhalts und zur allgemeinen Glockenkunde. Zweiter Teil, Verlagsbuchhandlung Paul Baumann (Hofbuchhändler), Dessau 1896, S. 302.
  • St. Petri Hohenerleben, In: Ute Bednarz, u. v. a.: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt I-Regierungsbezirk Magdeburg. Hrsg. Georg-Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e. V., Deutscher Kunstverlag, München/ Berlin 2002, ISBN 3-422-03069-7, S. 418.
Commons: St. Petri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Padoka.Landtag.Sachsen-Anhalt.de.: Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19. 03. 2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Magdeburg. (PDF), S. 3840.

Koordinaten: 51° 51′ 13,2″ N, 11° 39′ 15,3″ O