St. Norbert (Düsseldorf)
Die ehemals katholische Kirche St. Norbert im Nordwesten des Düsseldorfer Stadtteils Garath wurde 1966–68 nach Plänen von Gerhard Nitschke erbaut und ist seit 2025 die Kirche der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Gemeinde.[1] Sie ist nun dem äthiopischen Heiligen Abune Gebremenfes Kidus geweiht.
Geschichte
1963 – zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich für den neuen Stadtteil Garath – wurde die Rektoratspfarrei St. Norbert gegründet. Pfingsten 1964 fand dann der erste Gottesdienst in einer Schule statt. Am 25. Juni 1966 machte Pfarrer Schütz den ersten Spatenstich für den Bau der Kirche. Am 4. Dezember 1966 erfolgte die Grundsteinlegung mit einem Steinblock aus dem 11. Jahrhundert, einer Spolie, die aus der Xantener Stiftskirche St. Viktor stammt. Am 22. Dezember 1968 wurde die Pfarrkirche mit dem Patrozinium des heiligen Norbert von Xanten geweiht. Die Gemeinde ließ 1968–1970 die Filialkirche St. Matthäus in Garath-Südwest nach Plänen von Gottfried Böhm bauen. 1970 wurde sie zur Pfarrei erhoben. Mit der Fusion der Pfarreien St. Norbert und St. Theresia zum 1. Januar 2007 tauschten beide Kirchen auch ihre Rollen als Pfarr- und Filialkirche. Seit 2015 feiert auch die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Gemeinde ihre Gottesdienste in der Kirche. Am 26. Januar 2025 wurde ihr die Kirche zur alleinigen Nutzung übergeben.[1]
Architektur
Die St.-Norbert-Kirche ist im Stil der Nachkriegsmoderne vorwiegend aus Sichtbeton errichtet, weshalb man sie auch dem Brutalismus zuordnen kann. Die Wiederholung gleichförmiger geometrischer Grundformen und die Schaffung eines flexibel nutzbaren Raumgefüges legen eine Verwandtschaft mit der Architektur des Strukturalismus nahe. Der Raum der Gemeinde besteht aus fünf verschieden langen, fächerartigen Segmenten, die von Osten halbkreisförmig auf einen zehneckigen Zentralraum ausgerichtet sind. Dieser ragt im Westen wie eine Apsis mit 4/10-Abschluss nach außen. Hier befindet sich der Altar. Die Segmente sind zweistufig gestaltet und an der Außenseite unter ihren Satteldächern mit dreieckigen Buntglasfenstern versehen. Die Dächer vereinen sich mit dem Faltdach des Zehnecks zu einem Stern.
Orgel
Die Orgel wurde 1976 von dem Orgelbauer Romanus Seifert & Sohn (Kevelaer) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 16 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spieltrakturen sind mechanisch, die Registertrakturen sind wie die Koppeln elektro-pneumatisch.[2]
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- Koppeln: II/I, I/P, II/P
- 2 freie Kombinationen + Tutti
Einzelnachweise
- ↑ a b Lilli Krug: Übergabe der St. Norbert-Kirche an die äthiopische Gemeinde. In: rp-online.de. Rheinische Post, 26. Januar 2025, abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ Nähere Informationen zur Orgel
Weblinks
- St. Norbert / Heilige Abune Gebremenfes Kidus Kirche. Katholischen Pfarrgemeinde St. Matthäus
Koordinaten: 51° 8′ 45,5″ N, 6° 53′ 20,9″ O