St. Peter und Paul (Leutherheide)

St. Peter und Paul ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Leutherheide, einem Stadtteil von Nettetal im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen.

Die Kirche ist unter Nummer 71 in die Liste der Baudenkmäler in Nettetal eingetragen und steht unter dem Patrozinium der hl. Apostel Petrus und Paulus. Sie gehört zur Pfarre Heilige Mutter Teresa/Nettetal im Pastoralen Raum Nettetal/Grefrath.

Geschichte

Leutherheide gehörte seit jeher zur Pfarre Leuth. Im Jahr 1628 veranlasste der damalige Leuther Pfarrer Theodor Otten den Bau einer Marienkapelle in Leutherheide. Für den Unterhalt hatte fortan die Rosenkranzbruderschaft zu sorgen. 1768 wurde die Kapelle nach Osten hin um das Dreifache verlängert, seitdem trägt sie vermutlich auch das Patrozinium Peter und Paul. 1867 erhielt Leutherheide einen eigenen Rektor, und 1899 wurde das Gotteshaus letztmalig wiederum nach Osten um ein Querschiff und einen neuen Chor nach Plänen des Architekten Arnold Traugott erweitert, zudem wurde im Innenraum ein Gewölbe eingezogen. 1905 erhielt die Gemeinde seelsorgliche Selbstständigkeit und zum 1. Dezember 1907 eigene Vermögensverwaltung. Seit dem 1. Mai 1960 ist Leutherheide Pfarrvikarie.[1]

Die Pfarrvikarie St. Peter und Paul wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien zur Großpfarre Heilige Mutter Teresa/Nettetal fusioniert. Seitdem ist St. Peter und Paul eine Nebenpfarrkirche.[2]

Baubeschreibung

St. Peter und Paul ist eine einschiffige Kreuzkirche im Stil des Barock mit sechseckigem Dachreiter über dem Westgiebel und dreiseitig geschlossenem Chor im Osten.

Pfarrvikare

Folgende Priester waren bis zur Aufhebung der Pfarrvikarie Rektor bzw. Pfarrvikar an St. Peter und Paul:[3]

  • 1916–1930: Gerhard Kuypers
  • 1930–1933: Johann Wesendonk
  • 1933–1939: Karl Döhn
  • 1939–1946: Karl Franken
  • 1947–1951: Peter Lennards
  • 1951–1959: Hubert Kapell
  • 1959–1959: Robert Niechoj
  • 1959–1959: Wilhelm Rang
  • 1959–1960: Leo Plum
  • 1960–1965: Leo Arns
  • 1965–1966: Franz Borgschulte
  • 1966–1970: P. Bertrand Gbur OFM
  • 1971–1976: Ferdinand Jansen
  • 1976–1999: Hermann Josef Klumpen
  • 2000–2024: Günter Puts
  • 2024–2025: Benedikt Schnitzler
Commons: St. Peter und Paul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 857.
  2. Nr. 208 Dekret über die Errichtung der Pfarrei und Kirchengemeinde Heilige Mutter Teresa in Nettetal. In: Kirchliches Amtsblatt des Bistums Aachen Nr. 9.2/2025. Abgerufen am 6. Januar 2026.
  3. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 857.

Koordinaten: 51° 18′ 35,2″ N, 6° 14′ 14,2″ O