St. Michael (Ibbenbüren)

St. Michael in Ibbenbüren im Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Mauritius (Ibbenbüren). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Michael und gehört zum Dekanat Ibbenbüren im Bistum Münster. Diese Backsteinkirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querhaus und bietet 430 Gläubigen Platz.

Geschichte

Weil der Weg zur zuständigen Pfarrei St. Mauritius sehr weit war und die Zahl der Einwohner nach dem Zweiten Weltkrieg durch die vielen Ostflüchtlinge und die Beschäftigten im Bergbau stark anstieg, wünschten sich die Christen im Ortsteil Bockraden ein eigenes Gotteshaus.[1]

Auf Initiative des 1952 gegründeten Kirchenbauvereins wurde 1952/54 für die ca. 3.000 dort wohnenden Katholiken die St.-Michael-Kirche im Stil einer Basilika gebaut. Allerdings sind die Seitenschiffe viel schmaler und niedriger als das Hauptschiff. Das nördliche Querhaus fasst die Sakristei und das südliche Querhaus beherbergt die Werktagskapelle. 1966/67 kam der Glockenturm hinzu. Der 1968 errichtete Zwischentrakt komplettierte das Gotteshaus.

Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1957, das 1964 erbaute und 1979 sowie 1991 erweiterte Pfarrheim und der Kindergarten von 1979. Nach der Abpfarrung von St. Mauritius (Ibbenbüren) entstand 1957 die selbstständige Pfarrei St. Michael.[2]

Durch Fusion wurde aus den Pfarreien St. Mauritius und St. Maria Magdalena (Laggenbeck) am 17. April 2006 die neue Kirchengemeinde St. Mauritius (Ibbenbüren) gebildet.[3]

Am 22. September 2019 führte der Bischof von Münster, Felix Genn, die zehn Pfarreien der Region Ibbenbüren zu einer Pfarrgemeinde St. Mauritius zusammen und machte dadurch auch St. Michael zu einer Filialkirche.[4]

Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Reinhildis (Hörstel), St. Mauritius (Ibbenbüren) und Seliger-Niels-Stensen (Lengerich) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Hörstel-Ibbenbüren-Lengerich“.[5]

Glocken

Im Turm der St.-Michael-Kirche in Ibbenbüren hängen die folgenden fünf Bronzeglocken:

  • Glocke 1: Schlagton: es1; Ø 131 cm; Eifeler Glockengießerei (Brockscheid); Gussjahr: 1967
  • Glocke 2: Schlagton: f1; Ø 111 cm; Eifeler Glockengießerei (Brockscheid); Gussjahr: 1967
  • Glocke 3: Schlagton: as1; Ø 98 cm; Eifeler Glockengießerei (Brockscheid); Gussjahr: 1967
  • Glocke 4: Schlagton: b1; Ø 87 cm; Eifeler Glockengießerei (Brockscheid); Gussjahr: 1967
  • Glocke 5: Schlagton: c1; Ø 77 cm; Eifeler Glockengießerei (Brockscheid); Gussjahr: 1967[2]

Orgel

Für St. Michael in Ibbenbüren erstellte Matthias Kreienbrink (Osnabrück) 1959 eine Orgel mit 26 Registern und elektro-pneumatischer Traktur. 1985 erfolgte der Umbau in eine Kegelladen-Orgel durch die Firma Gebrüder Stockmann (Werl).[2]

Literatur

  • Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-064-68.
  • Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5.
  • Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Commons: St. Michael (Bockraden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gabriele Böhm: Kirchenführer: Katholische Kirche St. Michael Ibbenbüren. In: Katholische Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck. 2025, abgerufen am 3. November 2025.
  2. a b c Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8, S. 314.
  3. Bistumsarchiv Münster: Ibbenbüren, St. Mauritius. In: Matricula Online. 2025, abgerufen am 3. November 2025.
  4. Hartmut Niehues: St. Mauritius, Ibbenbüren. In: Katholische Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck. 2025, abgerufen am 3. November 2025.
  5. Marko Marincel: Pastorale Räume. In: Kreisdekanat Steinfurt: Katholische Kirche Bistum Münster. 2025, abgerufen am 3. November 2025.

Koordinaten: 52° 17′ 27,4″ N, 7° 43′ 22,7″ O